Mit 37 Jahren alle 198 Länder der Welt bereist

«Die Mitternachtssonne und die Nordlichter in meiner Heimat sind einzigartig», sagt der Norweger Gunnar Garfors. Er muss es ja wissen: Er war schon überall.

Die Reise-Sucht hat den Norweger schon vor Jahren gepackt: Gunnar Garfors im November 2014.

Die Reise-Sucht hat den Norweger schon vor Jahren gepackt: Gunnar Garfors im November 2014.

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Ein Norweger hat vor seinem 37. Geburtstag 198 Länder besucht – und das, ohne seinen Job als Chef in einem Medienunternehmen aufgeben zu müssen, wie Foxnews.com schreibt. «Mir ist klar, dass nicht jeder das Privileg hat, die ganze Zeit zu reisen, jedoch glaube ich, dass es einfache Wege gibt, wenn man die Welt sehen möchte».

Es war die Neugier, die den heute 40-jährigen Gunnar Garfours dazu trieb, die Welt zu erkunden. Vor allem eher exotische Reiseziele wie Kenia, Tansania, China oder Indien interessierten ihn schon immer. Das Fernweh packte ihn aber erst nach einer Reise mit seinem Bruder nach Kirgistan und Kasachstan im Jahr 2004 – von da an war er geradezu reisesüchtig. Seine Abenteuer teilt er mit der ganzen Welt über Instagram.

#Ushuaia #Argentina

Ein von Gunnar Garfors (@garfors) gepostetes Foto am

Die Wette gilt: Ein Bier pro Land

Nach all der Gastfreundschaft, die ihm widerfahren war, stand für ihn fest: Er wollte jedes einzelne Land der Erde besuchen. Mit einem Freund wettete der Norweger, dass er bis zu seinem vierzigsten Geburtstag einmal um die Welt reisen würde. Der Wetteinsatz war klar: Ein Bier pro Land – spendiert vom Verlierer. Als im April 2013 nur noch ein Land auf der Liste fehlte, resignierte der Freund. Nach verlorener Wette löste er seine Schulden ein und Gunnar Garfours war nach seiner Rückkehr um 197 Flaschen Bier und einen Rum reicher.

Das eindrücklichste Land, das er in all den Jahren besucht habe, sei das sogenannte Tor zur Hölle mitten in der Wüste in Turkmenistan, vier Stunden Autofahrt von der Hauptstadt Aschgabad entfernt. Seit einem Brand in den 70er-Jahren trübt dort ein riesiges Loch die Wüsten-Idylle. Vor allem in der Nacht sei es ein eindrückliches Spektakel – nicht zuletzt, weil sich praktisch nie ein Tourist dorthin verirre.

«In der Zeit des Internets ist es schwer, nicht zu reisen»

«Ich habe die ganze Welt bereist, trotzdem bleiben die Mitternachtssonne und die Nordlichter in meiner Heimat einzigartig», sagt Garfors. Der Reise-Junkie möchte seine Erfahrungen und Erlebnisse am liebsten mit der ganzen Welt teilen. Nach seinem letzten Trip schrieb der Norweger ein Memorial «How I ran out of Countries» mit diversen Ratschlägen über die Sitten der einzelnen Länder oder Tipps zur Budgetierung, um nicht in Geldnot zu geraten. »

I'm recommending amazing #Seoul in the new edition of travel mag #Reiselyst. #198mireise #SouthKorea

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«Just do it», wie es der Slogan von Nike predige – das sei sein einziger Tipp an alle da draussen. Es gehe einzig und allein darum, Möglichkeiten auszuschöpfen. Ihm sei zwar klar, dass nicht jeder den gleichen Luxus wie er besitze, das Internet aber sicherlich einige Optionen bereitstelle. Couch-Surfing zum Beispiel sei eine günstige und lustige Möglichkeit, verschiedene Länder zu sehen. Und es müsse ja auch nicht immer der teure Sternekoch um die Ecke sein, manchmal reiche auch der Einkauf im Supermarkt.

Screaming street art in #Bergen, #Norway.

Ein von Gunnar Garfors (@garfors) gepostetes Foto am

Erstellt: 13.08.2015, 13:43 Uhr

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