Abgemagert und voller Nadelstiche? Zeitung zitiert aus Jacksons Autopsiebericht
Abgeschirmt: Das Spital, in dem Michael Jackson starb. (Bild: Reuters)
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Arzt dementiert
Der Leibarzt von Michael Jackson hat den Popstar nach Angaben seines Anwalts bewusstlos im Schlafzimmer seines Hauses vorgefunden. Jackson habe «nicht mehr geatmet», zitierte die Zeitung «Los Angeles Times» Anwalt Edward Chernoff.
«Er prüfte seinen Puls. Der Puls in seiner Oberschenkelarterie war schwach. Er begann mit der Herz-Lungen-Reanimation.» Murray selbst habe der Jackson- Familie die Autopsie des Leichnams vorgeschlagen.
Berichte über die Gabe eines starken Schmerzmittels kurz vor Jacksons Tod seinen «absolut falsch», zitierte das Blatt Chernoff weiter. «Es gab kein Demerol. Kein OxyContin.» (sda)
Als erste und bisher einzige Zeitung veröffentlicht das Blatt heute die Ergebnisse der Untersuchung. Dies einen Tag, nachdem die Familie des Verstorbenen bei einem privaten Arzt eine zweite Autopsie angeordnet hat – deren toxikologische Proben bereits in ein bis zwei Wochen erwartet werden.
Der im Gerichtsbericht beschriebene Zustand des Stars sei «erschreckend», so die «Sun». Sie will den Einblick von jemandem aus der erweiterten Familie erhalten haben.
Gewichtsverlust: Praktisch ein Skelett sei der Star bei seinem Tod gewesen. Bereits zu Jacksons Lebzeiten hatten People-Magazine berichtet, er wiege nur noch 45 Kilogramm – bei einer Grösse von knapp 180 Zentimetern. «Stark abgemagert», steht laut dem Blatt im Autopsie-Bericht.
Medikamente: In Jacksons Magen sei keinerlei Essen vorgefunden worden – lediglich eine Mischung von Medikamenten. Sie seien noch nicht komplett verdaut gewesen. Es sind diese Pillen, die nun im toxikologischen Labor auf ihre Inhaltsstoffe untersucht werden.
Einstichstellen: Die Hüften, Oberschenkeln und Schultern seien übersät gewesen mit Nadelstichen. Die Mediziner glauben, dass sie von Injektionen mit schmerzstillenden Mitteln herrühren. Die Stiche deuten auf eine dreimal tägliche Anwendung hin. Die Gegend um Jacksons Herz habe vier Einstichstellen aufgewiesen – sie rührten teilweise auch von Adrenalinspritzen, mit denen Ärzte Jackson wiederzubeleben versuchten.
Operationsnarben: Die Ermittler hätten mehrere Operationsnarben gefunden. Sie würden auf mindestens 13 kosmetische Eingriffe hindeuten, insbesondere an der Nase. Der Sänger habe bei seinem Tod eine Perücke getragen.
Privatarzt wird befragt
«Er hat sich zerstört, und die Ärzte und sein Umfeld standen daneben und haben zugeschaut», wird die Quelle im Blatt zitiert. «Jemand wird dafür bezahlen müssen.»
Jacksons Privatarzt, der bei seinem Tod dabei war, wird zur Zeit von den Ermittlern befragt, um über die Behandlungen des Stars Auskunft zu geben. Er soll laut amerikanischen Medienberichten erst knappe zwei Wochen für Jackson gearbeitet haben – auf Anweisung von AEG, der Firma, die Jacksons Comebackreihe organisiert hat. (oku)
Erstellt: 29.06.2009, 10:07 Uhr
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