Panorama

Bilder eines apathischen Kapitäns

Aktualisiert am 11.02.2012 15 Kommentare

Ein italienischer Sender veröffentlichte Aufnahmen von der Brücke der Costa Concordia. Diese belasten offenbar Francesco Schettino von neuem: Sie zeigen den Kapitän während der Havarie gänzlich passiv.

Ein Unglück nimmt seinen Lauf: Unidentifizierte Crew-Mitglieder auf der Brücke der Costa Concordia.


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Bilder von der Brücke der Costa Concordia

Bilder von der Brücke der Costa Concordia
Das italienische Fernsehen veröffentlichte Aufnahmen, die Francesco Schettino belasten sollen.

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Chronologie: Das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia verunglückt

Chronologie: Das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia verunglückt
Vor Italien ist das Passagierschiff Costa Concordia gekentert. Insgesamt kamen 30 Menschen ums Leben, zwei werden noch immer vermisst.

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Eine Videoaufnahme über die Zustände auf der am 13.Januar vor der toskanischen Küste verunglückten Costa Concordia setzt Kapitän Francesco Schettino noch mehr unter Druck. Aus den Aufnahmen geht die Verwirrung Schettinos nach der Havarie hervor.

Schettino hatte demnach keine Initiative ergriffen, obwohl auf dem Schiff nach dem Zusammenstoss mit einem Felsen Panik ausgebrochen war. Die Aufnahmen, die Vorfälle auf der Brücke des Schiffs nach der Havarie dokumentieren, wurde vom italienischen TV- Sender «Canale 5» veröffentlicht.

Als ihm seine Offiziere mitteilten, dass die panischen Passagiere selbst die Schaluppen gelöst und ins Wasser gelassen hatten, reagierte Schettino nicht. Die Offiziere sprachen miteinander, während die Zustände an Bord immer chaotischer werden, Schettino wiederum fasste keinen Beschluss.

Offiziere drängten Schettino

Angesichts der Passivität des Kapitäns während der kritischen Lage drängten die Offiziere Schettino, den Generalalarm auszulösen. Darauf wurde der Befehl erteilt, das Schiff zu verlassen. Noch ist unklar, wer die Videoaufnahme gemacht hat, die als Beweismaterial für die im Schiffsbruch ermittelnden Staatsanwälte von Grosseto dienen soll.

Ein Gericht in Florenz hatte am Dienstag beschlossen, dass Schettino unter Hausarrest bleiben muss. Ein Ansuchen auf Freilassung wurde abgelehnt.

Unterdessen wurde für den 3. März eine gerichtliche Anhörung in Grosseto anberaumt. Schettino und sein Vize-Kapitän Ciro Ambrosio werden sich nach derzeitigem Stand unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und Schiffbruchs verantworten müssen. (kpn/sda)

Erstellt: 11.02.2012, 10:56 Uhr

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15 Kommentare

Jürg Bühler

11.02.2012, 13:30 Uhr
Melden 33 Empfehlung

Offenbar hatte jemand da auf der Kommandobrücke auch nichts besseres zu tun als einen Film zu drehen. Antworten


Jörg Müller

11.02.2012, 11:51 Uhr
Melden 27 Empfehlung

Ich finde es fast unheimlich, dass heutzutage fast von jedem Ereignis früher oder später ein Video auftaucht. Antworten



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