Polo Hofer ist Schweizer des Jahres

Bei den Swiss Awards wurde Polo Hofer zum 14. und letzten Schweizer des Jahres 2015 gewählt. Auch Christine Bär-Zehnder, Gemeinderätin von Riggisberg, wurde geehrt.

Bei den letzten Swiss Awards wird er der 14. und letzte Schweizer des Jahres: Mundart-Rocker Polo Hofer. (Archivbild)

Bei den letzten Swiss Awards wird er der 14. und letzte Schweizer des Jahres: Mundart-Rocker Polo Hofer. (Archivbild)

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Polo Hofer ist der «Schweizer des Jahres» 2015. Das TV-Publikum hat den legendären Mundartrocker aus Interlaken BE in der Fernsehshow «SwissAward» am Samstagabend mit einem deutlichen Ergebnis gewählt: Er erhielt 31,19 Prozent der Stimmen.

Hofer war nominiert, weil ihn die Zuschauer bereits Anfang Dezember zum Publikumsliebling erkoren hatten. Er setzte sich gegen 18 weitere Persönlichkeiten durch. Hofer feierte 2015 seinen 70. Geburtstag und ging auf Abschiedstournee. «Ich glaube es ja nicht,» sagte Hofer, der von seiner Wahl zum «Schweizer des Jahres» sichtlich überrascht war.

Sein Name wird nun, wie die Namen der früheren Preisträger, auf einer Ehrentafel auf der Älggi-Alp im Kanton Obwalden, am geografischen Mittelpunkt der Schweiz, eingraviert. Hier sind unter anderem auch Fussballtrainer Köbi Kuhn, die Tennisspieler Stan Wawrinka und Roger Federer, sowie die Politiker Eveline Widmer-Schlumpf und Didier Burkhalter verewigt. Burkhalter war «Schweizer des Jahres» 2014.

Bruno Ganz ausgezeichnet für sein Lebenswerk

Der Lifetime Award für sein Lebenswerk ging an Schauspieler Bruno Ganz, einen «Virtuosen der Verwandlung», der seit über 50 Jahren die Zuschauer in seinen Bann zieht. Weil er sich gerade in Argentinien aufhält, bedankte sich Ganz per Video mit einer kurzen Lesung für die «grosse Ehre».

In der Fernsehshow am Samstagabend wurden ausserdem die SwissAwards in den fünf Kategorien Politik, Wirtschaft, Kultur, Show und Gesellschaft verliehen. Bestimmt wurden die Sieger von einer «Academy», die aus wichtigen Persönlichkeiten aus allen Landesteilen besteht.

Den Politik-Preis erhielt Christine Bär-Zehnder, die parteilose Gemeindepräsidentin von Riggisberg, für die herzliche und aussergewöhnliche Aufnahme von Flüchtlingen. Die Berner Gemeinde war die einzige, die sich auf einen Aufruf der Kantonsbehörden freiwillig meldete als neue Unterkünfte gesucht wurden. Die Auszeichnung in der Kategorie Wirtschaft ging an Kommunikationsfachmann Bruno Giussani, den Europa-Direktor von TED, einer Non-Profit-Organisation, die weltweit Innovations-Konferenzen veranstaltet.

Einsatz für mittellose Patienten in Nepal

Erfolgsregisseur und Oscar-Preisträger Xavier Koller gewann den Preis in der Kategorie Kultur für den «Schellen-Ursli», der bereits zu den zehn erfolgreichsten Schweizer Filmen aller Zeiten gehört. Den Show-Preis holte sich Akrobat Nick Beyeler als Mitglied des Cirque-du-Soleil-Entwicklungsteams. Er konnte allerdings den Preis nicht selbst entgegennehmen, da er gerade mit seiner Avatar Show «Toruk» in Toronto Premiere feierte.

Für ihren beharrlichen und mutigen Einsatz als Chirurgin in Nepal wurde Katrin Hagen in der Kategorie Gesellschaft ausgezeichnet. Seit 2011 führt sie jährlich zwei «Medical Camps» durch, bei denen bis zu 1200 Patienten untersucht und bis zu 90 von ihnen operiert werden können. Nach dem Erdbeben in Nepal organisierte sie dort monatliche Einsätze.

Durch den «SwissAward», die grösste Liveshow der Schweiz führten Christa Rigozzi und Sven Epiney. Schweizer Radio und Fernsehen SRF vergab die SwissAwards zum 14. und letzten Mal. Weil gespart werden muss, wird der SwissAward aus dem Programm gestrichen.

Alle Schweizer des Jahres: 2015: Musiker Polo Hofer 2014: Bundesrat Didier Burkhalter 2013: Tennisprofi Stanislas Wawrinka 2012: Langläufer Dario Cologna 2011: Skirennfahrer Didier Cuche 2010: Krankenschwester Marianne Kaufmann und Arzt Rolf Maibach 2009: Herzchirurg René Prêtre 2008: Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf 2007: Schwingerkönig Jörg Abderhalden 2006: Fussballnationaltrainer Köbi Kuhn 2005: Formel-1-Rennstallbesitzer Peter Sauber 2004: Entwicklungshelferin Lotti Latrous 2003: Tennisprofi Roger Federer 2002: Kinderarzt Beat Richner (ofi/SDA)

(Erstellt: 09.01.2016, 22:38 Uhr)

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