... 182 Jahren: Goethes «Faust I» wird erstaufgeführt
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«Faust I» ist eine Tragödie von Johann Wolfgang von Goethe, die 1808 veröffentlicht wurde. Das Werk gilt als eines der bedeutendsten und meistzitierten der deutschen Literatur. Das Drama greift die vielfach von anderen Autoren gestaltete Geschichte des historischen Doktor Faustus auf.
Der grosse deutsche Literat Berthold Brecht sagte über Goethes Meisterwerk: «Im Grunde genommen ist es die Liebesgeschichte eines Intellektuellen mit einer Kleinbürgerin. Das muss ja mit dem Teufel zugegangen sein».
Dieses Zitat zeigt einen wichtigen Aspekt der Geschichte auf: Die Liebesbeziehung zwischen Dr. Faust und Gretchen. Mephisto, der Teufel, dem Faust seine Seele verkauft, hilft ihm dabei, Gretchen zu gewinnen. Faust geht auf den Handel ein, um der Ruhelosigkeit und Unzufriedenheit zu entrinnen, die ihn persönlich und auch wissenschaftlich quält.
Für die Bühne neu redigiert
Zur Uraufführung im Hoftheater zu Braunschweig kam eine textlich, inhaltlich und vom Handlungsablauf radikal veränderte Fassung zum Einsatz. Der als unspielbar gehaltene Originaltext Goethes, wurde für die Bühne in «sechs Abtheilungen» redigiert. Die Inszenierung von Ernst August Friedrich Klingemann betonte vor allem die Gretchentragödie. Die Aufführung dauerte über dreieinhalb Stunden und war ein grosser Erfolg.
Von Braunschweig aus begann so der Siegeszug des «Faust I» auf der Bühne. Auch heute noch ist «Faust: Der Tragödie erster Teil» ein vielfach gespieltes und beliebtes Bühnenstück. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 18.01.2011, 15:25 Uhr
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