Kultur

Gleich dreimal lacht das Herz des Hardrockers

Von Julian Zahnd. Aktualisiert am 26.04.2012

Hardrocker en masse beehren die Region: Nazareth, Uriah Heep und De Wolff lassen die Musik der 70er Jahre aufleben.

Als das Gewächs noch üppig spross:  Die 70er-Rocker Nazareth.

Als das Gewächs noch üppig spross: Die 70er-Rocker Nazareth.
Bild: zvg

Uriah Heep: «Sunrise»

Nazareth: «Love Hurts»

De Wolff: «Don't You Go Up the Sky»

Agenda

Kofmehl Solothurn Nazareth: Dienstag, 1. Mai, 20 Uhr.

Mühle Hunziken Rubigen DeWolff: Mittwoch, 2. Mai, 21 Uhr.

Wer es vor dem Spiegel plötzlich mit der Langeweile zu tun kriegt, der erinnere sich am besten an die 70er-Jahre. Damals war die Vegetation auf den Häuptern noch üppig, die Schnauz-Kultur noch ungezähmt, und die Kleider zierten Muster, die unserer heutigen Uni-Fantasie wieder neues Leben einhauchen könnten. Natürlich wussten sie auch zu musizieren, die Jungs von damals, und sie können es noch heute.

Die Urgesteine...

Gleich zweifach fahren die Hardrocker-Urgesteine diese Woche auf. Mit Uriah Heep findet ein britischer Act den Weg ins bereits ausverkaufte Solothurner Kofmehl, der zusammen mit Deep Purple und Led Zeppelin in einem Atemzug genannt wird. Und wem es zum Ticketkauf nicht mehr reichte, der wohne ein paar Tage später dem Konzert von Nazareth bei, dem schottischen Pendant zu den Uriahs, das zwar ohne Hammondorgel agiert, aber dennoch soliden und flächigen Rocksound produziert.

Zwar hat sich die alte Rockergarde in den letzten 40 Jahren weiterentwickelt. Das Haar ist unterdessen angegraut, wenn nicht sogar verschwunden, die Kleidung ist ansehnlicher geworden. Ihrem Sound aber blieben sie treu: hartgesottener Rock, noch immer.

...und die jungen Wilden aus Holland

Das schüttelnde Haupthaar an erheblich jüngeren Gesichtern gibt es in der Mühle Hunziken zu sehen. DeWolff heissen die jungen Wilden aus Holland, die seit 2007 unterwegs sind, vor ihrem dritten Album stehen und längst über die Landesgrenzen hinaus Bekanntheit erlangt haben. Im Vergleich zu den 70er-Exponenten geht es bei den Jungrockern unverfänglicher, verspielter zu und her. Hardrock in einer etwas gepützelten Variante vielleicht, doch immer noch genug echt, um im nostalgischen Genre zu bestehen. «Wer sich DeWolff anhört, dessen Leben wird sich verändern», verspricht die Homepage. Ans Konzert werden sich jedoch mit Sicherheit auch jene getrauen können, die an ihren bestehenden Leben hängen.

(Der Bund)

Erstellt: 26.04.2012, 09:24 Uhr

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