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Alle A380-Maschinen müssen zum Flügelcheck

Aktualisiert am 08.02.2012 5 Kommentare

Die australische Fluggesellschaft Qantas hat an einem ihrer Airbus A380 erneut Haarrisse entdeckt. Die Flugzeuge werden nun vorerst stillgelegt. Der Easa genügt das nicht, sie ordnet eine Untersuchung aller A380 an.

Alle Maschinen müssen überprüft werden: Ein A380 an einer Flugshow in Paris. (26. Juni 2011)

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Wieder Haarrisse in den Tragflächen eines Superjumbos: Alle 68 Grossraumflugzeuge des Typs Airbus A380 müssen nun zur Inspektion. Das ordnete die europäische Luftsicherheitsbehörde EASA an. Zuvor hatte die australische Fluggesellschaft Qantas ( 1.11 -4.88%) einen A380 nach der Entdeckung Dutzender Haarrisse für eine Woche stillgelegt. Die EASA verschärfte damit eine Anordnung vom 20. Januar, die nur jene Grossflugzeuge betraf, die mehr als 1.300 Flüge hinter sich haben.

Der Erlass stellt laut Airbus-Sprecher Stefan Schaffrath sicher, «dass die Untersuchung, die von Airbus ohnehin empfohlen wird, auch durchgeführt wird». Die Anordnung komme «nicht überraschend» für Airbus, sagte Schaffrath in Toulouse. Die Sicherheit der Fluggäste stehe nicht zur Debatte. Die EASA gab den Gesellschaften je nach Flugleistung der Maschinen bis zu sechs Wochen Zeit, ihre Flugzeuge zu untersuchen und gegebenenfalls beschädigte Teile auszutauschen.

Zweistöckige Grossraumjets

Maschinen mit 1384 oder mehr Flugstunden müssen innerhalb von drei Wochen, die anderen innerhalb von sechs Wochen ab 13. Februar zur Inspektion.

Die Lufthansa muss eigenen Angaben zufolge dafür keine A380-Flüge ausfallen lassen. Mit dem Kranich am Heck fliegen derzeit acht der zweistöckigen Grossraumjets, zwei weitere sollen in diesem Jahr dazu kommen, wie Sprecher Michael Lamberty sagte. Der älteste Lufthansa-A380, die «Frankfurt», habe derzeit rund 900 Flüge hinter sich, so dass der Spielraum bis zur Prüfung recht gross sei. Die eventuell betroffenen Teile befinden sich in den Tragflächen. Sie seien zwar leicht austauschbar, aber die vorbereitenden Arbeiten an den Flügeln, in denen die Kerosintanks untergebracht sind, dauerten mindestens einen Tag.

Dutzende Haarrisse im Qantas-Jet

Die Schäden in dem Jet der australischen Fluggesellschaft Qantas haben die Sicherheit der Passagiere nach Angaben der Gesellschaft vom Mittwoch nicht gefährdet. Sie glichen nicht jenen Schäden, die Airbus selbst im vergangenen Monat an den Flügeln zweier Maschinen entdeckt hatte.

Mitarbeiter von Qantas hatten die etwa zwei Zentimeter langen Haarrisse in den Verbindungsstücken zwischen den Spanten der Flügel und der Aussenhaut entdeckt, nachdem die Maschine beim Flug von London nach Singapur in heftige Turbulenzen geraten war. Die Schäden seien jedoch nicht durch die Turbulenzen entstanden, sondern gingen auf ein Produktionsproblem beim Hersteller Airbus zurück, teilte die Fluggesellschaft mit. Innerhalb einer Woche solle das stillgelegte Flugzeug wieder starten können, hiess es bei Qantas. (kpn/bru/dapd/AFP)

Erstellt: 08.02.2012, 10:34 Uhr

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5 Kommentare

Hans Frei

08.02.2012, 18:19 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Für den Laien unverständlich, für den Ingenieur die Bestätigung dass das Konzept funktioniert und auch Komponentenausfälle auffängt. Antworten


Jan Demuth

08.02.2012, 11:30 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Was passiert in der Zwischenzeit mit den Passagieren, die in diesen Flugzeugen hätten fliegen sollen? Auf 2 Flugzeuge umgeteilt? Antworten



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