So gehen die Österreicher mit den deutschen Einwanderern um
Interview Rico Bandle. Aktualisiert am 22.02.2010 41 Kommentare
Rupert Henning lebt als Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur in Wien und Strassburg. Seine Arbeiten für Bühne, TV und Kino wurden mehrfach ausgezeichnet. (Bild: Arnold Pöschl)
Deutsche in Zürich
- «Viele Deutsche sehen in Schweizern eine Art verschärfte Schwaben»
- «Grüezi, wir sind aus der Schweiz»
- «Sie werden nie ‹reines› Schweizerdeutsch sprechen»
Das Stück
Im Zentrum von «Córdoba - Das Rückspiel» steht eine ostdeutsche Familie, die nach Wien einwandert. Die Eltern wehren sich standhaft, österreichische Gepflogenheiten anzunehmen, der Sohn verliebt sich derweil in eine Österreicherin aus nationalkonservativem Haus. Daraus entstehen unzählige skurrile Konfiktsituationen, die weit über eine Familiengeschichte herausgegehen. Oder wie es im Beschrieb zum dazugehörenden Buch heisst: «Wenn der grosse und der kleine Bruder deutscher Sprache aufeinandertreffen, dann ist das eben immer ein Match. Wie damals. 1978. In Córdoba. Ein Kampf der Kulturen, bei der beide Seiten gnadenlos ihr Fett abkriegen.» In dem Einmann-Stück von Florian Scheuba und Rupert Henning spielt der ehemalige Burgschauspieler Cornelius Obonya mehr als zwei Dutzend Rollen.
«Córdoba - Das Rückspiel», Rabenhof Theater Wien, bis 30. Mai 2010 (alle Vorstellungen ausverkauft).
Das Buch zum Stück mit Bildern von Gerhard Haderer erscheint im März im Ueberreuter Verlag.
Ihr Stück ist ein riesiger Erfolg. Offenbar ist das Deutschen-Thema auch in Österreich akut...
Rupert Henning: ... Nicht ganz so ausgeprägt wie in der Schweiz. Was aber auch damit zu tun hat, dass bei Ihnen Wahlen bevorstehen. Sie wählen doch im März, oder?
Nur in der Stadt Zürich, da sind auch die berühmten Inserate der SVP erschienen.
In Wien sind auch bald Gemeinderatswahlen, die FPÖ konzentriert sich aber auf die klassischen Feindbilder, das sind hier vor allem die Moslems, Türken, Leute aus dem südosteuropäischen Raum und Afrikaner. Aber Feindbilder sind bekanntlich austauschbar.
Wie erklären Sie sich den Erfolg ihres Stückes?
Weil es ein gutes Stück ist, hoffe ich. Und wegen des Darstellers Cornelius Obonya. In über 20 Jahren Theaterarbeit habe ich noch nie eine solche Premiere erlebt, mit einhelliger Begeisterung bei Leuten aus hoher Politik und Kultur bis hin zu den «Normalverbrauchern». Wir haben da wohl einen emotionalen Punkt getroffen, wobei auch Zuschauer mit deutschem Background sehr gelacht haben. Ich glaube, dass das Stück besonders für all jene Leute, denen die Instrumentalisierung der Migrationsthematik auf den Nerv geht, eine grosse Erleichterung bedeutet. Humor ist immer ein ausgezeichneter Weg, um mit Problemen umzugehen.
Hätten Sie ein solches Stück auch über Türken schreiben können?
Man kann über jedes Thema ein satirisches Stück schreiben. Bei den Deutschen spielt aber in Österreich eine ausgeprägte Emotionalisierung mit, die historisch bedingt ist. Es handelt sich sozusagen um eine Familienangelegenheit. Das ist ja auch bei Schweizern und Deutschen so. Im 19. Jahrhundert haben deutsche Einwanderer, der Schweiz etwa, viel Positives gebracht.
Deutschland als der grosse Bruder?
Ja, ein grosser Bruder, der mittlerweile in die Jahre gekommen ist. Das Verhältnis zu den Deutschen hat sich seit der Wende 1989 massiv verändert. Der grosse Bruder ist mächtig ins Stolpern geraten. Einerseits hat man immer noch das Gefühl, er schaut auf einen herab, anderseits ist man innerlich überzeugt, man sei ihm überlegen. Dies ist ein Amalgam von Gefühlen, das zum Teil enorm skurrile und bisweilen auch idiotische Handlungen hervorruft. Die Realsatire blüht. Wenn man sie auf die Bühne bringt, muss man sie viel eher reduzieren als sie noch zu überhöhen.
In der Schweiz ist Sprache ein grosses Thema, man fühlt sich den Deutschen unterlegen. Wie ist das in Österreich?
Auch hier ist das zentral. Die Deutschen kommen nach Österreich und glauben, das ist derselbe Kulturkreis, schliesslich spricht man dieselbe Sprache. Dann merkt man als Deutscher schnell, dass dem nicht so ist.
Gelten die Deutschen in Wien auch als schroff und direkt, als unhöflich?
Das hat sich ein bisschen geändert. Vor einigen Jahren noch hat der Deutsche als zielstrebig, optimistisch, fleissig etc. gegolten. Wir «Ösis» hatten selber häufig das Gefühl, Österreich ist ein Operettenstaat, alles läuft ein bisschen schlampiger. Das hat sich, wie schon gesagt, verändert. Die Bundesrepublik als «Erfolgsstaat» ist in der Achtung gesunken.
Der Stücktitel bezieht sich auf ein berühmtes Fussball-Länderspiel in dem Österreich gegen Deutschland gewonnen hat. Weshalb ist dieses Spiel heute noch so präsent?
Das ist eine typisch österreichische Geschichte. Das Land war einst sehr gut im Fussball, hatte auch Spieler von Weltformat, das ist aber sehr lange her. So wie auch das Habsburgerreich lange her ist, Österreich aber noch immer von dem Glanz zehren will. Das Spiel in Córdoba war einer der ganz wenigen gloriosen Siege gegen die Deutschen, von denen man immer das Gefühl hat, die sind eigentlich gar nicht so gut wie die anderen, aber sie gewinnen trotzdem. Und wenn man so ein Team mit Spielwitz besiegt, dann ist das emblematisch.
Vor einigen Jahren stand Österreich mit Waldheim, danach mit Haider international am Pranger. Diese Rolle des Bösen hat mittlerweile die Schweiz übernommen. Wie kommt man da wieder raus? Einfach aussitzen?
Um Gottes Willen: Nicht aussitzen! Das darf man nicht hinnehmen wie ein Unwetter, das irgendwann vorübergeht, man sollte sehr wohl die Anschuldigungen zum Anlass nehmen, um sich zu fragen, was denn das Problem ist und inwiefern dieser vielzitierte Kampf der Kulturen stattfindet. Er findet nämlich überall statt. Mehr als zwei Menschen sind eine Gruppe - und wenn mehrere Gruppen zusammenkommen, ist die folgende Frage entscheidend: Betonen wir die Unterschiede oder pflegen wir bevorzugt die Gemeinsamkeiten? Wenn ersteres passiert, sind Konflikte unvermeidbar. Entscheidet man sich für zweiteres, bereichert man einander. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 22.02.2010, 12:02 Uhr
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41 Kommentare
@ Peter Mueller: Die Schweiz hatte schon bis 1919 offene Lohndoemperschleusen. Da gings dem Schweizer Arbeiter schlecht wie nie. Dann wurden sie geschlossen; mit den Jahrzehnten wurde sogar die Lohnsklaverei ertraeglich. Dann wurden die Lohndoemperschleusen wieder geoeffnet. Fuer die paar Raeppli privaten Stundenlohndoempinggewinn werden Generationen Billionen sozialisierte Kosten abtragen.... Antworten
Wie man ruft, so kommt's auch zurück! Auch wenn es "nur" die populistische SVP gesteuerte Hetze ist, die derzeit ein Problem mit den Deutschen hoch jubelt, ist es eine Schande, dass dieses Thema immer wieder in den Medien auftaucht, quasi damit es nicht vergessen wird. Und wie viele unkritisch damit umdehen. Übrigens ich bin Doppelbürger: Mutter CH, Vater D. Mit einer GR verheratet, lebe in GR. Antworten
BRAVO ! Das war jetzt klar, dass die Schweizer Presse versucht die Deutschen und Österreicher miteinander anzufeinden ! Tut mir leid dem ist in keiner Weise so ! Bei uns gibt es diese Spielchen nicht wie in der Schweiz wo alles Fremde Hass erzeugt ! Wir mögen die Deutschen sehr gerne und sie auch uns ! Bitte liebe Schweizer macht was Ihr wollt, aber lasst unsere sehr Gute Beziehung aus dem Spiel ! Antworten
@Heinz Frey: Nach Ihrer Argumentation dürften Schweizer zwar in die EU auswandern, aber EU-Bürger nicht in die Schweiz einwandern, weil das Land so klein ist. Diese Meinung ist Ihre Sache, aber nicht vergessen: die Leute kommen nur, weil ihnen ein Arbeitsvertrag angeboten wurde. Also bitte bei den Arbeitgebern reklamieren, die meist doch noch Schweizer sind. Antworten
@Thierry paulen Da die Oesterreicher durch den EU-Beitritt Ihrer Meinung nach ihre Komplexe verloren haben, würde ich der CH dringend einen EU-Beitritt empfehlen! Die deutschen Mitbürger sind hier in A gern gesehen und die Gehässigkeiten, wie sie zurzeit in der CH zum Ausdruck gebracht werden, sind hier sehr, sehr selten. Wir alle sollten wirklich versuchen, miteinander respektvoll umzugehen. Antworten
Das Verhältnis zu Deutschland ist doch schon immer sehr angespannt gewesen. Nicht zwischen den einfachen Bürgern, sondern auf Regierungsebene. Ob Bürger der Schweiz oder aus Deutschland - das arbeitende Volk hat eigentlich keine Probleme miteinander und das Verständnis über die Werte sind auch dieselben. Ergo - baden wir hier wieder einmal auf breiter Front aus was die Regierung verbrochen hat? Antworten
@ Andreas Armend: Sie glauben wohl auch viel zu rasch, was Sie in den Medien lesen. "...wie in der Schweiz wo alles Fremde Hass erzeugt ..." Wo haben Sie DAS denn her? Es gibt in Europa wohl weniger tolerantere Länder als die CH (mit dem nahezu höchsten Ausländeranteil aller Länder Europas, die bereits eingebürgerten nicht eingerechnet). Wohl einiges weltoffener als Austria alleweil... Antworten
Gerhard Deutschmann 13:44 Uhr Sowohl die Schweizer als auch die Österreicher haben ....blabla, und genau solche kommentare und eintellungen braucht es damit diese deutscheneindlichkeit zustande kommt - sie (wenn sie denn deutscher sind) haben ihren landsleuten einen bärendienst getan. wenn sie kein deutscher sind, dann tun sie mir mit ihrem bösartigen kommentar einfach nur leid - gute besserung! Antworten
@ Peter Müller. Und dass von diesen 90% Doppelbürger sind, unterschlagen sie mal so nebenbei. ob 400'000 Schweizer (meist Doppelbürger) in der 500 Millionen grossen EU wohnen, ober ob 1,2 Millionen EU-Bürger in der kleinen Schweiz leben, macht eben einen Unterschied. Die Masse ist das Problem, nicht die Nationalität. Ö macht es übrigens gescheiter, die führen einfach Quoten ein (z.B. Uni-Zugang) Antworten
Wenn sich ein Schweizer einem Deutschen unterlegen fühlt, nur weil er besser Hochdeutsch spricht, dann tut mir dieser Schweizer sehr leid. @Gerhard Deutschmann. Ich bin CH und habe bis ins Jahr 1540 nachweislich nur schweizerische Vorfahren. Wie ist der Wohlstand in D zustandegekommen? Ich hetze nicht gegen die Deutschen, aber ich lasse mir nicht verordnen welche Leute ich sympathisch finden soll. Antworten
Mich stört es sehr, dass gewisse Themen von den Medien immer und immer hervorgeholt werden und so der Eindruck entsteht, wir Schweizer sein durchwegs fremdenfeindlich. Der durchschnittliche Schweizer hat im Alltag nämlich selten Probleme, weder mit Muslimen noch mit Deutschen. Ich wohne übrigens in einer Region mit hohem Ausländeranteil. Antworten
10% Auslandsschweizer sind nicht einfach in einem Jahr weg. Bitte richtig informieren. Und es ist nun mal tatsächlich so, dass es Unterschiede gibt, auch wenn die geschriebene Sprache gleich sein mag. Und nochwas Deutschschweiz ist NICHT die ganze Schweiz. Es gibt noch 3 andere Sprachen und zum Glück Kultürchen als feinen Unterschiedt. Deshalb bin ich gerne eingeschweizert. Eifach geil hier! Antworten
Sowohl die Schweizer als auch die Österreicher haben ein Verhältnis zu den Deutschen, das von Verlogenheit geprägt ist. Beide haben deutsche Ahnen. Die Schweizer beruhen ihren Wohlstand auf Gaunermillionen und dem Schutz deren Besitzer. Die Österreicher haben sich vom "Opferstatus" nie wirklich befreit (eine glatte Lüge!). Dabei ist nur Neid der echte Antreiber dieser Hetze. Schämt euch!!! Antworten
@Ruth Chartrand: Leider blieb es bei einem Versuch, denn Ihre Antwort ist überhaupt nicht zweckdienlich. Knapp Mehr als 600.000 - teils junge - Schweizer leben im Ausland, allein 400.000 in der nahen EU. Vielleicht nehmen diese dort den +50ern die Jobs weg. Aber stellen Sie sich mal vor, wenn die alle noch hier wären. Der Kampf Alt gegen Jung hat nichts mit Migration zu tun... Antworten
Hört das eigentlich nie auf? Seit Monaten liest man hier in den Foren die immergleichen Tiraden der immergleichen Leute zum Thema Deutschland. Der TA sollte die Foren schließen, sie sind nichts weiter als ein Podium für Halbwissende, die ihren Vorurteilen freien Lauf lassen. Dumm und langweilig. Antworten
@Peter Müller. Ich versuche die Frage die Sie an Angelo Stoffel gestellt haben zu beantworten. Leider ist es so, dass viele Mitarbeiter über 50 aus wirtschaftlichen Gründen entlassen werden um dann einige Zeit danach durch jüngere, billigere Arbeitskräfte (vielfach aus dem Ausland) ersetzt zu werden. Kenne leider persönlich 2 konkrete Beispiele. Antworten
"Feindbilder sind austauschbar", dies ist etwa so abgedroschen wie "der Ball ist rund" Warum wird nicht konsequent aufgezeigt, wer was macht, mit korrekten Statistiken. Dann könnte man schnell die Realität allen zugänglich machen. Die linke Abwiegelung zieht immer weniger, die Leute durchschauen langsam das Schönreden aller Missstände. Antworten
Die Deutschen haben aus ihren Fehlern gelernt. Sie sind die Antreiber der eupäischen Idee und Zahlmeister der EU. Die Wiedervereinigung hat sie vor grosse Probleme gestellt, aber sie bleiben trotzdem eine grosse Nation. Dass so viele Schweizer und Österreicher so über die Deutschen denken, zeugt nur von unüberwundenen Komplexen. Und Deutschland ist nicht "der grosse Bruder", das war nie der Fall. Antworten
@Beate Tröster und andere. Ich würde aufhören, das Thema immer als Rassen- oder Kulturfrage darzustellen, und sich gegenseitig die Qualitäten und Antiqualtiäten um die Ohren zu hauen. Für viele CH ist schlicht die Masse der Einwanderer ein Problem, die ökol./soziale Probleme hervoruft. Politik u. Wirtschaft wollen das nicht hören, dann sucht sich das Volk eben ein anderes Ventil - D-bashing. Antworten
@Angelo Stoffel: bitte keine populistischen Aussagen, werden Sie doch einmal konkreter: Wo geht es den dem "eigenen Volk" schlecht? Wo genau drückt Ihrer Meinung nach dem Volk der Schuh? Was haben die Einwanderer genau damit zu tun? Ich kann es nämlich nicht mehr hören, dieses unfundierte "dem eigenen Volk geht es so schlecht wegen der Migration"-Gefasel. Also: jetzt bitteschön, äussern Sie sich. Antworten
Und Rico Bandle - und Phillipe Zweifel -: An dieser Stelle einmal ein ganz herzliches Dankeschoen fuer Ihre sehr bereichernden und sehr haeufigen Beitraege auf dieser Seite und fuer die Moeglichkeit, mitzudiskutieren, mit- und weiterzudenken. Es ist dies ein grosses Vergnuegen und eine schoene Gelegenheit, sich ueber Schweizerisches und Nichtschweizerisches, Wichtigeres und weniger Wichtiges auszutauschen - gerade fuer jemanden wie mich, der dies aus dem fernen Ausland tut. Antworten
Im Rahmen meiner Tätigkeit in einer Ital.-Franz. Firma besuchte ich als Deutscher sehr oft neben anderen Ländern auch Schweizer Firmen. Ich empfand die Schweiz immer dem gleichen Kulturkreis zugehörig wie mein Heimatland. Auch die Sprache, die ich als Dilekt empfand, war nie ein Problem. Die meisten Schweizer mit denen ich Kontakt hatte sprachen Hochdeutsch. Also wo ist jertz das Problem? Antworten
was sich liebt, das neckt sich. das ist überall so. es gibt z.B. so nervt sich der Finne ob der "Arroganz" der Schweden oder der Ire betont, dass ihm niemand fremder ist als der Engländer. das ganze Deutsch-Bashing ist natürlich absoluter Schwachsinn und dient einzig und alleine dem Stimmenfang. Antworten
Das war jetzt klar, dass die Schweizer Presse versucht die Deutschen und Österreicher miteinander anzufeinden ! Tut mir leid dem ist in keiner Weise so ! Bei uns gibt es diese Spielchen nicht wie in der Schweiz wo alles Fremde Hass erzeugt ! Wir mögen die Deutschen sehr gerne und sie auch uns ! Bitte liebe Schweizer macht was Ihr wollt, aber lasst unsere sehr Gute Beziehung aus dem Spiel !! Antworten
Henning: "Einerseits hat man immer noch das Gefühl, er schaut auf einen herab, anderseits ist man innerlich überzeugt, man sei ihm überlegen." Ich denke, das ist so ziemlich ein zentraler Punkt im Verhaeltnis auch von uns Schweizern gg.ueber dem "grossen Bruder" - und war schon immer so. Antworten
Lieber Herr Andy Wöllner, ich kann Ihren Argumenten nur teilweise folgen. In Bezug auf die Bevölkerungszahlen der CH, wäre die Zahl deutscher Emigranten vllt. viel. Aber bei >80 Mio. Menschen, fällt die Zahl der Auswanderer nicht ins Gewicht. Ebenso das dauernd gelieferte Arg. man möge die D zurück nach D schicken (wg. Arbeitslosigkeit). Auch hier spielen 250.000 mehr für D keine Rolle ... Antworten
Deutschland - Oesterreich oder Schweiz. Ach ja Liechtenstein wird immer wieder vergessen. Auch das Fürstentum gehört in den "Kulturkreis" --- wenn es denn einen solchen übehaupt gibt. Ungeachtet dessen Existenz fällt vor allem auf, dass viele Deutsche ihr "Heimat"-Land verlassen, um andernorts endlich glücklich zu werdern. Vielleicht hat Deutschland doch einen eigenen Kulturkreis. (höflich gesagt) Antworten
Und das Gemeinsame zu betonen wäre sehr einfach: seit Jahren plädiere ich dafür, in der Oberstufe ein paar Lektionen "Deutsch" in Lektionen über Deutschland und die dortige Sitten zu verwandeln. Dies würde viele Missverständnisse ausräumen, die uns jetzt ach so beschäftigen. Und es wäre praktisch ohne Kostenfolge zu haben. Antworten
Und wieder mal etwas zum Thema "Deutsche", ja wirds denn net irgendwann langweilig? Frau Monnet hat recht: der deutschsprachige Kulturkreis ist eben ein Kulturkreis. Es gibt leichte Unterschiede, aber wenn "der Schweizer" nicht permanent darauf hinweisen müsste, wie sehr er sich von einem Deutschen unterscheiden würde ginge es uns allen doch um einiges besser. Antworten
"Kampf der Kulturen"...und Samuel Huntington rotiert in seinem Grab. Man sollte vielleicht doch akzeptieren, dass es der gleiche Kulturkreis ist. Wenn Österreicher, Schweizer und Deutsche nicht mal in der Lage sind so minimale (grösstenteils wahrscheinlich erfundene) "kulturelle" Unterschiede zu akzeptieren, dann kann man uns echt nicht mehr ernst nehmen. Uns alle nicht. Egal ob DE, CH oder AT. Antworten
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Urs Holzapfel
Diesen ewigen Zirkus und diese krankhafte Ablehnung des Hochdeutschen gibt es in Österreich nicht;vielleicht haben Deutsche und Österreicher auch deshalb ein entkrampftes,meist sogar sehr gutes und herzliches Verhältnis zueinander.Mir scheint,als suchten manche Schweizer verbohrt danach,Gründe dafür zu finden,Schweizerdeutsch als eigenständige Sprache zu definieren ... Antworten