Panorama

Air France muss Entschädigung zahlen

Im Juni 2009 stürzte eine Maschine der französischen Airline vor Brasilien ins Meer. Jetzt hat ein Gericht die Klage einer Familie eines Opfers gutgeheissen.

Katastrophe mit 228 Toten: Bergung eines Wrackteils der abgestürzten Air-France-Maschine.

Katastrophe mit 228 Toten: Bergung eines Wrackteils der abgestürzten Air-France-Maschine.
Bild: Keystone

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Ein brasilianischer Richter hat die Fluggesellschaft Air France (AF 4.885 0.25%) zur Zahlung von zwei Millionen Real (825.000 Euro) Entschädigung an die Familie eines der Opfer des Absturzes vom vergangenen Juni verurteilt. Bei dem Opfer handelt es sich um eine brasilianische Staatsanwältin, die sich an Bord des Unglücksflugs nach Paris befand, wie die Justiz des Staats Rio de Janeiro am Freitag mitteilte.

Der Versicherer von Air France, AXA, will nach eigenen Angaben Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen. Zur Begründung erklärte das Unternehmen, die Entscheidung sei nicht von dem von der brasilianischen Regierung eingesetzten Entschädigungsgremium getroffen worden. Eine Interessengemeinschaft in Frankreich erklärte am Freitag, sie strebe eine gleichartige Entschädigung für die französischen Opfer des Absturzes an.

Flugschreiber nicht gefunden

Der aus Rio de Janeiro kommende Airbus mit Ziel Paris verschwand in der Nacht zum 1. Juni 2009 vor Brasilien von den Radarschirmen und stürzte ins Meer. Dabei kamen alle 228 Insassen ums Leben, unter ihnen auch 28 Deutsche. In den folgenden Wochen wurden mehr als tausend Wrackteile und etwa 50 Leichen geborgen. Die zur Ermittlung der Unglücksursache wichtigen Flugschreiber wurden bislang jedoch nicht gefunden. (vin/ddp/)

Erstellt: 13.03.2010, 07:43 Uhr