Neue Klänge von Patent Ochsner

Aktualisiert am 29.08.2010

Patent Ochsner und das Berner Symphonieorchester lockten die Massen auf den Bundesplatz. Die Begegnung von Rock und Klassik funktionierte.

1/7 Büne Huber und Patent Ochsner zusammen mit dem Berner Symphonieorchester am Samstag auf dem Berner Bundesplatz.
Urs Baumann

   

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Das Konzert der Berner Mundartgrösse mit dem Klassik Orchester lockte zirka 10'000 Leute auf den Bundesplatz, entsprechend eng wurde es dort zeitweise. Um halb neun startete das BSO mit einem eigenen Programm, dann folgten 12 gemeinsame Songs mit Patent Ochsner. Die Stücke Altwybersummer, Balkon, Brachland, 21 Gramm, 1904, Niemer im Nüt, No geit’s, Echo, Apollo, Vohinger u vovoor, W. Nuss und als Zugabe Scharlachrot wurden für den Abend extra neu arrangiert.

Büne Huber von Patent Ochsner war gut drauf und überzeugte gesanglich. Er machte jedoch einen zappeligen Eindruck auf der Bühne. Es ist möglich, dass der Berner wegen Lampenfieber nicht sehr gut geschlafen hat. Er hat am Donnerstag bei der Hauptprobe gestanden, wegen des Konzertes nervös zu sein.

Ochsners dominierten

Mehr als eine Stunde, den grössten Teil des Abends also, bestritt Patent Ochsner alleine. Dadurch kam das Berner Symphonie Orchester etwas zu wenig zur Geltung. Auch den Hit Belpmoos spielte Büne und seine Band ohne Orchester-Begleitung.

Patent Ochsner gab gestern das einzige Konzert des Jahres. Die Stimmung war entsprechend gut und das Publikum sang bei allen Songs kräftig mit. Wer es nicht bis auf den Bundesplatz schaffte, hatte Pech. In den hintersten Reihen hörte man vom Konzert so gut wie nichts.

Nach Scharlachrot war Schluss

Zum Schluss würdigte Büne das Engagement des Hauptsponsors auf seine Weise: «Das klingt jetzt wie ein Werbespot, aber es muss doch gesagt werden. Es ist schön, dass jemand in Zeiten der Krise so viel Geld in die Hand nimmt um so etwas möglich zu machen.» Nach Scharlachrot war jedoch Schluss. Eine zweite Zugabe gab es trotz standing ovations nicht für die Berner. Büne Huber verabschiedete sich folgenden Worten: «Mir wei dr Abe no chli für üs und ga trinke». Das Grossereignis ist laut der Polizei friedlich verlaufen, es sei zu «keinen nennswerten Meldungen» gekommen. (tan/pd)

Erstellt: 29.08.2010, 14:02 Uhr

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