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Diskussion

Wer hat, dem wird gegeben

Der Kanton Zürich vergibt seinen mit 40'000 Franken dotierten Förderpreis an Sophie Hunger – eine in den letzten Jahren ausnehmend erfolgreiche Künstlerin. Hat sie das überhaupt noch nötig? Mehr...

Von Michèle Binswanger.

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23 Kommentare

Lionel Werren

28.04.2012, 11:10 Uhr
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Was für ein Witz! Sophie Hunger ist absolut etabliert, verdient viel und spielt Konzerte auf der ganzen Welt! Und sie kommt noch 40'000 vom Kanton Zürich, der damit Nachwuchs-Künstler fördern will? Wirklich ein Witz, ein sehr schlechter Witz! Antworten


Jürg Schoop

14.04.2012, 17:27 Uhr
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Die Zürcher machen sich gerne über den Thurgau lustig, aber unserer Kulturkommision ist es gelungen, sich auf ein weitgehend unbekanntes, kaum dem Gymnasialalter entwachsenenes Supertalent, das erst zwei Flaschen Whisky gewonnen hat, zu einigen und mit dem Kulturpreis auszuzeichnen. Beides Beispiele einer hilflosen, absurden Kulturpolitik, wie sie halt herrscht. Antworten


Eugen Fischer

14.04.2012, 12:07 Uhr
Melden 1 Empfehlung 0

Gefördert doch schon lange das Kapital und nicht die innovativen Menschen, die vielleicht im Stillen sein dasein, mit kleinen Schritten selber fördern müssen. Antworten


Andreas Lüthi

14.04.2012, 14:10 Uhr
Melden 6 Empfehlung 0

Wenn man den Preis für Sophie Hunger kritisiert, müsste man denjenigen für Bice Curiger fast noch mehr. Sie hat x gut dotierte Jobs und Mandate (Biennale Venedig, Kunsthaus Zürich, zahlreiche Kommissionen, Mitbesitzerin Parkett, usw.) und bräuchte das Geld ganz bestimmt nicht.
Sie leistet tatsächlich sehr gute Arbeit, aber man könnte sie auch auf andere Art ehren.
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Christian Bänninger

13.04.2012, 20:35 Uhr
Melden 10 Empfehlung 1

Es ist nicht einzusehen, weshalb der Staat einer spätpubertäres, Gesäusel erzeugenden Halberwachsenen, die nicht einmal einen halbwegs vernünftigen Text zustande bringt, geschweige denn eine denselben auch noch nur ansatzweise in einer musikalisch relevanten Umsetzung vorzulegen in der Lage ist, irgendwelche Steuerknete in den bereitwillig aufgerissenen Schlund stopfen sollte. Antworten


Claude Bühler

13.04.2012, 19:25 Uhr
Melden 12 Empfehlung 0

Typisch Schweiz! Schweiz: Das ist zuweilen die Verbindung zwischen Neid und krankhaftem Runterzerren ins Mittelmass. Nun zerrt man mit dünnem Zeigefinger eine Debatte her über die Fördergelder für eine Künstlerin, die wohl weniger als eine Primarlehrerin verdient. Ich mag ihr jeden Rappen gönnen (bin kein Fan). Sie ist couragiert und talentiert. Frau Hunger hat Erfolg, weil sie härter arbeitet. Antworten


Anna Meier

14.04.2012, 02:48 Uhr
Melden 8 Empfehlung 0

Und andere Künstler, die noch härter arbeiten als Frau Hunger und eventl. sogar talentierter sind?!
Fast alle Schweizer Künstler verdienen übrigens weniger als Primarlehrer, auch die erfolgreichen, ist leider so.Das ist nicht die Frage, es geht darum dass auch andere eine Chance erhalten sollen, nicht immer nur die ewig Gleichen, die nicht eigentlich Geld zum weiterkommen brauchen,sondern Kontakte


Thomas Läubli

13.04.2012, 17:13 Uhr
Melden 10 Empfehlung 0

Populärkultur ist nichts, was man mit Steuergeldern fördern sollte. Pop ist per definitionem das Anliegen der breiten Massen, daher kann es sich von selber finanzieren über die sozialdarwinistische Erfolgsquote. Will man nicht die Urheberrechte abschaffen, reicht es gut zum Überleben. Antworten


Hans Schweizer

16.04.2012, 12:06 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

Hochkultur ist nichts, dass man mit Steuergeldern fördern sollte. Die Oper etc sind Anliegen einer kleinen Elite (5-10%), die über genug Geld verfügt, sich dieses Pläsierchen und Sozialstelldichein auch zu leisten. Wir könnten ja die "sozialdarwinistische Erfolgsquote" gerne hier einführen, damit der Steuerzahler sieht, was mit seinem Geld passiert. Für den Pop, den Folk zahlt das tumbe Volk!


Bruno Oerig

13.04.2012, 15:49 Uhr
Melden 10 Empfehlung 0

Offenbar ist es vielen nicht bewusst, dass trotz internationalen Erfolgen Frau Hunger nicht auf goldenen Rosen gebetet wird. Gründe (welche ich im Artikel vermisse): Mitmusiker, Equipement, Reise- und Unterkunftspesen, Management, Studioproduktionen, Werbung, Steuern, persönlicher Unterhalt, etc. Natürlich sollten diese Posten selbsttragend sein, dürften es aber nicht immer sein. Antworten


Leo San

13.04.2012, 17:26 Uhr
Melden 29 Empfehlung 0

Stimmt, die anderen Schweizermusiker haben diese Ausgaben nicht, gell? Nur Frau Hunger....


Daniel Meier

13.04.2012, 14:58 Uhr
Melden 9 Empfehlung 0

Ich halte es für eine falsche Entscheidung. Ich selbst mag Sophie Hunger sehr aber was das Entwicklungspotential angeht sehe ich die Sache anders. Hunger macht nun mal keine "Hitparaden Musik" somit ist der Radius an Leuten die sie erreicht eher beschränkt. Egal ob im Ausland oder hier. Antworten


Bitterer Musiker

13.04.2012, 14:39 Uhr
Melden 8 Empfehlung 1

Förderung verzerrt die wahrnehmung auf beiden seiten. Iranische diplomatenkinder sind jedenfalls sehr gut im einholen dieser subventionen. Antworten


Reto Brunner

13.04.2012, 15:48 Uhr
Melden 15 Empfehlung 0

Schweizer POP gibts in Hülle und Fülle, wie wärs mal mit der Förderung einer CH Metal Combo? Antworten


Erol Ünala

13.04.2012, 22:03 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

Auch Celtic Frost hatte für ihre letzte Veröffentlichung "Monotheist" im Jahr 2005 einen Unterstützungsbeitrag der Stadt Zürich erhalten.


Peter Bänziger

13.04.2012, 20:29 Uhr
Melden 6 Empfehlung 0

z.B. Celtic Frost haben früher sämtliche grossen Hallen in den USA gefüllt und in London im Hammersmith Odeon abgespielt.
C.F. hatten einen immensen kulturellen Einfluss auf aktuelle Bands wie Metallica usw.
Ich bin mir sicher, C.F. hat noch nie einen finanziellen Support in der Schweiz gesehen. Peter Bänziger, ex-Jamarico


Mike Glarner

13.04.2012, 13:57 Uhr
Melden 10 Empfehlung 0

Egal wie viel Geld Sophie Hunger erhält, sie ist jeden Rappen wert. Antworten


brigitta colombo

13.04.2012, 14:12 Uhr
Melden 35 Empfehlung 0

das mag stimmen. aber fördergelder sind, wie der name schon sagt: zur förderung da und ganz sicher nicht für künstler zu verwenden, die «es» schon geschafft haben.


paul real

13.04.2012, 13:38 Uhr
Melden 32 Empfehlung 1

Ich warte schon auf die Klage wegen Raubkopie wenn ich mir ihr Album herunterlade. Das Geld, das ihr da von der Stadt nachgeworfen wird, besteht wohl aus Steuergeld, also Zwangsabgaben? Antworten


Marcel Zürcher

13.04.2012, 14:11 Uhr
Melden 21 Empfehlung 0

...und würde die Stadt ihnen das Geld nachwerfen, würden Sie's nehmen. Das Raubkopiegedöhns ist übrigens ausgelutscht, weder cool noch intelligent, wer stolz daruf ist, sollte sich seine gesellschaftlichen Werte mal überdenken.


Christoph Pfändler

13.04.2012, 13:29 Uhr
Melden 36 Empfehlung 0

Ihre Fans wird's freuen, ich weiss aber nicht, ob sie sich ganz wohl fühlt dabei. Eine Musikerin von ihrem Format sollte sich ohne solche Förderbeträge über Wasser halten können. Ich hoffe, nächstes Jahr überlegt sich der Kanton Zürich besser, wen er fördert. Die einen haben Glück, kriegen Geld und können machen, was sie wollen, die andern, die vielleicht genau so gut wären, gehen leer aus. Antworten


Christoph Pfändler

13.04.2012, 20:27 Uhr
Melden 4 Empfehlung 0

Leider in den wenigsten Fällen, lieber Herr Brechbühl. Und gut ist schlussendlich auch wieder Geschmacksache.


Rudi Brechbühl

13.04.2012, 16:56 Uhr
Melden 8 Empfehlung 0

wer gut ist, dem wird gegeben.



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