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Lady Gaga für Erwachsene
Aktualisiert am 13.04.2012 4 Kommentare
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Shara Worden über die Zusammenarbeit mit Schlagzeuger Earl Harvin. (Video: Jan Derrer)
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Shara Worden ist ausgebildete Opernsängerin, begleitet sich auf der Ukulele und schrammelt auch gerne mal punkig auf der Gitarre. Wenn sie nicht auf Tournee ist, schreibt sie Musik für Tanzperformances und Kammerensembles. Gestern trat die US-Amerikanerin mit dem Schlagzeuger Earl Harvin im Basler Club Parterre auf. Und zwar unter dem Namen My Brightest Diamond. «Als My Brightest Diamond spiele ich vor allem meine eigenen Lieder, hauptsächlich Popmusik», erklärt sie vor dem Konzert. «Unter dem Namen Shara Worden trete ich vor allem auf, wenn ich Lieder von anderen Leuten singe.»
Sind ihre tiefgründigen und manchmal auch sperrigen Songs tatsächlich Popmusik? «Ich verwende den Begriff Popmusik im Sinn von ‹Musik, die aus dem Volk kommt›. Musik, die populär ist.» Ihre Musik pendelt zwischen rohem, experimentell angehauchtem Rock, eingängigem Pop und raffiniert einfachen Songs in der amerikanischen Folktradition. In Worden treffen sich June Carter, Laurie Anderson und die Cyndi Lauper der 80er-Jahre. «Mein Vater hat einen sehr eklektischen Musikgeschmack. Aus der Bibliothek brachte er Michael Jackson, Joan Jett und Amy Grant nach Hause. Zudem leitet er einen Kirchenchor. Und bei uns in der Familie lief auch Klassik.»
Sinnlichkeit statt Sex
Wie bei Lady Gaga gehört bei Shara Worden der schräge visuelle Auftritt zum Konzept. Während aber Gaga auf Sex und plakative Überdrehtheit setzt, stehen bei Worden Sinnlichkeit, Charme und Witz im Vordergrund. Ihre Eigenwilligkeit ist wohldosiert. Und vor allem unterscheidet sie sich von Gaga dadurch, dass sie eine Botschaft hat: Sie plädiert in ihren Songs für Solidarität. Denn als Bewohnerin der heruntergekommenen Autostadt Detroit sieht sie vor ihrer Haustüre, was fehlgeleitete Wirtschaftspolitik anrichten kann. Über Politik sprechen mag sie jedoch nicht. Wen sie als Präsidenten wählt, verrät sie nicht. «Man sollte nicht über Politik, Religion und Impfen sprechen», meint sie lachend.
Die ungefähr hundert Zuschauer im Club Parterre hören vom ersten Ton an gebannt zu. Es sind vor allem Leute zwischen 20 und 50 Jahren. Shara Worden und Earl Harvin beweisen, dass sie zu zweit intensiver rocken können als eine komplette Rockband. Aber sie beherrschen auch die leisen Töne. Und die waren sogar viel stärker als die lauten. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 13.04.2012, 13:45 Uhr
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4 Kommentare
Ein erwachsener Mensch hört keine Popmusik. Kunst ist etwas anderes. In der Schule hat man im Musikunterricht sicher genug gelernt, um schlecht Gemachtes von zeitlosen Meisterwerken zu unterscheiden - ausser man hat im Unterricht nur geblödelt oder der Lehrer hat den Kindern nichts beibringen wollen. Antworten


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