Kultur
Diskussion
Der herzliche Musikschaffende
Bruce Springsteen trat gestern im Zürcher Letzigrund auf. Er tats in altbekannter Manier: Röhrend und rockend, keuchend und schwitzend und steinsolide. Eine gute Show. Mehr...
Von Linus Schöpfer.
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43 Kommentare
Frau Habermann, ich will tatsächlich nicht viel vom Musikbusiness verstehen, weil ich Musik ohne Business bevorzuge. Pop-Musik (steht für "populär", umfasst also Rock) ist immer Show. Das "herzlich" ist in Verbindung mit "Musikschaffender" schlicht überflüssig. Und zu Punkt 4: Das haben Sie beim Urheberrecht aber eine ganz andere Meinung vertreten.
@ Thomas Läubli: Ich gehe davon aus, dass Sie nicht viel vom Musikbusiness verstehen und Springsteen noch nie live gesehen haben, geschweige denn ihn persönlich kennen.
1. Springsteen spielte ein Konzert ohne Showeffekte
2. Der Musikstil nennt sich Rock und nicht Pop
3. Nicht nur Pfarrer können herzliche Menschen sein
4. Was spricht dagegen, dass auch ein Musiker mit seiner Arbeit Geld verdient?
Warum sagt es keiner? Der grandiose Bruce war von einem grottenschlechten, breiigen und blechernen, wiederhallenden Sound begleitet . War es das für grosse Stadionkonzerte halt ungeeignete, offene Letzi? War es ein lascher Soundcheck und Abmischung? Ich habe jedenfalls in vielen Jahren an Stadionkonzerten noch selten bei einer grossen Band ein akustisch derart unbefriedigendes Konzert erlebt! Antworten
Natürlich haben sie recht mit ihrer Aussage Herr Leiser. Wir haben uns auch gewundert, dass bei diesen Eintrittspreisen so ein grottenschlechter Sound geboten wird. Man konnte nur erahnen wie diese grossartige Band in akustisch guter Umgebung klingen würde. Es spricht aber für Springsteen, dass er trotzdem die musikalische Message rüberbringen und uns begeistern konnte.
sportstadien sind grundsätzlich sehr schwierig zu beschallen. jenachdem, wo man sitzt/steht kann es ganz unterschiedlich klingen. ich hörte mir das konzert ausserhalb des stadions an der ecke basler- herdernstrasse an. die sound-qualität war tipp topp.
Echoes gibts bei geraden, abschliessenden Wänden, ich weiss ja nicht was Sie gestern konsumiert haben, Ich hatte nur Bier. Aber von Tontechnick haben Sie DEFINITIV keine Ahnung!!!
Zur Konzert-Kritik gehört auch, dass das "SF bi de Lüt" Züri um 22:05 Uhr den Stadionlichtschalter drückte. Das ist ein Affront gegenüber einer Rocklege und den Fans. Dazu Image schädigend für Zürich. Glücklicherweise drückte es nicht auf die Stimmung, was wiederum für The Boss spricht. Aber das nächste Mal bitte wieder im Stade de Suisse. Antworten
Lieber Marco P.
Es ist seit Jahren Standard bei Springsteen-Konzerten, dass während der letzten halben Stunde die "Houselights" angehen. Der Grund ist ganz einfach: als Künstler auf der Bühne sieht man (bei Dunkelheit) gerade mal die ersten paar Reihen. Und Bruce möchte alle sehen, weil er ja immer wieder sagt "are you ready for a house party"! Das ist die ganz simple Erklärung.
Das Licht während der Show wird einzig und allein durch die Crew im Front of House gesteuert... Dieser Effekt ist somit von Bruce gewollt!
Das Stadionlicht würde sonst nur im Falle eines Notfalls eingeschaltet... und es war definitiv kein Notfall!
Ich vermute, das Licht gehörte zur Show, denn es war in Barcelona und Frankfurt auch so. Dann sieht die Band die Leute bis in die letzte Reihe, hat doch auch was, wenn man sieht, dass alles tanzt und dabei ist!
Das war vor gut 4 Wochen auch im San Siro schon so. Daraus folge ich, dass das der Wunsch der Band ist...
Fand das Konzert genial. Nicht mehr ganz so intensiv wie 1988 in Basel, aber wir sind ja alle älter geworden.
Einziges Minus: Obwohl ich direkt vor dem Mischpult (Richtung Bühne) stand, empfand ich den Sound als eher mässig. Es hat öfters gepfiffen und wenn Bläser, Streicherin, Keybords und Gitarren im Einsatz waren, gab es einen "Brei". Oder muss ich das meinen alternden Ohren zuschreiben?
Antworten
1988 war EINMALIG. Ich bin per Zufall noch reingekommen (mein erstes Open Air) für damals 40.- und dann ist er einfach 4 Stunden voll abgerockt, ohne Show und nur mit einer kleinen Band vor 60'000. Und gestern? Da ist ein Vierteljahrhundert vergangen und er hat höchstens 10% von seiner Energie verloren (und die Band aufgestockt). Chapeau! Und WIEDER Twist + Shout am Ende - Nostalgie pur!
waren nicht die Ohren.... war die Soundanlage. Teilweise breiig, auch auf den hinteren Raengen. Schade, der Rest war 1a.
Ob jetzt BS' Credo authentisch ist oder nicht, in New Jersey lieben sie ihn noch immer.... und er verkoerpert sicher eine Stroemung des US way of (declining?) life.
Bei uns war die Stimmung auch top! Stimmung ist was ich selber auch dazu beitrage....also Pascal Schlegel, dass nächste Mal vielleicht selber ein wenig dazu beisteuern :-)
kleiner tipp, kein sitzplatz ganz hinten kaufen;-)
Stimmung flop??? Dann war ich gestern an einem andern Konzert......
WOW! Ich lese im Tagi mal eine Konzertkritik, die mit der Publikumsmeinung übereinstimmt. Ich bin kein Fan, und es war mein erstes Bruce Springsteen Konzert. Trotzdem war auch ich begeistert. Einzig das Wort Show im Text gefällt mir nicht, denn trotz Riesenbühne war es ein Konzert ohne jedwelche Showeffekte. Die Ausstrahlung von Springsteen ist einmalig und macht Showeffekte schlicht überflüssig. Antworten
Gell, lieber Herr Lisser und sie wissen sicherlich auch genau woher Springsteen kommt, was wer und seine Eltern, vor allem seine Mutter, durchgemacht haben, wie arm sie waren..Das Musik seine einzige Fluchtmöglichkeit aus diesem Elend war..Bevor sie solche abgeschmackten Märchen erzählen bitte das ganze Bild betrachten.. Antworten
Für Konzerte absolut ideal, ja! Aber für Fussball, sorry, reiner Schrott. Endlich her mit dem Fussballstadion und dann mehr Konzerte im Letzgrund :-)
das sehe ich auch so! es sollte mehr konzerte darin geben! leider sterben die stars langsam aus, die solche stadion füllen.
Springsteen ist auf dem absteigenden Ast, seit er das Patriotenimmage aufgegeben hat und einfach, zwar ein keuchender und schwitzender, Protestsänger geworden ist. In den USA hat er es inzwischen mit den ehemaligen Fans total verscherzt und sucht sich seine Clientel bei den Weltverbesserern und progressiven Kräften. Schade fuer ihn,dass er offenbar sein halbes Leben auf der "falschen" Seite war! Antworten
Wohl eins der grössten Missverständnisse der Rockgeschichte, Springsteen als Patrioten zu sehen. Born in the USA ist zb eine bitterböse Abrechnung mit dem Vietnamkrieg... genau wie viele andere Songs soziale Theman aufgreifen. Reagan wollte den Song für den Wahlkampf verwenden, der Boss hats ihm untersagt. Soviel zum Thema Patriot im Sinn von "rechts".
Was ist denn das für ein Unsinn? Springsteen stand immer auf der richtigen Seite und das Patriotenimage begründet nur darauf, dass einige Leute den Text zu "Born in the USA" nicht verstanden haben. Springsteen stand immer auf der Seite der progressiven Kräfte.
42000 im Letzi und 300 im Z7 Pratteln beim alten Savatage-Mastermind Jon Oliva, vom Schicksal gebeutelt und trotzdem lebensfroh und charismatisch wie kein zweiter. Melodisch verspieltes Genie, das höchste aller Gefühle, aber man geht halt lieber ins Letzi, zum Handwerker. Antworten
War echt froh beim Handwerker im Lezi und nicht im Z7 gewesen zu sein. 42000 Leute sind meiner Meinung zu viel für für die Pratteler Musikfabrik ;-)
Was für ein Vergleich, Power-Metal vs. Mainstream-Rock. Von den 42000 im Letzi wissen 41998 nicht, wer oder was oder wie Savatage ist. Abgesehen davon sind die ohne Chris Oliva auch nicht mehr das gleiche... ;-)
Bitte keine Konzerte mehr im Letzigrund. Das Stadion ist eine einzige Katastrophe. Es ist weder für Fussball noch für Konzerte geeignet. Hatte an und für sich einen guten Platz und war doch meilenweit von der Bühne weg.
Schade, denn der Boss war einmal mehr Spitzenklasse und den eintritt mehr als nur wert. Da könnte sich so mancher ein Stück abschneiden
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So ist das nun mal bei Grossanlässen, es können nicht alle 42k in der ersten Reihe stehen. ;)
Bruce, einmalig, genial! Zürich rockt, ein unvergesslicher E-Street-Abend. Der Boss spielt sich in die Herzen seiner Fans. Schade, dass nach 10 bereits das Flutlicht anging. Brach die Stimmung und war gegenüber der Künstler "bünzlig". Der Boss nahm's zum Glück locker und steigerte sich ins Finale. Verschiedene Popdiven wären ab der Bühne. Bruce, wann kommst Du wieder? Antworten
Sorry Paul,
da outest du dich als Springsteen-Neuling, zumindest der aktuellen Tour. Das Licht geht immer bei "Born to run" an, damit alle die Masse sehen kann, wie sie mitgeht. War also kein verzweifelter Versuch, ihn von der Bühne zu bringen, sondern pure Absicht!
"Dancing in the dark" bei vollem Flutlicht....!!! Hat mich auch sehr geärgert.. wer kommt auf so eine Idee??? Das Letzi wegen Sicherheitsbedenken oder doch Bruce, der das bei Zugaben offenbar immer so macht??
@lisser: gebe es einen anderen weg seine botschaft zu überbringen? klar wird er sein geld geniessen, aber er hat es auch verdient wenn man liest wo er angefangen hat. würde ich ihnen also auch mal empfehlen....
Ein Multimillionär mit gefärbtem Haar, im Privatflugzeug reisend, von Bodyguards, Buchhaltern und Anwälten beschützt, singt für mindestens 10'000 Dollar Gage pro Song über die armen Arbeiter und Angestellten und wettert über die Reichen. Zuerst ist der Boss ein Marketing-Genie.
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