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Keine Ruhe für Banker

Von Rita Flubacher. Aktualisiert am 26.02.2011

Rita Flubacher

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«Hört das denn nie auf?», seufzt es vernehmlich aus Banker-Offices und Politiker-Stuben. Nein, die Sache mit der US-Justiz und der Steueraffäre hört noch lange nicht auf.

Amerikas Justiz- und Steuerbehörden sitzen auf einem Datenschatz, den sie aufs Gründlichste auswerten. Die Namen von Bankmitarbeitern und Beratern stehen in den 4450 Kundendaten der UBS. Und die rund 18'000 US-Bürger, die sich, aufgeschreckt durch die UBS-Schlagzeilen, seither bei den Steuerbehörden selber angezeigt haben, waren ebenfalls ergiebige Quellen. Um in den Genuss strafmildernder Umstände zu gelangen, verlangten die Behörden von den reuigen Sündern detaillierte Angaben zu ihren Bankbeziehungen, zu ihren Beratern und zu anderen Helfershelfern, die beim Verstecken von Vermögenswerten behilflich gewesen waren.

Und bereits hat die US-Steuerbehörde unter Leitung ihres kompromisslosen Chefs Douglas H. Shulman eine weitere Selbstanzeigekampagne lanciert. Sie richtet sich vor allem an US-Steuerbürger, die altes, nicht deklariertes Vermögen – beispielsweise von Holocaust-Opfern – geerbt haben.

Amerikas Steueraufseher kennen kein Pardon. Was das Ziel ist, rief vor kurzem ein bekannter New Yorker Steueranwalt in der «New York Times» in Erinnerung: «Am Schluss wird es kein Steuerversteck mehr geben. Hier geht es längst nicht mehr nur um die UBS.» Und es geht nicht nur um die Steuermoral: Amerikas Kassen sind leer. Der Geldhunger der öffentlichen Hand ist riesig.

Der Kampf der USA gegen die Steuerhinterziehung und damit gegen das Geschäftsmodell der Schweizer Banken hört deshalb noch lange nicht auf. Er läuft auf vollen Touren. Das bekommt jetzt die Credit Suisse zu spüren, obwohl vorerst nur einzelne Bankangestellte im Fadenkreuz der Ermittler stehen. An der Zürcher Bahnhofstrasse und im Berner Bundeshaus klammert man sich an die Hoffnung, dass die US-Ermittlungen nicht einen ähnlichen Gang wie bei der UBS nehmen: von Strafe in mehrstelliger Millionenhöhe bis hin zum politischen Feuerwehreinsatz der Eidgenossenschaft.

Ausschliessen kann das niemand.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 25.02.2011, 22:15 Uhr

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