Pro-Helvetia-Chef will radikalen Subventionsumbau
Aktualisiert am 12.03.2012 10 Kommentare
Der Kulturinfarkt, von Dieter Haselbach, Pius Knüsel, Armin Klein und Stephan Opitz. 224 Seiten ISBN: 978-3-8135-0485-9. Erscheint am 20. März.
«Der Kulturinfarkt»
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Auf die Hälfte der subventionierten Theater, Museen und Bibliotheken in Deutschland könnte verzichtet werden – diese provozierende These vertreten vier Kulturexperten, darunter Pro-Helvetia-Direktor Pius Knüsel, in einem «Spiegel»-Gastbeitrag. Die Kulturpolitik befinde sich in einer Lähmung, weil sie bei schrumpfenden Haushalten eine wachsende Zahl von Kultureinrichtungen erhalten müsse. Zugleich sinke die Nachfrage nach den Angeboten, weil sich die Zahl der Kulturnutzer nicht vermehrt habe, schreiben die Autoren. Das durch die Streichung frei werdende Geld soll zu einer Stärkung der verbliebenen Institutionen eingesetzt werden.
Das Buch erscheint am 20. März
Der Beitrag weist voraus auf das Buch «Der Kulturinfarkt», das am 20. März erscheint. Die Autoren sind die besagten vier Kulturexperten, neben Knüsel Dieter Haselbach (Leiter des Zentrums für Kulturforschung bei Bonn), Armin Klein (Professor für Kulturmanagement in Ludwigsburg) und Stephan Opitz (Leiter des Referats für Kulturelle Grundsatzfragen im Bildungsministerium von Schleswig-Holstein) erscheinen.
Erstellt: 12.03.2012, 15:05 Uhr
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10 Kommentare
Dieser Mann ist für die Pro Helvetia sowieso nicht mehr tragbar. Zuerst sollte man die Unterstützung für Computerspiele, Design und Unterhaltungsfilme in Frage stellen. Der Steuerzahler muss hier nicht für Bereiche, die im freien Markt bestehen, aufkommen. Dann erst kann man wieder glaubwürdig über Theater, Orchester und Museen sprechen. Antworten
Es scheint, dass das helvetische Kulturbanausentum nun auch international verbreitet werden soll. Ich denke, in Deutschland ist man nicht so stolz auf die Kuhfladen der eigenen Kühe, sondern definiert sich bisher und wohl auch weiterhin als ein Staat mit Kulturtradition. Ein Zeugnis davon sind zB. Buchhandlungen auch in kleineren Städten und eine gute Satire.
Cave: Sarrazin-Denken ist gefährlich!
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