Kultur
Tscheche versucht sich an Schweizer Volksgut
Von Melanie Pfändler. Aktualisiert am 15.09.2011 6 Kommentare
«Dene wos guet geit» einmal anders: Jan Repka singt Mani Matter. (Quelle: Youtube.com)
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Gottes Wege sind bekanntlich unergründlich. Dasselbe scheint für die Wege der Musik zu gelten: Oder wie kommt es, dass Jan Repka, ein junger tschechischer Musiker, sich ausgerechnet in die Chansons des Schweizer Volkshelden Mani Matter verliebt, sie in seine Muttersprache übersetzt, sich Bärndütsch antrainiert und sich damit in Prager Kaffeehäusern einen Namen macht?
Die ungewöhnliche musikalische Liaison begann vor einigen Jahren, als Repka eine Reise in die Schweiz unternahm und zufällig auf Matters Musik aufmerksam wurde. Die Liebe sollte andauern – trotz der sprachlichen Barriere: «Manchmal muss ich mir vor dem Konzert zu Hause noch schnell meine hochdeutsche Übersetzung anschauen,? um mich daran zu erinnern, was ich überhaupt singe», sagt der 29-Jährige.
Nun kehrt Repka mit seinen Liedern an deren Ursprung zurück: Vom 17. bis 30. September tingelt er von Zürich aus Richtung Romandie – auf seinem Fahrrad, wohlgemerkt – und hat nebst seiner Gitarre und seinem dritten Album «?istý byl sv?t» (Rein war die Welt) auch ein beachtliches Matter-Repertoire im Gepäck. So mancher hat schon versucht, das Erbe des grossen Berners anzutreten – aber wohl noch nie mit einem so entzückenden osteuropäischen Akzent.
(DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 15.09.2011, 16:17 Uhr
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