Olympia 2012
Schurter fehlt eine Sekunde zu Gold
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Nino Schurter gewinnt im Cross-Country-Rennen die Silbermedaille. Der 26-jährige Bündner muss sich auf den letzten Metern dem Tschechen Jaroslav Kulhavy geschlagen geben. Vor einem Jahr in Champéry hatte Kulhavy Schurter bei dessen Heim-WM den Titel weggeschnappt, ein Jahr später verwies er den Schweizer im Olympia-Rennen auf der Hadleigh Farm um eine Sekunde auf Platz 2.
«Es ist hart, wenn man so knapp verliert», erklärte Schurter nach der Silberfahrt gegenüber dem Schweizer Fernsehen. «200 Meter vor dem Ziel hatte ich noch gedacht, dass ich es machen würde. Kulhavy war aber cleverer als ich, also muss ich mit Silber zufrieden sein.» Trost spendete Schurter ein anderer Bündner, Carlo Janka. «Was für ein Mountainbike-Rennen. Tolle Arbeit, Nino. Und nach Bronze und Silber nächstes Mal Gold in Brasilien!», schrieb der Skistar auf Twitter.
Bronzemedaillengewinner kommt ohne Sattel ins Ziel
Zwei Runden vor Schluss waren für den Gewinn der Goldmedaille mit Schurter, Kulhavy und dem am Ende drittplatzierten Italiener Marco Aurelio Fontana noch drei Fahrer infrage gekommen. Der Südafrikaner Burry Stander und der Spanier José Antonio Hermida hatten zuvor den Anschluss an das Spitzentrio eingebüsst. Fontana erreichte das Ziel ohne Sattel, er verlor ihn in der Schlussphase.
Für Julien Absalon war der Traum von der dritten Goldmedaille bereits nach der ersten Runde vorbei. Der französische Olympiasieger von 2004 und 2008 verlor nach 5,2 Kilometern bereits 54 Sekunden und schien im Zwischenklassement lediglich an 27. Stelle auf. Wenig später gab Absalon das Rennen auf.
Näf und Vogel kommen nicht auf Touren
Im fünften olympischen Cross-Country-Rennen eroberten die Schweizer Mountainbiker bereits zum vierten Mal eine Medaille. 1996 bei der Premiere in Atlanta war Thomas Frischknecht hinter dem Holländer Bart Brentjens Zweiter geworden, im Jahr 2000 in Sydney gewann Christoph Sauser wie Schurter vor vier Jahren in Peking Bronze. Einzig in Athen 2004 blieben die Schweiz ohne Medaille.
Den beiden anderen Schweizern lief es in London nicht nach Wunsch: Ralph Näf wurde mit 3:51 Minuten Rückstand Achtzehnter, Florian Vogel kam mit 5:29 Minuten ins Ziel und beendete das Rennen auf Platz 25. (si)
Erstellt: 12.08.2012, 12:02 Uhr
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