Eingebildete Astronautin: «Alles ist futsch, alles»
Aktualisiert am 02.09.2010 107 Kommentare
Kurzer Ausschnitt aus der Sendung «Schweiz aktuell». (Video: SF/«Schweiz aktuell»)
Artikel zum Thema
Stichworte
Barbara Burtscher will nicht mehr länger schweigen. In der SF-Sendung «Schweiz aktuell» sagte sie heute in einem exklusiven Interview: «Ich habe mich gefühlt, wie in einem Krimi. Was da abgegangen ist, das habe ich nicht verdient. Das ist abnormal.» Sie habe Morddrohungen erhalten und sei gezwungen gewesen, unterzutauchen. Sie habe plötzlich an hohem Fieber von 40 Grad gelitten. Burtscher musste sich drei Tage krank schreiben lassen. «Ich wusste nicht mehr, was tun.»
Lange ist sie als angebliche Nasa-Astronautin von den Medien gefeiert worden. Kaum eine Zeitung hat nicht über sie berichtet. Vor zwei Wochen ist Barbara Burtscher dann vom «Tages-Anzeiger» als Hochstaplerin entlarvt worden. Sie hat geflunkert, was ihre Anstellung bei der Nasa betrifft.
Falscher Eindruck «tut mir leid»
Seither hat sich ihr Leben radikal verändert. Sie getraue sich kaum mehr aus dem Haus, weil die Leute mit dem Finger auf sie zeigen und sie öffentlich als Hochstaplerin anfeinden würden, so Burtscher gegenüber «Schweiz aktuell». Die 25-jährige Physik-Lehrerin beteuert ihre Unschuld. Sie habe sich nie als Nasa-Astronautin bezeichnet. «Wenn ein falscher Eindruck entstanden ist, so tut es mir leid», so Burtscher. Damit entschuldigt sie sich erstmals öffentlich.
An der Kantonsschule Wattwil unterrichtet Burtscher Physik. Dort steht der Rektor Martin Gauer nach wie vor hinter der Lehrerin. Er sagt: «Es ist ihr auch ein Stück Unrecht angetan worden. Sie war vielleicht nicht immer ganz präzise mit den Begrifflichkeiten. Aber sie ist weit davon entfernt, eine Lügnerin zu sein. Sie ist eher ein Stück weit eine Träumerin gewesen.»
Burtscher ist auch Veranstalterin des jährlichen Astronomietages. Der auf den 11. September geplante Anlass in Basel ist nun aber gefährdet: «Ich muss schauen, wie es weitergeht. Die Sponsoren sind abgesprungen, den Astronomietag kann ich nicht durchführen, alles ist futsch, alles.» (bru)
Erstellt: 31.08.2010, 21:20 Uhr
WRITE A COMMENT
107 Kommentare
@H.U. Suter: Ich hab nicht vor, "auf den Mann" zu spielen. Die naturwissenschaftlichen Forscher, von denen ich weiss, scheinen mir sehr engagiert in ihrem Fach und ihrer Arbeit. Ich seh nicht, weshalb "Engagement" ein exklusives Merkmal von Hochstaplern sein soll. Vielleicht reden wir ja bloss aneinander vorbei: Inhaltlich objektiv, im Umgang /der Vermittlung des Inhalts engagiert. Antworten
@Micheal Otto. Sie spielen natürlich auf den Mann. Und ich kann nur sagen, dass es für mich ein Widerspruch ist, und wenn Hochstapler und Betrüger "engagiert" sind, so ist es mein Ziel "nicht engagiert" zu sein und mich aufs Fach zu konzentrieren und mit dem Inhalt desselben objektiv und emotionslos umzugehen. Antworten
@ H. U. Suter: Zitat "In der Physik übrigens, geht es um Objektivität (=Wissenschaft) und nicht um Engagement, vielleicht ist das Fach deshalb unbeliebt." B. Burtscher arbeite als Physik-Lehrerin, und dort ist Engagement unabdingbar. Sie wird also Objektivität in der Materie und Engagement im Vermitteln durchaus zu kombinieren wissen. Objektivität und Engagement sind ja auch keine Gegensätze. Antworten
@Cecile Wunderli Nein, das muss ich aber auch nicht. Wahrscheinlich ginge auch Felix Krull (sagt Ihnen hoffentlich was) als guter Lehrer durch, oder Karl May, ist anscheinend ein ähnlicher Fall. Sie aber haben 14 Fächer oder so für die Matur. In der Physik, müssten Sie eigentlich alle Experimente und Theorien nachvollziehen können (unabhängig vom Lehrer!), nun wissen Sie aber schon, dass...also? Antworten
Frau Barbara Burtscher entäuscht. Sie lebt in einer fiktiven Welt, in der sie die Realität zur Fantasie nicht mehr unterscheiden kann. Sicher ist sie überdurchschnittlich intelligent, doch Genie und Wahnsinn sind oft nahe beinander. Frau Brutscher hat offensichtlich eine Wahrnehmung die der Realität nicht mehr entspricht. Auch ich habe gestaunt und geglaubt, doch leider alles nur Lug und Trug Antworten
Was die Wahrheit ist, interessiert mich nicht. Es ist von allen Seiten aus gesehen eine richtige Witzgeschichte. Ist sie nun eine angehende Astronautin und hat Sie einen Arbeitsvertrag oder nicht, egal. Zum einen ist das doch ein riesen Theater dass den Medien im "Sommerloch" sicherlich gelegen kommt und zum andere muss sie das mit Ihrem Gewissen und den moralischen Grundsätzen selber bereinigen. Antworten
Es ist doch interessant, dass sich vorallem Gutstudierte darüber beschweren ;-). In der Schweiz ist es halt so gehalten in intellektuellen Kreisen, dass der Unkonventionelle weg verpönt wird. Ist jemand schneller mit dem Studium durch oder besonders gut in etwas wird er von den noch "Studierteren" Individuen als unterqualifiziert hingestellt, was dann als Beweis genügt. *gg* ;-) Super !!! Antworten
Mediale Berichterstattungen wie solche um Barbara Burtscher und Dominique Gisin ("Militärpilotin", Physikgenie"), bei welchen es an eigentlichen Leistungsnachweisen mangelt, haben an akademischen Institutionen einiges Köpfschütteln ausgelöst. Mit Blick auf die dramatis personae wie auch auf die Medien stellt sich die Frage nach ethischer Urteilsfähigkeit und Urteilswilligkeit aller Beteiligten. Antworten
Ein paar Dinge hat die Frau ja auch geleistet. Alle Fotos werden kaum gefaked sein. Vor allem hat sie aber etwas etwas, was der Schweiz fehlt: Eine Vision und ein Traum. Dabei hat sie sich mit Hilfe der Medien wahrscheinlich etwas "überverkauft". Sie hat sich dafür entschuldigt und will Ihren Weg weitergehen. Ist ok! An die MEDIEN: Mehr Tiefgang und mehr Langfristigkeit ist dringend notwendig. Antworten
Klar, Burtscher hat den Promistatus nicht verdient, da es die ihr nachgesagte steile Nasa-Karriere nicht gibt. Sie hat jedoch intellektuell schon mehr geleistet als Promi-Nudel P. Hilton in ihrem ganzen Leben. Evtl. schafft sie es über Umwege doch noch zur Astronautin, doch sollte sie sich weder den Medien anbiedern, noch die Medien sich ihr anbiedern. Nicollier war vor 1992 auch nahezu unbekannt. Antworten
In der (Astro-)Physik gilt, dass nach einem 3-jährigen Grundstudium (Bachelor) ein Aufbaustudium (Master) folgt, ein nachfolgendes 3- bis 4-jähriges Doktorat und weitere aktive Forschungstätigkeit (Publikationen !) sind quasi unumgänglich, sofern man eine seriöse Karriere als Forscher/in anstrebt. Danach gilt man in der Forschergemeinschaft als "Astrophysiker/in" (mit ca. 30-35 Jahren). Antworten
All die vielen "Butscherverteidiger" sollten sich mit Claude Nicollier beschäftigen. Die Schweiz hat nämlich ein Person deren Lebenslauf als Astronaut und Persönlichkeit ein Vorbild ist. Für Schüler die ernsthaft Astronaut werden wollen (zuerst Pilot, dann Astrophysik, btw) sollten sich bei der ESA (die auch Orientierungen abhält (eine letztes jahr an der ETHZ)) kundig machen. Antworten
@Cécile Wunderli Das waren ja nicht nur die Medien, sondern sie hat auch an der UniZH in einem Vortragstitel und in einem BLOG sich als Nasa-Mitarbeiterin bezeichnet. Damit ist für mich "Hochstapler" klar auch juristisch hieb und stichfest und darauf kommt es an. In der Physik übrigens, geht es um Objektivität (=Wissenschaft) und nicht um Engagement, vielleicht ist das Fach deshalb unbeliebt. Antworten
Ein interessanter Fall.Bin überzeugt, B. Burtscher hat dies in Ihrer Wahrnehmung so erlebt. Umsomehr sie die Sache genau beschrieben hat.Ich kenne Personen,die über Jahre hinweg Lügengeschichten so aufbauen,dass dies von allen als wahr angesehen wird.Am gefährlichsten wird es für die beteiligten Personen,die hilfreich Unterstützung geben,was letztendlich zu gerichtlicher Verurteilung führen kann. Antworten
@Hans Ulrich Sutter Frau Burtscher unterrichtet mit sehr viel Leidenschaft, die jeder Schüler spürt. An dieser Stelle kann ich mich nur für sie rechtfertigen, da ich mit Bestimmtheit weiss, dass Frau Burtscher keine ''Hochstaplerin'' ist. Die ganze Mediengesellschaft kann denken was sie will, aber wer Frau Burtscher persönlich kennt weiss das dieser Zeitungsartikel nicht der Wahrheit entspricht! Antworten
@Urs Keller: Bachelor contra Master??? Wissen sie eigentlich dass ein 20-jähriger Berufsmaturand zum Bachelor zugelassen ist? Dann wissen sie sicher auch dass das ein Studiengänger im Masterstudium erst bei bestandener Bachelorprüfung zugelassen ist? Bitte besser recherchieren! P.S. Der Masterstudiengänger arbeitet meistens noch zwischen 80 - 100% Antworten
Sehr geehrter Herr Hans Ulrich Suter, ohne Frau Barbara Burtscher oder Cécile Wunderli persönlich zu kennen, würde ich mich nicht getrauen, ein so hartes Urteil zu sprechen. Und Sie wissen doch sicher auch, wer am längeren Hebel sitzt, wenn man juristisch vorgehen will, oder? Frau Wunderli, hören Sie Frau Burtscher getrost weiter zu, und überprüfen Sie es. Niemand ist perfekt! :) Antworten
auch ich bin eine schülerin von burtscher und habe ihren karrierensprung miterlebt und verfolgt. ich muss sagen, dass ich stolz bin eine solche lehrerin zu haben wie frau burtscher und kann deshalb nicht verstehen wie man sie als hochstaplerin bezeichnen kann wenn man sie nicht einmal persönlich kennt. sie eine liebenswerte und lustige person und hoffe, dass bald gras über diese sache wächst! Antworten
Als tatsächlicher Astrophysiker, der nach 15 Jahren Ausbildung inklusive Master und Doktor eine Anstellung im Ausland mit Distanzbeziehung und einen Hungerlohn von 2000 Euro ohne babyfreundliche Sozialleistungen oder Altersvorsorge in Kauf nimmt, um das Privileg zu geniessen, wissenschaftliche Forschung zu betreiben, freue ich mich über diese Richtigstellung. Die Hauptschuld liegt bei den Medien. Antworten
Obs vielleicht nicht auch damit zusammenhängt, dass die Schweiz nur noch eine Nachrichtenagentur hat? Was dort veröffentlicht wird, übernehmen alle, weil keine Konkurrenz mehr da.. Nur als Anstoss zum Nachdenken, die Sicht auf das Thema aus einer komplett anderen Richtung. Antworten
@H. U. Sutter: Ob B. B eine Aufschneiderin ist oder nicht, sei dahingestellt. Sie erklaert die Materie jedenfalls begeistert und ich kann sie mir als sehr gute Lehrerin vorstellen. Dass Sie dann noch einen Zusammenhang zwischen B. B. und der mangelnden Lehrbuchqualitaet herstellen entbehrt jeder Logik. Bei Ihnen moechte ich nicht in die Nachhilfe. Antworten
@Cécile Wunderli Tur mir echt leid, aber wenn Sie das gesagt hätte(was ich Ihnen nicht abnehme), so hätte Butrscher (gerade Sie) sich mit juristischen Mitteln (und zweifelhaftem Erfolg) gegen die Preseemitteilungen (eg. NASA-Mitarbeiterin) gewehrt. Auf alle Fälle würde ich an Ihrer Stelle den Physikunterricht bis zur Matur vergessen, hoffentlich finden Sie danach Zeit davon etwas zu lernen. Antworten
Doch, es ist anderen schon vor vielen Monaten aufgefallen. In Spacecamps nehmen sonst ja vornehmlich nur Kinder und Jugendliche teil. >>Hätte nicht ein Telefonanruf bei Bruno Stanek oder C. Nicollier etwas gebracht? << Zumindest sind beide Herren am astronomietag (http://www.astronomietag.ch/) als Referenten vertreten - und immerhin wurde der Anlass von Frau Burtscher organisiert. Antworten
Diese Frau lebt einfach nur ihren Traum und es ist ja auch niemand zu Schaden gekommen (im Gegensatz zu den grössenwahnsinnigen Banker). Ich hoffe, dass Frau Burtscher den Glauben an ihr Ziel nie verliert und weiter mit dieser positiven Begeisterung für ihren Traum kämpft. Und die Medien bekommen schlussendlich nur das, was sie auch selber gesucht haben... Antworten
Im Rahmen einer 100-Jahre Schweizer Luftfahrt Veranstaltung habe ich einen Vortrag von Frau Burtscher gehört. Als Luftfahrtingenieur hatte ich schon damals grosse Zweifel an dem was ich da gehört habe (fachlich und qualitativ). Nun staune ich aber nicht schlecht. Ob das niemandem sonst aufgefallen ist? Antworten
Egal ob Frau Burtscher nun eine Hochstaplerin ist oder nicht, BLAMAGE bleibts so oder so für die Medien! Hätte nicht ein Telefonanruf bei Bruno Stanek oder C. Nicollier etwas gebracht? Falls Frau Burtscher doch keine Hochstaplerin ist, sollte sich dann aber der Tagi für seine Schlagzeilen öffentlich entschuldigen, wie er es auch jetzt müsste, weil er unrecherchieret was druckte! Antworten
@Eric Menning: Ein Bachelorabschluss in Physik dauert 3 Jahre (bspw. an der ETH), ein Master in der Regel 1.5 Jahre. Die anspruchsvollsten Lehrveranstaltungen sind meistens im Bachelor zu finden. Jedoch ist sowohl für Physik und Mathematik das Bologna System eher zweitrangig: Viele Vorlesungen können im Master und Bachelor angerechnet werden. Tatsächlich aber machen die meisten einen Master. Antworten
Da sieht man wieder, wie fundiert die Medienleute recherchieren. Wenn die Meute dann merkt, dass ihnen ein Bär aufgebunden wurde, lädt man den Müll halt der/dem Bärenaufbinder/in ab, die sich ja ohnehin nicht mehr wehren kann, weil ihr jedes Wort sofort umgedreht wird. Hochstehender Journalismus ist in der Schweiz einfach nicht mehr zu finden. Shame on Printmedien! Antworten
Jaja die bösen Medien. Aber so einfach ist es nun doch nicht. Frau Burtscher schafft es mit Ihrer unsäglich peinlichen Story alle seriös und engagiert arbeitenden Astronomen und Astro-Studenten mit einem realen Traum in die Witzecke zu stellen. Merci. Antworten
Auf ihrer Webseite heisst es: WICHTIGER HINWEIS: Hacker in der Mail-Box: Die Medienmitteilung vom 16.August 2010 mit dem Titel "Barbara Burtscher zieht sich aus der Medienwelt zurück" stammt NICHT von mir und wurde von einem Hacker in meinem Namen versandt. Diese Mitteilung entspricht nicht der Wahrheit - ich werde der Sache nachgehen. Antworten
Respekt an Frau Burtscher :) Sie ist der lebende Beweis dafür, dass die Menschen nur das hören und sehen, was sie auch wirklich sehen udn hören wollen. Ob es nun der Wahrheit entspricht, ist eher zweitrangig. Wo ein Held (oder Heldin) benötigt wird, wird einer geschaffen ;). Schade nur, dass in der Politik aus so kleinen Geschichten nichts grosses wächst..... Antworten
@M. Schneider: Um Ed Mitchell einzuladen sind Verbindungen zur NASA nichts Wert. Ed Mitchell hat seit fast 40 Jahren nichts mehr mit der NASA zu tun. Er hat ja einen etwas zweifelhaften esoterischen Ruf und nutzt jede Platform dafür, die sich ihm bietet. Antworten
Bravo, encore! Mag ich da den Journalisten zurufen, die so vordergründig darauf bedacht sid das eigene Nest sauber zu halten. Ist diese Geschichte nur Mittel zum Zweck den anderen Hyänen den bedingungslosen Aasfrass vorzuwerfen oder ist es wirklich im SInne der Leserschaft genau recherchiert, hinterfragt und wertfrei präsentiert? Ich zweifle, leider wie schon so, oft am Vorsatz des Schreiberlings. Antworten
Es gibt Menschen, welche von einem ziemlichen Grössenwahn erfasst werden. Ich glaube Frau Burtscher gehört dazu. Ich finde es bedenklich, wenn man sich, mehr als ein Jahr lang alle auf eine falsche Fährte führen kann und das niemandem auffällt. Ich würde mich schämen an Frau Burtschers Stelle. Antworten
Dieser Artikel über Frau Burtscher ist ein Witz! Ich als Schülerin von Frau Burtscher kann sagen, dass Frau Burtscher vom ersten Schultag an betont hat nicht in diesem Rahmen für die NASA zu arbeiten!... Bei diesen Medien kommt es nicht darauf an welche Leute man ins falsche Licht stellt. Es geht einzig und allein darum den Bestmöglichen Artikel zu präsentieren. Ich finde es eine Schande! Antworten
Ein österreichischer Germanist hatte sich den Spass erlaubt, unsinnige Gedichte unter einem Pseudonym zu veröffentlichen. Seine guten Verbindungen zu den Medien bewirkten, dass sie in der Presse gelobt wurden. Ein grosser Stern am Himmel der modernen Lyrik sei aufgegangen. Sogar die NZZ meinte dies, und dies sogar noch dann, als sich der "Dichter" dazu bekannte, einen Spass gemacht zu haben.... Antworten
Tja, "sex sells" trifft halt immer noch zu - im speziellen in dieser Domäne. Wäre das ein NASA begeisterter junger Mann gewesen hätte wohl kein Hahn danach gekräht. Dasselbe Medien-Phänomen müssen wir jeden Ski-Winter über uns ergehen lassen, wenn es wieder heisst "Dominique Gisin, unsere Beinahe-Militärpilotin ist unterwegs". Sie hatte gerade mal die Vorschulung absolviert.Medien-Hype ohne Ende Antworten
So wie ich sie einschätze bin ich überzeugt, dass es ihr immer um die Sache und ihren Lebenstraum ging und nie darum, die eigene Person ins Zentrum zu stellen. Jetzt alles dieser Frau in die Schuhe zu schieben ist genau so unseriös wie die ausgebliebenen Recherchen der Medienleute. Frau Burtscher, machen Sie einfach weiter und ignorieren Sie das neidische oder hämische Publikum. Antworten
Leute, die in den Weltraum wollen sind sowieso komische Vögel. Ich kenne in meinem Umfeld niemanden, der allen Ernstes in einer engen Kapsel ins All geschossen werden möchte. Ganz abgesehen von den Kosten und der Unmöglichkeit, je mit mehrfacher (!) Lichtgeschwindigkeit aus dem Sonnensystem auszureisen. Das sind Träumer, erfinden gerne abenteuerliche Geschichten. Medien fallen oft drauf rein. Antworten
Wer hat denn die ganze Geschichte unkritisch mediatisiert? Die Journalisten!! Jetzt kommen sie mit einer Aufdeckungs-Story noch zu einem zusätzlichen "Skandälchen", das sie ausschlachten können. Man will uns immer wieder weismachen, die bezahlten Zeitungen hätten mehr Niveau und seien qualitativ besser als Gratisblätter. Leider ist das immer weniger der Fall... Antworten
Gratuliere der Frau. Es zeigt, wie gut die Medien recherchieren, bevor sie irgend eine Story publizieren. Passiert laufend (man sehe sich all die Geschichten um die "bösen" Amis an) und die meisten Leser fallen darauf rein. Ich bin kein Astronaut, auch wenn ich nicht sehr weit vom Space Center Houston weg wohne. Also kontaktiert mich bitte nicht für eine Story.... Antworten
Da wird ein Element herausgestrichen - sie soll aber auch, wie sie selbst sagt, an Nasa-Ausbildungen teilgenommen haben (Experimente in einer Wüste im Raumanzug etc. - kam mal bei Focus, DRS3) und noch einiges geschafft haben - wieviel davon stimmt weiss ich nicht, aber dieser Artikel ist definitiv nicht umfassend. Antworten
Recherchieren sollte beim Journalismus das nonplusultra sein:-) Aus Erfahrung kann ich aber sagen, dass es Aeschbacher damit überhaupt nicht genau nimmt. Hauptsache er bringt Leute ins Studio! Egal ob Printmedien oder sonstige Medien, wenn das Interesse da ist, verliert man schnell den Kopf, oder? Mühsam ist, dass man danach aber um vom eigenen Unvermögen dann aber mit Schlamm um sich wirft! Antworten
Auf den Leim gekrochen Wieder mal eine mediale Geschichte, wo eben genau die Medien auf dem Leim kleben bleiben. Was immer sie wollen..die Medien..sie bleiben an der Geschichte kleben. Frau Barbara Burtscher sollte eigentlich darueber lachen. Ich sowieso. Die Medien koennen dann im Stlillen das Loesungsmittel fuer Klebemittel einsetzten. Das ist bei denen fast immer in der obersten Schublade. Antworten
Lasst Barbara Ihren Traum träumen. Sie ist in einer fantastischen Welt und kann Dich in einem persönlichen Gespräch in diese Welt der Begeisterung (Ihre Begeisterung und Ihre Leidenschaft) mitnehmen. Von einer Hochstapplerin zu schreiben finde ich nicht angebracht. Viel mehr sollten wir Menschen die krasse Realität mit einem so fantastischen Wunschmärchen (Die Grenzen sind verschwommen) geniessen. Antworten
Das ist eine Schande wie sich diese Barbara Burtscher gegenüber der Schweizer Oeffentlichkeit verhalten hat. Heute ist von einem Missverständis die Rede - alles Lügen! Schade für diese talentierte Mädchen. Nun hat sie selber ihre Zukunft ruiniert. Antworten
Die Geschichte war mir immer irgendwie suspekt. Auch ich träumte als Junge vom Weltall und besuchte sogar das Houston Johnson space center in Texas wo der Raumanzug Nicollier's ausgestellt war. Aber gegen diese Geschichte hatte ich immer Vorbehalte. Jedoch finde ich es auch ein wenig Sympathisch wenn sich die Medien und vor allem IWC an der Nase herumführen haben lassen. Antworten
Wenn man sich Frau Burtschers Qualifikationen anschaut - Bachelor in Physik (kein Masterabschluss oder Doktorat und somit, wenn überhaupt, auch keine Forschungserfahrung), Tätigkeit als Lehrerin, also nicht im wissenschaftlichen oder technischen Bereich, keine fliegerische Ausbildung - wird schnell klar, dass sie (momentan) keine realistische Chance auf eine Rekrutierung zur Astronautin hat. Antworten
Warum werden die Medien erst jetzt darauf aufmerksam? Warum haben die Medien, die sonst jedem kleinsten Detail nachjagen, das nicht vorher getan? Und jetzt will man alles der Frau anhängen dass es so eine Story darum gegeben hat? Es zeigt auf, dass auch Medienmenschen wohl nicht frei von Schuld und Zweifel sind. Aber bitte dann fair sein und es nicht auf ihr alleine abladen. Antworten
Urschweizerisch: Kaum hat jemand mit etwas Erfolg, was er/sie gerne macht, dann wird gleich nach einer Schwachstelle gesucht und mit der Demontage begonnen. Natürlich war offensichtlich nicht alles 100% korrekt, aber über einen Medienneuling, die in die Medienmaschinerie "geraten" ist, auf diese Weise zu schreiben ist nicht ok. Meiner Meinung nach völlig überrissen... Antworten
Bestenfalls wartet die Dame auf Beantragung oder Erteilung einer US Arbeits-Aufenthalts-Erlaubnis durch einen US Arbeitgeber resp. Einwanderungsbehörde. Die CH-Presseberichte könnten ihre Chancen dazu verbessern. Ohne Arbeitserlaubnis droht ihr in USA bei Erwerbstätigkeit eine sog. Deportation, Rückführung, in die CH. Deshalb wird sie selbst natürlich offizielle NASA Dokumente nie publik machen. Antworten
Interessant ist ja, dass die Bildungsdepartemente offensichtlich Hochstapler als Physiklehrer anstellen. Erstaunen sollte mich das allerdings nicht, erklärt es doch die unglaublich vielen Fehler die man als Nachhilfelehrer, ziemlich ausschliesslich in den Unterlagen für den Physikunterricht findet. Antworten
Selbst wenn die Frau eine echte Hochstaplerin sein sollte, ist dies nicht von Bedeutung. Vielmehr zeigt diese Geschichte klipp und klar die Qualität der heutigen Medienlandschaft auf: Berichte werden nicht überprüft, einfachste Recherchen nicht getätigt und vor allem wird einfach munter drauf losgeschrieben. Der kürzlich erschienene Bericht über die tiefe Qualität der Printmedien präzisiert dies. Antworten
Man kann dieser Frau nur gratulieren. Ich finde diese Frau einfach genial. Wir brauchen noch mehr solche Leute! Schlechte Meldungen über Katastrophen und Kriege haben wir doch genug. Also warum nicht an den Abenteuern unserer Space Lady freude haben und mitfiebern? Wenn man schon den Promimüll in den Zeitungen liest, dann kann man getrost auch Frau Burtscher's Abenteuer lesen. Weiter so! Antworten
Hier wird einer jungen Frau aber extrem auf die Finger geschaut. Dass frau sich bei soviel Publikumsinteresse auch mal vertut, ist ihr nicht anzulasten. Andererseits werden in den Medien weit komischere Dinge weit aufgebläht. So huschte gestern eine Andermatt-Sawiris-Doku über den TV, wo man vergeblich nach Hinterfragungen sucht. Der Mann wird unkritisch über den grünen Klee gelobt obwohl, ja eben Antworten
Die Medien berichten das, wovon sie denken, dass es die Leser/Zuschauer interessieren könnte… Dazu gehören Geschichten mit Halbwahrheiten, da die ganze Wahrheit oft unspektakulär langweilig ist. Diese Frau scheint für die Medien perfekt zu sein - sie bietet das, was niemand hat oder kann, und passt zu den Medien wie die Faust aufs Auge - oder auf die NASA... Antworten
Herrliche Story. Faszinierend wie sich gestandene Herren von einer jungen Frau derart an der Nase rumführen lassen. Immerhin hat sich der Autor eingestanden, dass auch der TA auf die angehende Astronautin reingefallen ist. Boulvardisierung ohne Grenzen: Sie macht einen Tandemsprung! und kommt damit als Astronautenhoffnung in 20 min. Vielleicht sollte man die Bundesgelder für den Astronomietag... Antworten
Unabhaengig davon, ob die Medienmitteilung nun von ihr stammt oder nicht, wurde ihre Geschichte uebermaessig aufgebauscht. Gerne mag man ihr glauben, dass der Blick und 20 Minuten nicht gerade zurueckhaltend waren. Frau Burtscher ist zu wuenschen, dass sie ihr Studium noch abschliesst (ein Bachelor ist akademisch wertlos) und sich trotz Lehrermangel wieder der Forschung widmet. Antworten
Na also doch. Nun trampelt aber nicht auf dem Mädchen rum. Peinlich ist die ganze Angelegenheit vor allem für die Medien, welche die ganzen Sache voll naiv übernommen haben. Ich frage mich, was an anderen unüberprüften Peinlichkeiten in Schweizer Illustrierte, Blick, Sonntags- und anderen Zeitungen oder auch im Fernsehen dem Publikum aufgetischt wird. Antworten
Kleider machen Leute! Ein riesiges Bravo dass die "Jurnis" darauf herein gefallen sind. Ich kenne den Kaiser von China "ich weiss dass er gerne Reis isst, jeden Tag eine halbe Stunde die Zeitung liest". Ist jemand auf diesen Witz herein gefallen. Wir werden doch den ganzen Tag mit "Unwahrheiten" bedient, weil niemand nach denkt was realistisch oder nicht. Gruss an alle die auch hinter dem Mond... Antworten
Sie sollte halt eine Pilotenausbildung machen. Dann kann sie später Flugcaptain werden bei der Air Fresh. Es gibt noch etliche solcher Spezialisten in der Schweiz, welche ohne etwas genau so gesagt zu haben, eine unkritische Presse dazu bringen, den Schwindel wie gewollt auszuformulieren. Einzelne solcher "Kommunikationsexperten" haben es bis zum Spitzenpolitiker gebracht. Antworten
Frau Burtscher habe ich am Astronomietag in Zug erlebt. Ich bewunderte ihre Begeisterung, mit der sie uns das Thema Weltall näherbrachte. Auch wenn nicht alles stimmt, was seither in den Zeitungen zu lesen war, bleibt mir der von ihr mitorganisierten Tag in bester Erinnerung. Wer weiss, vielleicht sitzt sie in 20 Jahren auf dem Mars und schmunzelt über den Wildwuchs der Presselandschaft von 2009. Antworten
Eine Geschichte mit verschiedenen Verlierern. Neben Barbara Burtscher sind es insbesondere die Medien: Seriöses Recherchieren scheint nicht mehr Mode zu sein. Wie auch die Leser: Was kann / darf / soll man noch glauben? Letztlich eine Folge einer Gesellschaft, in der Auffallen um jeden Preis gilt. Und das Motto "Perception is Reality" ... Antworten
Die Dame lebt wohl in einer Scheinwelt. Auf ihre Website steht heute, dass ein gestriges Mediencommunige, dass Sie sich von der Medienwelt zurückziehe, von Hacker verbreitet wurden und nicht stimme... Ob dies stimmt? Ich wage es zu bezweifeln! PS: Rüffel an die Medien: Solange ungeprüft reingefallen entspricht wohl nicht Qualitätsjournalismus! Antworten
Spacecenter hin, Tischtennis her: Ich kann mir so richtig vorstellen, wieviele jetzt genüsslich denken: "Ha, ich habs ja gewusst, die ist ja auch nicht besser als ich." Auch wenn geblufft: Die Schweiz liebt es ganz einfach "Hochstapler" zu entlarven und aufzuzeigen, dass man doch lieber alles genormt und durchschnittlich hat. Antworten
Tja, trüge Frau Burtscher auf dem Foto einen Helm mit verspiegeltem Visier, wie es sich für einen Raumfahrer (oder Raumfahrerin) gehört, sähe man darin ganz sicher das Abbild der sich gerne in solchen Geschichten sonnenden Journalisten. Spätenstens dann käme man auf den Boden der Tatsachen zurück... Ich mag nicht daran denken, wie viele Geschichten in den Medien ähnlich abgehoben sind. Antworten
Leben
Emil Frey AG Autocenter Bern
Geniessen sie die Strasse mit dem neuen Subaru XV. Nur im Emil Frey Autocenter Bern.

Die Welt in Bildern





lucia sourlier
hat die burtscher irgendwem was zuleide getan - tote?verlezte? nein. also lasst sie doch in frieden. ich bin sicher so mancher hätte ähnlich gehandelt,währe er in ihrer situation gewesen. zu "hochstaplerei" neigt doch fast jeder in einem gewissen masse. in der welt laufen viel grössere lügner und auch mörder herum, auf welche man nicht mit dem finger zeigt, sondern sich noch vor ihnen verbeugt. Antworten