Leben

Ein verblüffend einfaches Rezept gegen Gedächtnisschwund

Von Philipp Löpfe. Aktualisiert am 09.02.2011 14 Kommentare

Die Leistungsfähigkeit des menschlichen Hirns nimmt im Alter ab. Forscher haben nun ein Rezept gefunden, wie der drohende Gedächtnisverlust verhindert werden kann.

Mit etwa 55 Jahren nimmt die Hirnleistung ab: Ältere Frauen sitzen auf einer Bank.

Mit etwa 55 Jahren nimmt die Hirnleistung ab: Ältere Frauen sitzen auf einer Bank.
Bild: Keystone

«Wahrscheinlich ist das bereits Alzheimer», pflegen Menschen im Alter von über 50 meist mit einem gequälten Lächeln zu sagen, wenn sie etwas vergessen haben. Gedächtnisverlust im Alter ist etwas, wovor wir uns alle fürchten.

Eine Ende Januar von der amerikanischen National Academy of Sciences veröffentlichte Studie ist den Gründen der Vergesslichkeit nachgegangen. Und sie macht uns Hoffnung: Regelmässiges Wandern trainiert auch das alte Hirn.

Ab 55 gehts abwärts

Im menschlichen Hirn ist der Hippocampus zuständig für das Gedächtnis. Im Alter zwischen 55 und 60 beginnt seine Leistung abzunehmen. Dieser Prozess kann verlangsamt oder gar verhindert werden. Um dies zu beweisen, haben die Psychologen zwei Testgruppen gebildet.

Das durchschnittliche Alter der 120 Teilnehmer lag bei Mitte 60. Die eine Gruppe musste dreimal pro Woche einen Wanderparcour absolvieren, der jeweils 40 Minuten in Anspruch nahm. Die andere Gruppe hielt sich währenddessen mit Aerobic und Yoga fit.

Der Versuch dauerte ein Jahr lang, danach wurden die Hirne der Probanden gescannt. Das Resultat fasst die «New York Times» wie folgt zusammen: Bei der Wandergruppe hatte sich der Hippocampus um etwa zwei Prozent vergrössert, bei der Aerobic- und Yoga-Gruppe war er um durchschnittlich 1,4 Prozent geschrumpft.

Es braucht keinen Fitnessraum

Bei beiden Gruppen hatte sich das räumliche Gedächtnis verbessert, bei der Wandergruppe jedoch deutlich stärker. Der Leiter der Studie, Professor Kirk Erickson von der University of Pittsburgh, kommt deshalb zu einem erfreulichen Schluss: «Die Menschen brauchen keinen Fitnessraum, um das Gehirn zu trainieren. Ein paar solide Schuhe genügen.» (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 09.02.2011, 17:48 Uhr

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14 Kommentare

Karl Niedermann

09.02.2011, 15:46 Uhr
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Würde sich doch wunderbar eignen für eine neue Werbekampagne von SchweizTourismus. Antworten


roland greber

09.02.2011, 14:24 Uhr
Melden 1 Empfehlung 0

Wenn Herr Professor Kirk Erickson an Alzheimer Erkrankte kennen würde, so hätte er auch bemerkt, dass diese eigentlich meist noch sehr gut zu Fuss unterwegs sind. Irgendwie ist diese Studie für die Füchse. Vermutlich wäre es besser, direkt in das Umfeld von Alzheimer Erkrankten zu investieren, anstelle von Akademiker und Studien. Antworten



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