Swiss Music Awards: Käferfest mit Glamourfaktor
Von Miriam Lenz. Aktualisiert am 02.03.2010 1 Kommentar
Lunik mit Sängerin Jael treten an der Verleihung auf.
Swiss Music Award
Öffentlich ist nur die After Show Party, ab 22.30 Uhr, Schiffbau Zürich. Tickets vor Ort.
Im TV: Mittwoch, 3. März, 20.15 ProSieben Schweiz.
Im Vergleich zu seinen grossen Vorbildern – dem Grammy oder dem Brit Award – ist der Swiss Music Award (SMA) ein Käferfest. Dafür eines mit Potenzial: Internationale Showacts wie Ke$ha, Bushido und eine namhafte Nominationsliste – Lady Gaga, Robbie Williams, Kings of Leon – zeugen vom starken Willen der Veranstalter, dem Event noch mehr Glamour zu verleihen.
Einheimisches Schaffen
Auftritte von Lunik und Dada Ante Portas sowie das Comeback der Lausanner Rapper Sens Unik zeigen zudem, dass die Musikszene auch im eigenen Land blüht. Dass für den Swiss Music Award aber auf internationaler Ebene wohl kaum ein Vitrinenplatz freigeräumt wird, ist eine Tatsache. Von grösserer Bedeutung dürfte der Anlass also höchstens für die Schweizer Interpreten sein. Etwa für DJ Antoine, Mr.Da-Nos oder Sir Collin, die auf die Auszeichnung «Best Album Dance» hoffen. Oder die Fünferformation Baschi, Bligg, Ritschi, Seven und Stress, die um den Titel «Best Song» kämpfen – notabene gegen zwei Nominierte aus den eigenen Reihen: Seven und Stress stehen mit Solotiteln in derselben Sparte zur Wahl.
Wo ist Polo Hofer?
Etwas spannender wirds bei der Vergabe des «Best Album Rock/Pop», wo die Nominationsliste mit Lovebugs, Stefanie Heinzmann und Yello eine gewisse Vielseitigkeit aufweist. Letzteren allerdings sind Ruhm und Ehre auch ohne diese Auszeichnung gewiss: Yello erhält den «Outstanding Achievement Award». Unter den Nominees sind auch zwei Acts aus dem Kanton Bern. In den Sparten «Best Album Urban» erhoffen sich die Berner Rapper Wurzel 5 einen Preis, während die Bieler Band Pegasus das Haus als «Best Newcomer» verlassen möchte. Nur Polo Hofer, der seinen letztjährigen Erfolg mit über 30'000 verkauften «Prototyp»-Alben amtlich belegen kann, fehlt auf den Nominationsliste. Die Gründe liegen im umstrittenen Auswahlverfahren. Dieses basiert zwar auf den schweizweiten Verkaufszahlen von 2009, wird im Anschluss aber auf eine Shortlist mit den Top 10 pro Kategorie gekürzt und an die 70-köpfige Academy weitergegeben. Medienschaffende und Experten aus der Entertainmentindustrie entscheiden am Ende, wer es unter die drei Favoriten pro Kategorie schafft und vom Publikum online zum definitiven Gewinner gekürt wird. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 02.03.2010, 11:48 Uhr
WRITE A COMMENT
1 Kommentar
Kultur
- 16:13Carla Bruni-Sarkozy als Arbeiterskulptur
- 15:29«Ihre grosse Tragik war, dass sie ihre eigenen Lieder nicht mehr singen konnte»
- 14:35Die Meisterin der Spiegelbilder
- 14:30Eine Ode an die Postkarte
- 12:49Schweizer Shootingstar sorgt in Berlin für Aufsehen
- 12:04Höchste Theater-Auszeichnung für Daniele Finzi Pasca







Mark Gabe
Man muss sich nur mal die Nominees in der Kategorie "Best Song National" ansehen, um die Provinzialität und Lächerlichkeit dieser Möchtegern-Veranstaltung zu begreifen. 1x Stress, 1x Seven und 1x beide zusammen. So viel gibt also das CH-Musikschaffen her, ich bin beeindruckt, sehr originell. Antworten