Tödliche Kunst
«Dreamspace V»-Erbauer Maurice Agis.
Die Installation «Dreamspace V» sollte die perfekte Mischung aus Kunst und Entertainment werden: Aufblasbare Plastikblasen, die die Besucher begehen konnten. Aufgestellt hatte sie der englische Künstler Maurice Agis, 77, im Riverside Park in Chester-le-Street.
Das war im Jahr 2006. Erst jetzt wurden anlässlich der Gerichtsverhandlung die grausigen Details des Unfalls bekannt: Die Installation war nicht korrekt befestigt und wurde vom Wind erfasst. Die 30 Menschen im Innern dachten zuerst, dass die Erschütterungen ein Teil der Installation seien. Als die ersten Besucher meterhoch herumgewirbelt wurden, war es zu spät, um zu flüchten.
Glück im Unglück
Während «Dreamspace V» neun Meter über dem Boden unkontrolliert in der Luft hin und her wehte, kamen zwei Besucher um. Andere wurden zum Teil schwer verletzt. Eine grössere Katastrophe wurde nur verhindert, weil die PVC-Blasen an einem Fernsehmast hängenblieben. Der Unfall wurde von einer Überwachungskamera gefilmt.
Agis stritt zunächst jegliche Verantwortung ab. Während einer Gerichtsverhandlung in dieser Woche kam jedoch heraus, dass er zur Befestigung von «Dreamspace V» zu wenig Pflöcke sowie die falschen Seile verwendet hatte. Der Künstler bekannte sich danach schuldig. Das Urteil ist noch ausstehend. (phz)
Erstellt: 26.02.2009, 15:14 Uhr





