«Die GLP ist auf dem besten Weg, die FDP abzulösen»
Von René Donzé. Aktualisiert am 26.04.2010 20 Kommentare
René Donzé.
Politik ist wie Fussball: Verlierer sind nicht sexy - weder für die Fans noch für die Spieler. Stadien leeren sich, gute Leute wandern ab.
Genauso geht es der Zürcher FDP. Seit 30 Jahren verliert die Partei konstant Wähleranteile - zuerst an die SVP, dann an die CVP und jetzt noch an die Grünliberalen. Bei den jüngsten Gemeindewahlen hat sie in den zwölf Stadtparlamenten im Kanton 8 Mandate verloren, vor vier Jahren waren es 9 Verluste gewesen; das waren jeweils 10 Prozent ihrer Sitze. Vieles deutet darauf hin, dass der freie Fall der Freisinnigen auch bei den Kantonsratswahlen 2011 weitergehen wird. Kaum etwas spricht dagegen. Schon vor vier Jahren hatten die Gemeindewahlen den Trend angezeigt.
«Die Chancen der FDP schrumpfen stetig»
Noch können sich die Freisinnigen damit trösten, dass sie in den Stadträten gut vertreten sind - zu gut, gemessen am Wähleranteil. Bloss in Zürich verloren sie einen Sitz, an vier Orten legten sie zu. Doch wenn der Trend zum Wählerverlust anhält, gerät die Partei in einen Teufelskreis: keine Wähler, keine Kandidaten, keine guten Köpfe.
Der Partei droht so über kurz oder lang der Nachwuchs auszugehen. Wer politisch Karriere machen will, schliesst sich lieber dem Sieger als dem Verlierer an. Viele Ämter wie Richterstellen, Bankratsmandate und Kommissionssitze werden nach dem Parteienproporz vergeben - die Chancen, dass die FDP dabei zum Handkuss kommt, schrumpfen stetig.
«Die GLP ist mehr als eine lindgrüne Eintagsfliege»
Wer vor zwanzig Jahren schnell ein politisches Amt anstrebte, schloss sich der aufstrebenden SVP an. Heute geht er zu den Grünliberalen.
Die junge Partei hat den Zeitgeist getroffen und eine Marke geschaffen, die Junge, Liberale und ökologisch Denkende anspricht. Sie hat bei den Gemeindewahlen gezeigt, dass sie mehr als eine lindgrüne Eintagsfliege ist. Sie dürfte auch im Kantonsrat weiter zulegen. Aus heutiger Sicht ist sie auf dem besten Weg, die FDP als drittstärkste Partei im Kanton abzulösen, sofern sie ihre Marke mit Inhalt füllen kann. Entsprechend wird sich ihre Fangemeinde wohl vergrössern und damit ihre Anziehung auf fähige politische Mitspieler und potente Sponsoren. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 25.04.2010, 23:43 Uhr
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Als glp Gemeinderat bin ich natuerlich bewandert, was das glp Parteiprogramm betrifft. Die glp grenzt sich nicht nur in oekologischen Fragen, sondern u.a. auch in Themen wie gesellschaftspolitischen Liberalisierung, Sozialstaat, Steuerpolitik, innere Sicheheit , Migrationspolitik etc von der rechtsbürglichen FDP ab. Alle die mehr erfahren möchten, sind immer herzlich an glp Events willkommen. Antworten
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