Peter Fox setzt sich gegen Lady Gaga durch
Gleich zwei Preise: Jan Delay. (Bild: Reuters)
Jan Delay und Silbermond sind die grossen Gewinner der Echo-Verleihung 2010. Die deutsche Band, die mit ihrem Album «Nichts passiert» im vergangenen Jahr auf Platz 1 der Charts einstieg, räumte am Donnerstagabend in den Kategorien «Beste deutsche Rock/Pop-Band» und «Bester Live-Act» ab. Auch Delay gewann gleich zwei der begehrten Musikpreise. Ausgezeichnet wurde der 33-Jährige als bester HipHop-Künstler. Ausserdem wurde er für sein Album «Wir Kinder vom Bahnhof Soul» mit dem Kritikerpreis geehrt.
Den ersten Echo des Abends erhielt Peter Fox mit seinem Album «Stadtaffe». Die CD erreichte Platz 1 der deutschen Charts, insgesamt drei Singles waren in den Top Ten vertreten. Schon im vergangenen Jahr hatte der Sänger der Reggae-Gruppe Seeed drei der Echos abgeräumt. Sein Soloalbum «Stadtaffe» hält sich seit Monaten in den Charts.
Erneut Robbie Williams
Ebenfalls zum wiederholten Male prämiert wurde Robbie Williams. Der 36-jährige Brite nahm den siebten Echo für den besten internationalen Künstler entgegen. Da seine Verlobte Ayda Field nicht mit zur Gala kommen konnte, scherzte Williams, weibliche Fans könnten später gerne mit auf sein Hotelzimmer kommen. «Nein, im Ernst», sagte er. «Es wird eine Hochzeit geben, aber ich weiss noch nicht, wann.»
Etwas unterkühlt verlief die Übergabe des Echos für das beste deutsche Musikvideo. Sieger ist der Berliner Rapper Sido, der für das Video zu «Hey Du» ausgezeichnet wurde, Laudator war Oliver Pocher. Dessen Freundin Sandy Meyer-Wölden hat Sido kürzlich wegen Beleidigung angezeigt.
The Baseballs beste Newcomer-Band
Die deutsche Soul-Sängerin Cassandra Steen wurde als beste hiesige Rock/Pop-Künstlerin und Xavier Naidoo als bester Künstler ausgezeichnet. The Baseballs räumten den Preis für die beste deutsche Newcomer-Band ab, Depeche Mode als beste internationale Rock/Pop-Gruppe geehrt. Peter Maffay, seit drei Wochen mit seinem «Tattoos» in den deutschen Charts, erhielt den Echo für sein Lebenswerk.
Zur festlichen Echo-Verleihung, die live in der ARD übertragen wurde, waren Dutzende Künstler zum Palais am Berliner Funkturm gekommen. Rund 4000 Zuschauer umjubelten Live-Auftritte von Robbie Williams, Rihanna, Xavier Naidoo, Peter Maffay und Jan Delay. Rihanna trat mit ihrer neuen Single «Rudeboy» auf. Moderiert wurde die Show von Sabine Heinrich und Matthias Opdenhövel.
Schon Stunden vor Beginn der Gala trotzen Hunderte Fans der Kälte und warteten am lila Teppich auf ihre Stars. Den Auftakt machten begleitet vom Gekreische der Fans Silbermond und Robbie Williams.
Renommierter Preis
Der Echo wurde in 23 Kategorien verliehen. Er gilt als einer der renommiertesten Musikpreise in Europa und wird seit 1992 jährlich vergeben. Die Rangfolge der Sieger in den meisten Kategorien ergibt sich aus den Ergebnissen der Verkaufscharts des letzten Jahres. Die absoluten Rekordhalter, die Kastelruther Spatzen, waren auch 2010 wieder erfolgreich: Die Südtiroler Volksmusik-Gruppe nahm den 13. Preis ihrer Karriere entgegen.
Das Duo Ich&Ich aus Adel Tawil und Annette Humpe wurde schon vor der Verleihung mit dem Echo für das erfolgreichste Produzententeam national ausgezeichnet. Der gleiche Preis ging an Andreas Herbig, Peter «Jem» Seifert, Florian Fischer und Sebastian Kirchner. Darüber hinaus erhielten Reamonn-Sänger Rea Garvey und die Stiftung «Saving an Angel» den Ehren-Echo für soziales Engagement. (oku/sda/)
Erstellt: 04.03.2010, 23:55 Uhr
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