Leben

Lötschberger werden aufgemotzt

Der jüngste Zug muss in die Werkstatt: Die Betriebssicherheit der BLS-Lötschberger wird erhöht – und Wünsche werden erfüllt.

Künftig mit Gepäckablage: Lötschberger-Zug der BLS.

Künftig mit Gepäckablage: Lötschberger-Zug der BLS.
Bild: Markus Hubacher

Ab November muss jede der 21 Lötschberger-Kompositionen für drei Wochen zum Erbauer Bombardier ins waadtländische Villeneuve. «Dort werden die Fahrzeuge mit Längsgepäckträgern versehen», begründet BLS-Mediensprecher Hugo Wyler den Werkstattaufenthalt der jüngsten Nah- und Tourismusverkehrsflotte der BLS.

Die Storen fallen weg

Die aufgefrischten Fahrzeuge werden damit Stück für Stück wieder in den Zugsbetrieb integriert. Die gesamte Lötschberger-Flotte wird bis Ende 2011 neu ausgerüstet sein. Für die Fahrgäste ändert sich im Innenraum der Komfort. Auf vielfachen Wunsch ihrer Kunden lässt die BLS an den Panoramafenstern nun Längsgepäckträger montieren. Der aufwendige Umbau bedingt angepasste Fensterstützen im Innenraum. Um die Sicht durch die hohen Fenster möglichst optimal zu erhalten, sind die Gepäckträger aus Glas. Der Einbau der Gepäckträger hat jedoch zur Folge, dass dort die Sonnenstoren wegfallen, da diese nicht mehr zugänglich sind. Neue Storenkästen müssten unterhalb der Gepäckträger im Fensterbereich angebracht werden. «Das wäre weder praktisch noch schön. Zudem sind die modernen Nahverkehrszüge heute alle ohne Storen gebaut», hält Wyler fest. Weitere Verbesserungen sind laut Wyler bei den Multifunktionsabteilen im Einstiegsbereich vorgesehen.

«Vibrationen in der Norm»

Ob die immer wieder kritisierten Vibrationen in den Zügen zwischen Thun und Bern auf die vom dichten Verkehr arg mitgenommenen Gleise zurückzuführen sind – über unruhigen Lauf auf dieser Strecke beklagen sich auch Passagiere im deutschen ICE – oder auf die Bauweise der Lötschberger, sei fraglich. Gemäss BLS wurde ein externes Gutachten erstellt, allfällige Massnahmen werden nun gemeinsam mit dem Hersteller geprüft. «Die Zugsvibrationen liegen in der Norm», hält Hugo Wyler fest. «Wenn sich Verbesserungen erzielen lassen, so werden wir diese umsetzen.» (Berner Zeitung)

Erstellt: 07.09.2010, 19:06 Uhr

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2 Kommentare

Aschy Furrer

04.11.2010, 01:22 Uhr
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Es gibt noch viele andere, unhaltbare Mängel im Lötschberger. Knallharte Sitze mit Stange unter dem Hintern in der 1. Klasse (!); die Wagen schlingern und klopfen bei jeder Fahrt, und alle Scheiben zittern dabei permanent; Fahrplan von und zum Simmental ist katastrophal, besonders in den Randstunden; das WC ist im falschen Bereich plaziert und drückt Abluft in die Wagen; die restlichen Mängel wurden andernorts schon aufgeführt... Antworten


André Perret

13.09.2010, 03:41 Uhr
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..."Um die Sicht durch die hohen Fenster möglichst optimal zu erhalten, sind die Gepäckträger aus Glas"....ja, das nützt aber nur, wenn die daraufliegenden Gepäckstücke auch transparent sind.... Wenn aber diese neuen Gepäck-träger nicht aus Glas gefertigt wären, dann würden neue Storenkästen wunderbar ins System passen...oh, well, es muss ja nicht praktisch sein! Antworten



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