Neujahrsmesse im Petersdom
Feuerwerk und Parties. (Video: Reuters )
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Die Nacht der Nächte soll etwas ganz besonderes sein. Doch je grösser die Erwartungen an eine Silvesterfeier sind, desto eher können sie enttäuscht werden. Sind Sie zufrieden mit ihrer Party oder war der Abend ein Reinfall?
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Der Abend war mies
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197 Stimmen
Haben angestossen: In Neuseeland und Australien ist Silvester schon vorbei.
So feiern Promis Silvester. (Video: Keystone )
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Papst Benedikt XVI. hat bei der heutigen Neujahrsmesse die Erziehung junger Menschen als Schlüssel zum Weltfrieden bezeichnet. Die Vermittlung fundamentaler Wertvorstellungen werde zu einer Zukunft der Hoffnung führen, sagte das katholische Kirchenoberhaupt heute im Petersdom in Rom.
Junge Menschen seien von Natur aus offen gegenüber dem Dialog und dem gegenseitigen Respekt. Würden sie anständig erzogen, könnten sie «Baumeister des Friedens» sein. Der Papst warnte jedoch auch vor «den Schatten, die den Horizont der Welt von heute verdunkeln». Es bestehe die Gefahr, dass die soziale Realität junge Menschen zu Intoleranz und Gewalt verleite, sagte Benedikt XVI.
Silvesterzauber auf der ganzen Welt
Auf der ganzen Welt haben Milliarden Menschen den Jahreswechsel ausgiebig und fröhlich gefeiert.
Auch in der Schweiz liessen die Menschen die Korken knallen und die Feuerwerksraketen explodieren. In Zürich, Basel und Genf wurde das neue Jahr mit Feuerwerk-Spektakeln begrüsst. Allein in Zürich wurde mit 200'000 Zuschauerinnen und Zuschauern gerechnet, die den 20 Minuten dauernden so genannten «Silvesterzauber» über dem Zürcher Seebecken verfolgten.
In Basel wiederum wurde das beginnende Jahr mit einem Feuerwerk über dem Rhein gefeiert und in Genf über der Seebucht. Überall läuteten Kirchenglocken das neuen Jahr ein.
Eine Million feierten in Berlin
Bei Deutschlands grösster Silvesterparty, am Brandenburger Tor in Berlin, bejubelte nach Angaben der Veranstalter über eine Million Menschen das spektakuläre Feuerwerk.
Schon Stunden zuvor hatten Besucher die Strasse des 17. Juni in einen Hexenkessel verwandelt. Ausgelassen tanzten, sangen und hüpften sie zu den Songs deutscher und internationaler Stars. Unter anderem heizte der Aargauer DJ Bobo dem Partyvolk ein.
Auf der etwa zwei Kilometer langen Strasse zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule drängten sich die Menschen - kurz vor 23 Uhr machte die Polizei die Festmeile aus Sicherheitsgründen dicht.
Samoaner waren die ersten
Als erste wechselten um 11.00 MEZ die rund 200'000 Einwohner von Samoa, Tokelau und der Linie-Inseln im Pazifik ins Jahr 2012.
Dafür mussten Samoa und die zu Neuseeland gehörenden Tokelau-Inseln erst Zeitgeschichte schreiben. Sie gehörten bislang zu den Letzten, die ein neues Jahr begrüssten. Nun liessen sie aber den 30. Dezember ganz aus und liessen als erste die Sektkorken knallen.
Heftiger Wind und Regen
Die Australier genossen das monumentale Feuerwerk in Sydney bei sternenklarem Himmel. In Neuseeland hatten die Menschen weniger Glück: Heftiger Wind und starker Regen vermiesten die Stimmung.
Mit Glockenschlägen haben die Japaner nach einem Jahr furchtbarer Natur- und Atomkatastrophen das neue «Jahr des Drachen» begrüsst. Millionen Besucher strömten in der Neujahrsnacht in die Tempel und Schreine des Inselreiches, um die Götter um Segen und bessere Zeiten zu bitten.
Um Mitternacht erklangen im ganzen Land kilometerweit hörbar 108 Mal die Glocken der Heiligtümer. Sie sollen die 108 Begierden des Menschen oder die 108 Übel des alten Jahres vertreiben.
Bürger nicht eingeladen
Die Stadt Peking begrüsste das neue Jahr mit einem Countdown am Himmelstempel. Die letzten Sekunden des Jahres 2011 wurden zum Abschluss einer Lasershow auf das 600 Jahre alte Wahrzeichen der chinesischen Hauptstadt projiziert.
Die Pekinger Bürger waren nicht eingeladen - die kommunistische Führung Chinas fürchtet jede Ansammlung von Volksmassen als unkalkulierbares Sicherheitsrisiko.
Feuerwerk über dem Kreml
Zahlreiche Menschen haben in Moskau das Neue Jahr auf dem berühmten Roten Platz begrüsst. Minutenlang explodierten allein dort fast 1000 Raketen im Himmel über der russischen Hauptstadt. Mit vielstimmigem «Ah!» und «Oh!» feierten Tausende die Leuchtfeuer. Traditionell läutete die Uhr am Spasski-Turm des Kreml das neue Jahr ein.
Der vor allem von Touristen erhoffte typische russische Winter blieb allerdings auch in der Neujahrsnacht aus. Bei geradezu milden Temperaturen um den Gefrierpunkt prosteten sich auf Moskaus Strassen Einwohner und Touristen zu. An drei zentralen Plätzen boten die Behörden ein buntes Rahmenprogramm mit Bands und Artisten an.
Schon lange vor Mitternacht (21 Uhr MEZ) sperrte ein massives Sicherheitsaufgebot die Zugänge zum Roten Platz direkt am Kreml ab. Besucher mussten Metallrahmen passieren, um auf den Platz zu gelangen. Alkohol und Glasflaschen waren strikt verboten.
Verheerender Aberglaube
Auf den Philippinen verletzten sich trotz zahlreicher Warnungen und Vorsichtsmassnahmen bei den Silvesterfeierlichkeiten mehr als 200 Menschen durch illegale Feuerwerkskörper und Schüsse. Bei mehr als der Hälfte der Verletzten handele es sich um Kinder, teilte Behördensprecher Enrique Tayag am Samstag mit.
Beeinflusst von chinesischen Bräuchen, glauben viele Philippiner, Böses und Unglück mit einem lauten Neujahrsfest zu vertreiben. Auswüchse dieses Aberglaubens führen trotz der Drohung von Festnahmen zum Einsatz riesiger Böller sowie von Schusswaffen. So trug ein besonders gewaltiger Silvesterkracher die Bezeichnung «Auf Wiedersehen Philippinen». Dutzende Krankenhäuser waren landesweit in Alarmbereitschaft versetzt und Notaufnahmen mit Trauma-Spezialisten besetzt.
Spöttischer Putin
Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin hat sich heute mit Neujahrsgrüssen an die gesamte Bevölkerung gewandt, seine Kritiker aber zugleich mit einer spöttischen Bemerkung verhöhnt.
Er wünsche Gesundheit und Erfolg «für alle Bürger, unabhängig von ihrer politischen Überzeugung, einschliesslich derer, die mit linken Kräften sympathisieren oder auf der rechten Seite angesiedelt sind, ob unten, oben, wie auch immer es dir gefällt», sagte Putin - in der russischen Sprache eine deutliche sexuelle Anspielung. Der Ministerpräsident ist dafür bekannt, auch mal grobe Formulierungen zu verwenden, vor allem dann, wenn er über seine Kritiker spricht.
Brasilianer von Regen unbeeindruckt
Trotz heftiger Regenfälle haben sich rund zwei Millionen Menschen zu Silvesterfeiern an der Copacabana in Rio de Janeiro versammelt. Etwa genauso viele kamen auf einer wichtigen Verkehrsstrasse in Sao Paulo zusammen. Landesweit wurde das neue Jahr mit Feuerwerksvorführungen eingeläutet.
Auf dem New Yorker Times Square haben hunderttausende Menschen dem traditionellen Sturz einer Kristallkugel beigewohnt und damit das neue Jahr begrüsst. Die tonnenschwere Kugel mit rund 30.000 Lichtern sank auf den Platz herab und läutete damit das neue Jahr ein. Für den Countdown waren US-Sängerin Lady Gaga und der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg verantwortlich.
Hunderttausende auf dem Times Square
Lady Gaga trat bei der Silvesterparty in einem gewohnt auffälligen Kostüm inklusive Augenmaske auf. Auch der kanadische Sänger Justin Bieber war für die musikalische Unterhaltung zuständig.
(kle/wid/dapd)
Erstellt: 31.12.2011, 21:59 Uhr







































































































































