Kultur

Hollywood formiert sich zur Mega-Gewerkschaft

Aktualisiert am 31.03.2012 1 Kommentar

Schauspieler, Ansager, Tänzer, Sänger, Musiker und Journalisten ziehen in Hollywood künftig an einem Strick: Die Formation der Gewerkschaft SAG-AFTRA wird dort als «historisches» Ereignis gefeiert.

Haben eine bessere Verhandlungsbasis mit den Studios zum Ziel: Mitglieder der neuen Gewerkschaft SAG-AFTRA.

Haben eine bessere Verhandlungsbasis mit den Studios zum Ziel: Mitglieder der neuen Gewerkschaft SAG-AFTRA.
Bild: Keystone

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Hollywoods grösste Gewerkschaften, der Schauspieler-Verband SAG und die Gewerkschaft der Fernsehbeschäftigten AFTRA, schliessen sich zusammen. Die Mitglieder beider Gewerkschaften stimmten mit grosser Mehrheit für den Zusammenschluss.

Damit gehörten nun über 150'000 Schauspieler, Ansager, Tänzer, Sänger, Musiker, Journalisten und andere Beschäftigte im Film- und Fernsehbereich einem gemeinsamen Verband an, wie die neu formierte Organisation SAG-AFTRA am Freitag mitteilte.

Bisherige Verhandlungen gescheitert

Die Gewerkschaftsleitung sprach von einer «historischen» Abstimmung. Damit hätten beide Verbände das grundlegende Prinzip «Zusammen sind wir stärker» bestätigt, sagte der SAG-AFTRA- Vorsitzende Ken Howard. 86 Prozent der AFTRA-Mitglieder und 82 Prozent der SAG-Mitglieder stimmten für den Zusammenschluss.

Bisher hatten SAG (Screen Actors Guild) und die kleinere AFTRA (American Federation of Television and Radio Artists) ihre Verträge mit den grossen Studios in eigener Sache ausgehandelt. Bei Tarifabsprachen war es in den letzten Jahren immer wieder zu zähen Verhandlungen und Streiks gekommen.

Frühere Versuche, die beiden Gewerkschaften zu verbinden, waren mehrfach gescheitert. Bei einer Abstimmung im Jahr 2003 gab es nicht genug Zuspruch von der Screen Actors Guild, der die meisten grossen Filmstars angehören.

Zahlreiche SAG-Mitglieder befürchteten, dass bei einem Zusammenschluss die Interessen der Schauspieler zu kurz gekommen wären. Ein Grossteil der AFTRA-Mitglieder sind keine Schauspieler, sondern Moderatoren, Produzenten und Musiker bei Radio- und Fernsehsendern.

Auch 1999 war ein Versuch, SAG und AFTRA zu vereinen, daran gescheitert, dass bei der SAG nicht genügend Ja-Stimmen zusammen kamen. (mrs/sda)

Erstellt: 31.03.2012, 11:31 Uhr

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1 Kommentar

Robert Franz Reichmuth

01.04.2012, 20:48 Uhr
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Mega-Gratulation zu dieser Vereinigung des US-Kulturproletariates. Die Qualität der zukünftigen Produktionen wird die "vereinigten Kulturschaffenden Europas" aus den Socken hauen. Antworten



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