Kultur
«Ich möchte bitte nie Schlagerstar sein»
Aktualisiert am 31.05.2010 17 Kommentare
Seit Samstag flimmern immer wieder die gleichen Bilder über die deutschen Bildschirme: Lena in Oslo, Lena am Flughafen, Lena im Auto. Lena überall, Lena Superstar. Nach dem ganzen Rummel gab die 19-Jährige heute Mittag ihre erste Pressekonferenz, zusammen mit ihrem Entdecker Stefan Raab. Der bestätigte, was er bereits kurz nach Lenas Sieg im Affekt verkündet hatte: Dass Lena im nächsten Jahr wieder antreten wird – und ihren Titel zu verteidigen versucht. Ganz unüblich ist das nicht. Die Schweizerin Lys Assia startete 1957 nach ihrem Vorjahressieg ebenfalls ein zweites Mal.
Statt eines Kandidaten will Stefan Raab nächstes Jahr das perfekte Lied casten, das Lena dann am Song Contest im eigenen Land vortragen wird. Über ihre weiteren Pläne wollte Lena Meyer-Landrut nicht viel verraten. «Eine Europa-Tour wird es höchstwahrscheinlich nicht geben», sagte sie. «Alles ganz entspannt. Nichts überstürzen.»
Schwierige internationale Karriere
Das sah Stefan Raab dann doch ein bisschen anders. Der Medien- und Musikprofi weiss natürlich, dass die Erholungspause nicht zu lange dauern darf: «Wir werden jetzt versuchen, in den europäischen Märkten Fuss zu Fassen. Und ein bisschen in Europa touren werden wir schon.»
Weiter steht für Lena Meyer-Landrut angesichts ihrer Karriere als Sängerin fest: «Ich möchte bitte nie Schlagerstar sein. Mal kucken, was kommt.» Wobei die grosse Frage natürlich lautet, ob es Lena gelingt, das Fundament für eine längerfristige Karriere zu legen. Denn die meisten Contest-Gewinner vermögen den Siegertitel zwar zu vermarkten – eine internationale Karriere ist aber den wenigsten vergönnt. So tauchte Schlagersängerin Nicole, die im Alter von 17 Jahren den ersten deutschen Eurovisions-Sieg holte, nach ihrem Hit «Ein bisschen Frieden» ab. Die Ausnahmen, die die Regeln bestätigen sind ABBA oder Céline Dion.
Was denken Sie: Hat Lena, was es braucht, um langfristig Erfolg zu haben? Oder ist sie - wie die meisten Castingshow-Gewinner, bloss ein kurzfristiges Phänomen? Meinungen bitte unten eintragen. (phz)
Erstellt: 31.05.2010, 13:50 Uhr
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17 Kommentare
Dieter Wundring. Typisch für CH! Neid, Missgunst und sonst nichts? Hätte die Schweiz mit einer "Lena" gewonnen, was wäre dann gewesen? Nationalstolz würde das Fass zum Überlaufen bringen. Es gibt genügend sog. Weltstars, die nicht gerade perfekt singen können, aber die etwas anderes haben: Star Appeal! Lena hat das Zeug dazu, und ich gönne ihr jeden Erfolg. Wer Erfolg hat, kann über Missmut lachen Antworten












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