Leben

In Spinnweben gehüllt

Aktualisiert am 24.01.2012 5 Kommentare

Es ist ein Cape der ganz besonderen Art: Fünf Jahre lang sammelten 80 Mitarbeiter den Rohstoff dafür ein. Produziert wurde er von mehr als einer Million Spinnen.

1/5 Golden Girl: Model Bianca Gavrilas posiert mit dem Cape, das ab Mittwoch im Londoner Victoria und Albert Museum gezeigt wird. (23. Januar 2012)
Bild: AFP

   

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Das Londoner Victoria and Albert Museum zeigt ab morgen Mittwoch ein spektakuläres goldenes Cape, das ganz aus Spinnenfäden gewoben wurde. Der vier Meter lange, von Hand gefertigte Umhang ist gemäss dem Museum weltweit der aufwendigste und grösste seiner Art.

Fünf Jahre lang sammelten 80 Mitarbeiter täglich die Fäden von insgesamt mehr als einer Million Spinnen der Art «Golden Orb» auf Madagaskar. Dafür wurden die Weibchen morgens in der Natur eingesammelt und ihr Faden mit einer speziellen Vorrichtung gewonnen. Abends wurden die Seidenspinnen wieder ausgesetzt. Aus der Seide kreierten der Engländer Simon Peers und der Amerikaner Nicholas Godley, die jahrelang in Madagaskar lebten, den golden schimmernden Umhang.

Inspiriert wurden die beiden von Zeichnungen aus dem 19. Jahrhundert, die die lange Zeit vergessene Kunst des Webens aus Spinnfäden illustrierten. Zuletzt sei ein Gewand aus dieser speziellen Seide bei der Weltausstellung in Paris im Jahr 1900 gezeigt worden, erklärte das Victoria and Albert Museum. Es sei jedoch kein Exemplar erhalten.

(ami/sda)

Erstellt: 24.01.2012, 15:47 Uhr

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5 Kommentare

Eugen Fischer

24.01.2012, 20:49 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Ein absolut geniales Meisterwerk, in der Symbiose Natur und Mensch. Antworten


karin könig

24.01.2012, 18:33 Uhr
Melden 5 Empfehlung

welt der wunder! wunderschön! Antworten



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