Panorama

Das Connyland kämpft für seine Delfine

Aktualisiert am 11.05.2012 16 Kommentare

Falls sich der Nationalrat endgültig für ein Delfinverbot ausspricht, möchte das Connyland das Referendum ergreifen. Der Freizeitpark ist nicht die einzige Institution, die Widerstand leistet.

1/6 Connyland mit Delfinarium: Eingang des Freizeitparks im thurgauischen Lipperswil.
Bild: Reuters

   

Artikel zum Thema

Teilen und kommentieren

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Werbung

Mit grosser Enttäuschung hat der Freizeitpark Connyland mit dem einzigen Delfinarium der Schweiz im Thurgau vom Entscheid der Nationalratskommission Kenntnis genommen, wonach keine Delfine und Wale mehr importiert werden dürfen. Das Connyland kämpft dagegen.

Sollte der Nationalrat den Entscheid der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) stützen, werde das Connyland das Referendum gegen die Revision des Tierschutzgesetzes ergreifen, heisst es im Communiqué vom Freitag.

Auch Zoos künden Widerstand an

Der Freizeitpark Connyland in Lipperswil sei mit seinem Widerstand gegen die geplante Revision des Tierschutzgesetzes nicht allein. Auch seitens der grossen Schweizer Zoos und ihres Verbandes Zooschweiz werde Widerstand laut, teilt das Connyland mit.

Die WBK sagte am Donnerstag wie der Ständerat Ja zum Importverbot. Der Nationalrat hatte sich ursprünglich dafür ausgesprochen, die Haltung von Delfinen gänzlich zu verbieten. Damit hätte das Connyland seine drei verbleibenden Delfine nicht behalten dürfen.

Delfine verendet

Im November vergangenen Jahres waren innerhalb weniger Tage zwei Tümmler verendet. Die Thurgauer Staatsanwaltschaft kam nach einer Untersuchung der Kadaver zum Schluss, dass die beiden Delfine an einer Gehirnschädigung als Folge von Antibiotika verendet seien.

Dagegen wehrt sich das Connyland. Geschäftsführer Erich Brandenberger ist überzeugt, die Tiere seien vergiftet worden. Anlass dazu gibt Brandenberger auch ein Bericht des Instituts für Rechtsmedizin in St. Gallen, in dem es heisst, im Urin der beiden Delfine sei das Opium-Derivat Buprenorphin festgestellt worden.

Die Connyland-Geschäftsleitung versteht nicht, dass die Staatsanwaltschaft diesem Befund nicht nachgehe, wie es im Communiqué heisst. Sie wehrt sich auch gegen Vorwürfe, die in regelmässigen Abständen vom Wal- und Delfinschutzforum (WDSF) erhoben würden, wonach es den Tieren im Connyland nicht gut gehe. (mrs/sda)

Erstellt: 11.05.2012, 15:46 Uhr

16

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

16 Kommentare

Hedvika Post

11.05.2012, 16:23 Uhr
Melden 37 Empfehlung 0

Wirklich traurig, dass solche intelligenten Lebewesen zum Spass in Vergnügungsparks gehalten werden dürfen. Sie verdienen es, in Freiheit zu leben. Antworten


Su Studer

11.05.2012, 16:39 Uhr
Melden 36 Empfehlung 0

Wenn das Connyland so super Bedingungen hat, dann wird es ja auch kein Problem die Tiere zu züchten, von mir aus auch mit Erbgut/Samen von anderen Delfinarien für die Blutlinien. Aber Wildfang, Tiere aus ihrer Umgebung/Meer und Familien reissen und zu importieren ist ein absolutes no go. Der Transport ist eine Qual, viele sterben schon da, der Rest dann in den Bazillen-Antibiotikapfützen. Antworten



Panorama

Populär auf Facebook Privatsphäre

Verzeichnis- & Serviceportal

Marktplatz

DAS GELD und ich

Börsen auf Höchstständen: Wie weiter?

Abopreise vergleichen

Der Handy-Abovergleich mit Ihrem gewünschten Mobiltelefon und Prepaid-Angeboten.

Flugpreise vergleichen

Vergleichen Sie die Flugpreise von verschiedenen Reiseanbietern und finden Sie das beste Angebot.

Nicht von dieser Welt!

Entdecken Sie die arabische Märchenwelt aus 1001 Nacht!