Bruder von Bär M13 stirbt auf Autobahn
Aktualisiert am 24.04.2012 14 Kommentare
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Strassen können für Bären zu tödlichen Fallen werden. Im Südtirol wurde am Samstagabend ein Bär von einem Auto überfahren. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich um M14, einen Bruder des Jungbären M13, welcher sich in jüngster Zeit im Unterengadin und in Tirol aufhält.
M14 habe die Leitplanke der Brennerautobahn zwischen Chiusa und Ponte Gardena übersprungen, berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Ein herannahender Mercedes habe den Bären voll erfasst. Das Tier habe noch einige Schritte bis in den Strassengraben gemacht, sei dort zusammengebrochen und gestorben. Der Fahrer des Mercedes und sein Sohn blieben gemäss dem Bericht bei dem Unfall unverletzt.
Auch M13 will Leitplanke überwinden
In den Medien kursierte auch ein Foto, das M13 beim Versuch zeigt, eine Leitplanke zu übersteigen, um eine Autostrasse zu überqueren. Eine Frau hat laut «20 Minuten online» auf der Hauptstrasse vor Zernez ein Bild von M13 geschossen, der gerade die Leitplanke überwinden wollte.
Im vergangenen Jahr wurde die Bärin Vida auf der Brennerautobahn zwischen Trento und Bozen angefahren. 2009 fuhr ein Wildhüter einen Bären an. Beide Male überlebten die Petze.
Dreiländerbär M13
Jungbär M13 kennt keine Grenzen: Er ist in der Nacht auf Sonntag aus der Schweiz wieder über die grüne Grenze ins Tirol gewandert. Drei Tage Österreich, drei Tage Schweiz und nun wieder Österreich: M13 hält sich seit Sonntagmorgen im Gemeindegebiet von Pfunds im Bezirk Landeck auf, wie der Tiroler Bärenbeauftragte des Landes, Martin Janovsky, mitteilte. Erhöhtes Risiko für Menschen gehe von dem wegen seiner Neugier und der geringen Scheu als auffällig eingestuften Tier derzeit nicht aus.
Mit jeder positiven Erfahrung – etwa mit jedem frei zugänglichen Bienenstock – könne der Bär aber weiter an Scheu ablegen, hiess es weiter. Janovsky bittet daher Imker, ihre Bienenstöcke im betroffenen Gebiet mit einem Elektrozaun zu schützen.
Mit Gummischrot verscheucht
Zurück ins Unterengadin wanderte M13 in der Nacht auf Donnerstag. Weil sich der Bär in der Gemeinde Tschlin in der Nähe von Häusern aufhielt, brannte ihm die Wildhut eine Ladung Gummischrot auf den Pelz, um das Tier aus bewohntem Gebiet zu verscheuchen.
Der Bär hatte sich nach der Einwanderung auffällig verhalten und sich auf der Suche nach etwas Fressbarem immer wieder bewohnten Siedlungen genähert. Er plünderte im Unterengadin Bienenstöcke und tötete eine Ziege. Um seinen Aktionsradius zu überwachen, wurde ihm ein Senderhalsband umgebunden. (rub/sda)
Erstellt: 22.04.2012, 16:44 Uhr
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14 Kommentare
Die Namensgebung zeigt doch deutlich wie nahe wir diese Tiere an uns ran lassen wollen. Nämlich am besten überhaupt nicht... unpersönlich, sachlich, kosten sparend, effizient... aber dann, annonymisierung und pauschalisierung macht viele Entscheidungen leichter. Antworten
Armer Bär,finde es Traurig! Nicht der Bär ist eine Bedrohung für die Menschheit,sondern die Zerstörung der Natur durch den Menschen.Ist eine Bedrohung,für alle Tierarten.Wieviele unschuldige Waldbewohner mussten schon ihr leben lassen,weil man bei ihrem zuhause Autostrassen für die Menschheit baute.Heute vertreibt oder erschiesst man einfach,keine einheimischen Tierarten.Sie sind ja eine Gefahr:-( Antworten


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