Zwei Überlebende als alte Wilde

In der Halbzeitpause der Super Bowl treten nur Superstars und Rocklegenden auf. Diesmal waren «The Who» an der Reihe. Die «New York Times» analysierte den Auftritt ins Detail.

(Quelle: YouTube)


Die britische Rockband, stilbildend in den 60er- und 70-Jahren, besteht noch aus zwei Mitgliedern, Gitarrist Pete Townshend und Sänger Roger Daltry. Schlagzeuger Keith Moon war 1978 verschieden, Bassist John Entwistle erlag 2002 nach Kokainkonsum einem Herzinfarkt.

Heute Nacht war es also an Daltry und Townshend, die für ihre wilden Auftritte berühmte Band auferstehen zu lassen. Laut «New York Times», die dem 12-minütigen Autritt einen längeren Text widmete, ist dies entsprechend gelungen, auch wenn sie in ihrem Medley auf ihre Hits «Pinball Wizard», «See me, feel me», «Baba O’Riley» und «Won’t Get Fooled Again» vertrauten. Man habe die alte Wildheit gespürt, heisst es im Bericht weiter. Obwohl den beiden Musikern vor allem ihr Alter und im Vergleich zu früher eine gewisse Familiarität anzusehen war.

Teil der Bühne zusammengebrochen

Die beiden Senioren des Britrocks scheinen tatsächlich noch eine gewisse Energie zu versprühen. Vorgängig war während einer Probe ein Teil der Bühnenkonstruktion ausserhalb des Stadions zusammengebrochen. Vier Menschen wurden verletzt und mussten ins Spital gebracht werden.

«The Who» bestritten den mit grossem Getöse angekündigten Halbzeitauftritt vor rund 90 Millionen Zuschauern als vorläufig letzte Supergruppe in einer langen Reihe von Auftritten äusserst klingender Namen. In früheren Jahren wurden beim meistbeachteten Sportevent der USA bereits U2, Bruce Springsteen, Tom Petty, Prince, die Rolling Stones oder Paul McCartney bejubelt. (sam)

Erstellt: 08.02.2010, 11:07 Uhr

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