Leben
Der steinige Weg an die Elite-Unis
Von Claudia Imfeld. Aktualisiert am 27.12.2010 12 Kommentare
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Teilzeitstudium mit Arbeitsstelle gut koordinieren
ch habe eine Lehre als Kaufmann beim Ausbildungsverbund für Verkehrsberufe abgeschlossen und dann die BMS nachgeholt. Nach einem Sprachaufenthalt in Australien beginne ich im September an der ZHAW ein Teilzeitstudium in Betriebsökonomie, kann also neben dem Studium bis 80 Prozent arbeiten. Wie soll ich meine studiumsbegleitende Arbeit gestalten? Ich würde gerne vom öffentlichen Verkehr in die Finanzbranche wechseln.
Für BWL-Teilzeitstudierende der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) dauert die Assessmentstufe drei Semester. Diese Einstiegsphase verlangt volle Konzentra- Senden Sie uns Ihre Fragen an bildung @tagesanzeiger.ch
tion, und die Hochschule empfiehlt, den beruflichen Beschäftigungsgrad den persönlichen Voraussetzungen anzupassen. Nutzen Sie die ZHAW-Sprechstunde für Studieninteressierte, um Ihr optimales Arbeitspensum festzulegen. Damit das Studium nicht mit der Einarbeitung in eine neue Branche belastet ist, könnte zunächst eine Teilzeitstelle im angestammten Bereich förderlich sein. Den Wechsel in die Finanzbranche koordinieren Sie dann mit dem Vertiefungsstudium (z. B. «Finance and Banking») ab dem vierten Semester. Stellenbörsen, die neben offenen Stellen auch Informationen zum Stellenmarkt und zu Laufbahnmöglichkeiten enthalten, finden Sie als Download auf www.bsz.zh.ch.
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Der Vorlesungsplan der Stanford Graduate School of Business liest sich wie ein kleines «Who’s who» der Wirtschaft und deren Wissenschaften: Da führen – unter anderen – Nobelpreisträger wie Myron Scholes und William Sharpe in die Geheimnisse der Finanzwirtschaft ein, und nächstes Semester erklärt – unter anderen – Google-CEO Eric Schmidt sein Geschäft. Im Hörsaal wird auch Jens Joller aus dem Zürcher Oberland sitzen, 27 Jahre alt und Masterstudent in Stanford. «Die Schule gehört in den Bereichen, die mich interessieren, zu den besten weltweit», erklärt er sein Interesse an der Universität unweit von San Francisco. Entsprechend schwierig war es, einen Platz zu bekommen.
Joller musste mehrere Aufsätze schreiben und detailliert Auskunft geben zu seinen Studienleistungen und Arbeitserfahrungen. Daran mangelte es ihm nicht: Neben dem Bachelor an der Hochschule St. Gallen konnte er zwei Jahre Praxis bei einer international führenden Managementberatungsgruppe vorweisen. Stanford wollte auch mehrere Empfehlungsschreiben und Tests in Englisch, logischem Denken und Mathematik. Das Prozedere war für Joller eine Herausforderung: «Als Schweizer fehlte mir die Erfahrung mit dem kompetitiven Bewerbungsprozess, weil man sich an unseren Hochschulen fast überall einfach einschreiben kann – was ja eigentlich positiv ist.» Der Zürcher wurde zum Gespräch geladen und bestand auch diesen Teil. Er durfte sein Wunschstudium beginnen – als einer von 380 seines Jahrgangs. Nur knapp sieben Prozent schafften das Selektionsverfahren.
Kein Interesse an Austausch
«Die ganze Welt will an die Top-Universitäten in den USA», sagt Yasmine Inauen, Leiterin der Abteilung Internationale Beziehungen an der Uni Zürich. Schweizer, die einen Master im Ausland machen wollen, organisieren sich meist selbst und informieren sich direkt bei den Unis über die Aufnahmebedingungen: «Bei uns ist die Unterstützung auf Austauschsemester fokussiert. Wir wollen unsere besten Studierenden ja wenn möglich nicht ans Ausland verlieren.» Laut Inauen ist es aber schwierig, für ein Austauschsemester an eine Elite-Universität zu kommen. Meist gibt es nur wenige oder gar keine Plätze. Diese Unis sehen oft keinen Gewinn in Partnerabkommen mit Schweizer Hochschulen.
Eine Erfahrung, die Angelika Wittek, Leiterin der Mobilitätsstelle der ETH Zürich, bestätigt: «Die Studiengebühren sind in den USA und in England besonders hoch. Schweizer Austauschstudierende zahlen aber weiter die hiesige Gebühr – bringen also weniger Geld.» Die Ausfälle sind für die Elite-Universitäten spürbar: Sie verlangen schnell 20 000 Franken und mehr pro Semester.
«In den USA sind Denkweisen sehr wichtig.»
Wichtig ist laut Yasmine Inauen, dass Interessenten prüfen, ob sie zur Uni «passen»: «In den USA sind Denkweisen sehr wichtig. Es kann erwähnenswert sein, dass man in einem Orchester spielt oder Pfadileiter war.» Eine Anlaufstelle bei Fragen ist der Informations- und Dokumentationsdienst der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (www. crus.ch): Die Beratungsstelle leiht auch Studienführer mit länderspezifischen Infos etwa zu Bewerbungsverfahren oder zu Finanzierungsfragen aus.
Iris Bohnet, Professorin für Public Policy an der Harvard University, ist überzeugt, dass sich der Aufwand des Bewerbungsverfahrens lohnt: «An einer guten Universität zu studieren, bringt Netzwerke, die nicht zu unterschätzen sind.» (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 27.12.2010, 07:20 Uhr
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12 Kommentare
Der Artikel uebertreibt masslos. ALLE Studierenden welche in Amerika an eine Graduate School wollen, MUESSEN TOEFL (Englischtest) und GRE (Mathe, Logik, ...) Pruefungen ablegen, als auch eine Bewerbung mit 3 Empfehlungsschreiben einreichen. Dies gilt fuer Stanford, als auch fuer die kleinste Kackuni. Einzig das Netzwerk, welches es bei Eliteunis gibt, ist den Preis wert. Schweizer Unis sind besser Antworten
20 000 pro semester ? soviel zum thema bildung für alle und vorallem gleichberechtigung und vor dem gesetzt sind alle gleich ... bzgl. eth ... fh's sind auch nicht schlecht, zumal viele firmen mehr wert auf praxis - erfahrene studenten setzen. aber eben ... vetterliwirtschaft gibt's leider auch an den uni's ;( Antworten
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