Kultur

Das beste Pressebild des Jahres

Aktualisiert am 10.02.2012 4 Kommentare

Eine Aufnahme aus dem blutigen Machtkampf im Jemen ist zum besten Pressefoto 2011 gekürt worden. «Das Foto steht für die gesamte Region», begründete ein Jurymitglied die Auszeichnung.

1/12 Das Bild des Jahres 2011: Eine Frau hält einen verwundeten Angehörigen in Sanaa, während der Proteste gegen Jemens Präsident Saleh. Die Aufnahme des Spaniers Samuel Aranda erschien in der «New York Times» – und gewann den 1. Preis in der Kategorie «People in the News Singles».
Bild: Samuel Aranda/Keystone

   

Ausstellung

Von der Welt in die Schweiz: Keystone präsentiert die World-Press-Photo-12-Ausstellung vom 4. bis 28. Mai 2012 im Papiersaal in Sihlcity, Zürich.

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Das mit dem World Press Photo Award 2011 ausgezeichnete Foto zeigt eine Frau in schwarzem Vollschleier und weissen Handschuhen, die in ihren Armen einen verletzten Verwandten hält. Das Foto stammt vom Spanier Samuel Aranda. Er hatte es im Oktober vergangenen Jahres in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa in einer Moschee aufgenommen, in der Gegner von Präsident Präsident Ali Abdullah Saleh ein Feldlazarett einrichteten.

«Das Foto steht für die gesamte Region», begründete Jurymitglied Koyo Kouoh in Amsterdam die Auszeichnung im wichtigsten Fotowettbewerb der Welt. «Es präsentiert den Jemen, Ägypten, Tunesien, Libyen, Syrien – einfach alles, was während des arabischen Frühlings geschah.» Das Besondere an dem Foto sei, dass es in einer bedeutenden Entwicklung «eine private, intime Seite» zeige. Aranda war im Auftrag der «New York Times» im Jemen.

Im Zuge der revolutionären Bewegungen in der arabischen Welt hatten Anfang 2011 auch im Jemen Proteste gegen Saleh eingesetzt. Der seit 1978 amtierende Staatschef unterzeichnete im November nach monatelangen Protesten mit Hunderten Toten ein Abkommen zum Machtverzicht. Im Gegenzug wurde ihm Straffreiheit zugesichert. Bis zur Präsidentschaftswahl am 21. Februar ist Saleh als Ehrenpräsident formell noch im Amt. (dip/sda)

Erstellt: 10.02.2012, 12:45 Uhr

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4 Kommentare

Martina Clarissa

10.02.2012, 16:22 Uhr
Melden 26 Empfehlung

"Kämpfende Nashörner in Südafrika"??? Wohl kaum! Das in der Kategorie Natur prämierte Bild zeigt vielmehr ein Weibchen, bei dem Wilderer mit der Kettensäge das Horn und einen Teil des Schädels entfernt haben und das diese Tortur überlebt hat. Das Nashorn rechts ist ein Bulle, der sich mit ihm zusammengetan hat. Kann man auf der Award-Homepage nachlesen, verehrte Bildlegendenschreiber! So man will. Antworten


Gutherz Blut

13.02.2012, 22:40 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Pressefotografen sind ständig auf der Suche nach dem Hässlichen. Antworten



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