Kultur

Violonistin gibt Geige nach Österreich zurück

Die vom Schweizer Zoll beschlagnahmte Instrument ist wieder auf dem Weg nach Wien. Geigerin Patricia Kopatchinskaja ist nach eigenen Angaben «traumatisiert».

Kampf mit Zollbehörden: Patricia Kopatchinskaja.

Kampf mit Zollbehörden: Patricia Kopatchinskaja.
Bild: pd

Die Geigerin Patricia Kopatchinskaja hat die wertvolle Guarneri del Gesù, die sie am 8. April als Leihgabe von der österreichischen Nationalbank erhalten hatte, wieder zurückgegeben. Inzwischen befindet sich das Instrument auf dem Weg in einen Wiener Tresor.

Sie sei traumatisiert von ihren Erfahrungen am Schweizer Zoll, hat Kopatchinskaja ihren Entscheid begründet. Das Verhör durch einen Fahnder, der sich an Drogenschmuggler und kriminelle Importeure von Giftschlangen gewöhnt ist, war kein Vergnügen. Um die Violine legal in die Schweiz bringen zu können, hätte sie rund 450'000 Franken bezahlen müssen. Und die Aussicht, irgendwann an irgend einem anderen Zoll wieder stecken zu bleiben mit dem Instrument, war auch nicht erfreulich.

Einen definitiven Strich kann Kopatchinskaja trotzdem noch nicht ziehen unter die Geschichte. Das Strafverfahren läuft, zunächst war von einer Busse von bis zu 700'000 Franken die Rede. Inzwischen geht man von Fahrlässigkeit aus, was das Strafgeld auf rund 10'000 Franken schrumpfen liesse. Was immer noch genug ist für eine Geige, die sie kaum drei Wochen gespielt hat. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 28.04.2010, 15:00 Uhr

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56 Kommentare

Georg Stamm

30.04.2010, 16:31 Uhr
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Das Ganze erinnert an den Fall Polanski, den man an das Zch.-Filmfestival einlud um ihn dann 32 Jahre nach der Tat bei seiner Einreise zu verhaften. Auch bei Frau Kopatchinskaja handelte man verm. formal korrekt aber ohne jegliches Gespühr, ja ohne Anstand und sehr pingelig. Was meint eigentlich unsere Justizministerin zur Sache ? Aeussern Sie sich, Frau Wiedmer. Antworten


Salome Bleuler

29.04.2010, 17:54 Uhr
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Die Zollbeabten Haben sicher ihre Flicht getan ich finde es absurt dass man heute für alles Papiere Braucht und vieleicht hatte es Frau kopatchinskaja dass nicht gewusst die zöllner könnten schon mal ein wenig toleranter sein Antworten


christian schweitzer

29.04.2010, 11:00 Uhr
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frage mich wie viele die hier "geschieht ihr recht" schreien schon mal mit einem carnet ATA den zoll passieren mussten. ich habe das letztes jahr zu ersten mal gemacht und wurde mit meinen papieren, die von der handelskammer beiderB vorbereitet waren, während guten 2h von übellaunigen zöllnern kreuzundquer über und unter dem zoll amt weil rumgescheucht. das war echt horror. Antworten


Werner Meyer

29.04.2010, 10:44 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Wenn auch nur der geringste Anhaltspunkt für einen geplanten illegalen "Verkauf" dieses kostbaren Instrumentes bestanden hätte, wäre ich noch bereit die Zöllnermassnahme zu tolerieren. Aber soo, nein! Da gibt es nur einen Kommentar (frei nach Asterix): Die spinnen, die Zöllner) Antworten


Leo Stern

29.04.2010, 09:07 Uhr
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Wenn ich alle diese Kommentare lese frage ich mich, ob diese Leute überhaupt gelesen haben um was es geht. Nochmals: Frau Kopatchinskaja ist beim Zoll durch die grüne Pforte gegangen. Ich glaube, die meisten wissen nicht was das bedeutet. Wäre sie durch die rote Pforte gegangen wären ihre Papiere schnell durchgeschaut worden, man hätte sie auf fehlende Papiere hingewiesen und fertig. Ohne Trauma. Antworten


David Kern

29.04.2010, 09:02 Uhr
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Übrigens ist sie nicht die einzige Profimusikerin mit Leihinstrument. Man hätte sich ja auch mal bei den Kollegen informieren können. Die Stradivaris sind nämlich auch oft Leihgaben. Antworten


Rolf Schütz

29.04.2010, 09:00 Uhr
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sandro gasser und otto ris bringen es auf den punkt! mit ein wenig fingerspitzengefühl und gesundem menschenverstand wäre diese sache ohne probleme zu lösen gewesen. was mich erschreckt, ist die hohe anzahl von "sachverständigen", welche den zoll verteidigen... typische schweizer bünzli-mentalität, stur und polizistenmässig! Antworten


Marie Forster

29.04.2010, 08:35 Uhr
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traumatisiert????? dann soll sie doch mal nach Haiti - es wird ihr recht schnell wieder besser. Antworten


sandro gasser

29.04.2010, 08:31 Uhr
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die ganze geschichte erinnert mich an polanski, gaddhafi. alles vorfälle die mit klugem verstand auf dem kleinen amtsweg und kleinem feuer hätten erledigt werden können. stattdessen beruft man sich auf den buchstaben des gesetzes und verursacht unermessliche schäden für das land, an personen. zum glück ist es diesmal ohne "handels/kultur krieg" mit österreich ausgegangen. unglaublicher vorfall. Antworten


Hans Graf

29.04.2010, 07:52 Uhr
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Die ach so "traumatisierte" Geigerin hätte nur einfach den roten Zolldurchgang wählen müssen und da wäre sie ohne Probleme und grosse Konsequenzen über die Vorschriften aufgeklärt worden. Jeder vernünftige Mensch wählt diesen Weg, wenn er Waren mitführt, die ausserhalb des Üblichen liegen. Antworten


otto ris

29.04.2010, 07:08 Uhr
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@Alle die Beamtenseelen, welche den Zoll in Schutz in nehmen: Merkt ihr eigentlich was da abläuft? Oder seid ihr eventuell auch noch stolz auf euer "Fachwissen" über diese Gesetzesflut, die uns allen mehr und mehr die Lust und die Luft nimmt? Vermutlich steigt der "Mehrwert" dieses Instruments jedesmal wenn es verkauft und die Steuer darauf entrichtet wurde... einfach abstrus das Ganze! Antworten


Oliver Amberg

29.04.2010, 07:07 Uhr
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Diese Story wird nun schon 3 oder 4 Tage ausgeschlachtet, dabei ist es so simpel. Geigerin wählt grünen, also falschen Kanal beim Zoll und gibt Geige beim Zoll nicht an. Und nun ist die arme Frau traumatisiert, brüskiert und schockiert, weil sie vom Zoll nicht einfach höflich durchgewunken wurde. Dramatisch - traumatisch. Antworten


Hans Maier

29.04.2010, 07:00 Uhr
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eine Schande für die Schweiz, wie sich unser Zoll hier aufführt Antworten


Emil Gross

29.04.2010, 06:44 Uhr
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Ich kann mir schon vorstellen, dass die Geigerin ahnungslos war, denn Musiker/innen, leben in einer andern Welt. Doch ihr Mann soll ja Politiker gewesen sein und das hätte der wirklich wissen müssen. Das zeigt wieder einmal, was unsere "Politiker" drauf haben....... Antworten


Werner Löschenkohl

29.04.2010, 03:30 Uhr
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Der Schweizer Zoll hat nur seine Pflicht getan. Unwissenheit schützt auch "Promis" nicht vor Strafe Dann ist das ganze Prozedere besonders unangenehm. Antworten


Roland Wey

29.04.2010, 01:42 Uhr
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Alle, die noch nie einem verhörenden Beamten gegenüber sassen, haben kein Ahnung was da abläuft. Ich kann verstehen, dass jemand traumatisiert aus so einem Verhör heraus geht, vor allem dann, wenn einem knallhart offenbart wird, dass ein Strafverfahren ansteht und eine Busse von bis zu Fr. 700'000 droht. Also, ihr geiffernden Leserbriefschreiber, kommt runter von eurem hohen Ross. Antworten


Johannes Anders

29.04.2010, 00:25 Uhr
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Das Ganze ist ein unfasslicher Schildbürgerstreich, der zeigt, wie kulturlos, unflexibel und stur die Zollbeamten reagieren, dabei spielt die Geigerin garnicht so unpopuläre Musik. Vor vielen Jahren gab es einmal einen ähnlichen Skandal, als der grosse Komponist Pierre Boulez am Schweizer Zoll verhaftet wurde, weil er früher einmal postulierte, alle Opernhäuser müssten müssten gesprengt werden. Antworten


Giovanni Buergi

28.04.2010, 23:54 Uhr
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@Lis Schärer: Träumen Sie weiter. Mindestens 4 Stradivari Geigen sind in Schweizer Besitz (Stiftung Habisreutinger und andere). Frau Kopatchinskaja täte gut daran ein anderes Management, inkl. ex Schweizer Nationalrat, zu suchen, das weiss wie man mit solchen Musikinstrumenten in der Welt herumreisen kann, wie es auch andere Besitzer berühmter Geigen tun, z.B. Anne Sophie Mutter, Itzhak Perlman. Antworten


Peter Vogler

28.04.2010, 23:29 Uhr
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Ich weiss nicht wofür ich mich als Schweizer mehr schämen soll,für das Verhalten eines Zollinspektors,welcher Frau Kopatchinskaja in die "Mangel" nahm,oder für gewisse kleinkarierte Kommentatoren welche Frau Kopatchinskaja "gute Ratschläge"erteilen wollen.Aus vielen Beiträgen spricht der blosse Neid.Sie hat aber ihren Status vor allem durch ihre Arbeit als Musikerin erreicht. Antworten


Bruno Betschart

28.04.2010, 23:22 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Dies ist leider ein weiteres Beispiel in einer immer länger werdenden Serie von rechtlichen Regelungen, die an und für sich isoliert betrachtet, Sinn machen, aber in der Ausführung und im Alltag sich in eine pervertierte Situation verwandeln. So wird jeder Bürger, (ich unterstreiche jeder!!) ein potentieller Krimineller und Gesetzesbrecher! Antworten


Martin Zurmühle

28.04.2010, 23:08 Uhr
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Alle die es hier so genau wissen und sich mit allen Formalitäten des Zolls und der MWSt so gut auskennen und so cool sind möchte ich sehen, wenn ihnen mal eine Busse von 700'000.-- angedroht wird :-). Dann werde sie es sicher genau so cool und locker nehmen. Total easy. Antworten


Werner Lietz

28.04.2010, 23:06 Uhr
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Jeder der hier schadenfreudig "selber schuld" jauchzt soll mal wenigstens einmal im Leben sein Hirn benutzen: Wir alle, nicht nur diese Musikerin, haben andere Probleme als sich um Logistik Gedanken zu machen. Aber heutzutage kann man ja kaum noch aus dem Haus ohne juristische Beratung. Beim Zoll weiss auch die linke Hand nicht was die Rechte macht - ein Armutszeugnis für unser Land! Antworten


Matthias Kalt

28.04.2010, 22:34 Uhr
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So etwas gibt es nur in der Schweiz: Alle und Alles über den gleichen Leist schlagen, kein Differenzieren, kein Nachdenken, keine Eigenverantwortung - aber Paragraphen reiten bis zum Abwinken und alles auf Mittelmässigkeit herunterbügeln. Das Ganze ist eine Schande für die Schweiz und zeigt einmal mehr welche Kleinkariertheit in unserem Land herrscht - haben wir keine anderen Probleme? Antworten


Daniel Müller

28.04.2010, 21:44 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Wer millionenteure Güter über die Grenze transportiert, muss solche anmelden. Das sollte auch im Interesse der Künstler sein. Würde ein solches Objekt als gestohlen gemeldet, könnte man es nicht einfach mit dem Flugzeug wegbringen. Dass die Künstlerin traumitisiert ist, verstehe ich. Es fällt Kunstschaffenden immer schwer, wenn diese feststellen, dass auch künstlerische Freiheit ihre Grenzen hat! Antworten


Rudi Meier

28.04.2010, 21:09 Uhr
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Der tipp mit dem Spediteur ist rührend. So ein Instrument gibt man nicht aus der Hand, dürfte wohl klar sein. Es sollte ja auch einen Weg geben, ein Gerät, das man berufsweise benützt unbürokratisch mit sich zu führen. Offenbar gibt es diesen Weg auch nur hat ihn die Künstlerin nicht gekannt. Die Leute aufklären und behilflich sein die Sache in Ordnung zu bringen wäre wohl angebracht gewesen. Antworten


Res Bühlmann

28.04.2010, 20:40 Uhr
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Dies hört sich ja fast an wie zu Zeiten der DDR . Unflexibel wie die Pest ! Die Sachlage ist ja so deutlich, dass in ihrem Fall mildernde Umstände gelten müssen. Anstelle man Respekt zeigt vor solchen Leuten, wirft man ihnen Steine in den Weg ! Antworten


peter stoffel

28.04.2010, 19:43 Uhr
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traumatisiert? hm.. wurde sie gefoltert? eingekerkert? unsittlich genötigt? bei meiner nächsten parkbusse bin ich auch traumatisiert... Antworten


Diego Petraccini

28.04.2010, 18:53 Uhr
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Also bei der Aussicht auf eine 700'000-fränkige Busse, für eine "Tat" ohne jegliche kriminelle Absicht, kann ich mir eine Traumatisierung ziemlich gut vorstellen. Antworten


lisa tschudin

28.04.2010, 18:29 Uhr
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einem menschen, der so leicht traumatisiert ist, sollte man keine so teure geige so einfach in die hand druecken. da muss sich jemand fuer ihn um die formalitäten kümmern. künstler ticken halt anders. nur zu hoffen, dass es irgendwo eine geigentrauma therapie gibt! Antworten


Lis Schärer

28.04.2010, 18:20 Uhr
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Ja so sind wir Schweizer. Erbarmungslos gegenüber allen die sich nicht an die Gesetze und Bestimmungen halten. Es sei denn es handelt sich um Boni Banker, die finden anscheinend immer wieder, mit Unterstützung unserer Politiker, ein lukratives Schlupfloch. Frau Kopatchinskaja ist traumatisiert., ich mit ihr. Eine gute Geige fehlt in der Schweiz. Es lebe das Schweizer Mittelmass. Antworten


peter ess

28.04.2010, 18:18 Uhr
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Und wenn ein Rapper sein Riesengoldkreuz einfuehren wuerde und das Gleiche erfaehrt sind die Geigenfans wahrscheinlich auch auf der Seiten des Beamtenbuenzlis. Nobelkultur. Antworten


Peter Weber

28.04.2010, 18:04 Uhr
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Wenn man sich mit den Formalitäten nicht auskennt, soll man ein Spediteur beauftragen, um Ärger zu vermeiden. Das gilt für alle, glücklicherweise leben wir in einem Rechtsstaat. Antworten


Peter Müller

28.04.2010, 18:00 Uhr
Melden

Die Mehrheit der Kommentare hier strotzt ja wieder mal vor Ignoranz. Frau Kopatchinskaja wohnt in der Schweiz und wollte eine im Ausland erhaltene Geige einführen, da ist nun mal die Mehrwertsteuer fällig. Das gilt auch bei einer Dauerleihgabe, sonst würde ich nämlich schon lange nichts mehr in Deutschland einkaufen, sondern mir die Dinge nur noch von einem Bekannten dauerausleihen. Antworten


Lukas Kubin

28.04.2010, 17:58 Uhr
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Der Ausdruck 'traumatisiert' ist nicht zu weit her geholt. Auch mit 'Carnet ATA' und 'Freipass', etc. ist es beliebig mühsam die Grenze zu überschreiten. Ich habe da Erfahrungen machen müssen (mit temporär ausgeführten Messgeräten). Die Bürokratie ist absolut unglaublich. Wenn da jemand von weniger als 100.- Gebühren schreibt, dann vernachlässigt er den Zeitaufwand in seiner Kostenrechnung massiv. Antworten


Peter Heiniger

28.04.2010, 17:51 Uhr
Melden

Nichtwissen schützt vor Strafe nicht Frau Kopatchinskaja. Wenn man mit so einem wertvollen Instrument über die Grenze will, dann informiert man sich vorher. Aber Künstler leben halt in einer andern, ihrer eigenen Welt. Mit gegeigten Grüssen. Antworten


James Kairos

28.04.2010, 17:51 Uhr
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Die Schlange, die sich nicht häuten kann, geht zugrunde. Ebenso die Geister, welche man verhindert, ihre Meinungen zu wechseln; sie hören auf, Geist zu sein (Nietzsche). Ich würde dem Beamten empfehlen, das Strafgeld auf 5 Franken zu reduzieren und Frau Kopatchinskaja zu einem Kaffee einzuladen. Er könnte ihr erklären, warum die Vollkommenheit des Systems für unser Wohlbefinden unabdingbar ist. Antworten


Bruno Bänninger

28.04.2010, 17:26 Uhr
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Ok, die Frau hat einen Fehler gemacht. Wie wäre es gewesen, wenn der dienstbeflissene Beamte und sein Chef ihr geholfen hätten die Sache ordungsgemäss zu deklarieren. Dass bei uns Beamte sofort Böses oder gar Kriminelles vermuten wenn einem Bürger (in diesem Fall eine weltbekannte Künstlerin!) ein Fehler unterläuft, sagt alles aus über den Geist der in unserer Obrigkeit herrscht. Antworten


Markus Schmid

28.04.2010, 17:09 Uhr
Melden

Das alles ist ein Drama. Für die Geigerin, aber irgendwie auch für den Ruf der Schweiz. Hat die Geigerin noch nie etwas von einem "Instrumenten-Pass" gehört. Den haben versierte Musiker bei sich, woraus klar ersichtlich ist, dass das Instrument zum Musiker "gehört" und danach kein Zoll bezahlt werden muss. Andererseits stelle ich mir vor, dass der Zoll wohl ein wenig subtiler hätte handeln können. Antworten


Uli Pulfer

28.04.2010, 17:02 Uhr
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@Max Caster: Sie bringens auf den Punkt: nicht wissen (oder wie in diesem Fall, dergleichen tun) schützt vor Strafe nicht. Die Zöllner haben ihren Zahltag ehrlich verdient !!!!!!!!!!!!!!!!!! Antworten


Lorenz Brassel

28.04.2010, 16:59 Uhr
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Nicht zum ersten Mal muss ich mich schämen für das ekelhafte Verhalten von Schweizer Zollbeamten! Mein letztes Erlebnis war im Zug von Domodossola nach Brig: eine italienische Familie kehrt vom Besuch ihres Heimatdorfes in die Schweiz zurück. Im Gepäck ein Stück Käse von dort, ein Stück Heimat. Riesentamtam durch den Zöllner und die Familie muss bezahlen. Die Visitenkarte der Schweiz!? Antworten


Daniel Schäffler

28.04.2010, 16:58 Uhr
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Tramatisiert? Der Frau gehts wohl zu gut. Zudem nehme ich aus der Ferne mal an, dass der Zoll nicht aus heiterem Himmel so reagiert. Sie wird wohl etwas "vergessen" haben anzugeben. Bei dem ganzen Tross, den sie sicherlich mitschleickt, ist es peinlich, dass IHR das passiert. Im Normalfall kann man dem Zoll keine Vorwürfe machen. So aus der Ferne betrachtet. Selberschuld, naiv und dümlich! Antworten


robi meier

28.04.2010, 16:53 Uhr
Melden

Sehr, sehr beschämend für mich als Schweizer. Ich drücke mein Mitgefühl und Mitleid an Frau Patricia Kopatchinskaja aus, da dieses typisch spiessige schweizerisches Beamtentum in diesem Fall eine enorm grosse Schande für die Schweiz darstellt. Menschen wie Herr Hofmann und Frau Haass tun mir wirklich sehr leid, da sie scheinbar keine Empathie für andere entwickeln können. Antworten


Rudolf Gähler

28.04.2010, 16:42 Uhr
Melden

Die Zollbehörden habe ihre Pflicht getan. Daran gibt es nichts zu rütteln, ob das nun kleinkariert war oder nicht. Sollte sich Frau Kopatchinskaja dazu aufraffen, einen zweiten Einfuhrversuch dieser Violine zu unternehmen, sollte sie vorgängig mit den Zollbehörden sprechen. Mit den Schweizern und mit den Österreichern, irgendwann will sie die Geige schliesslich auch einmal zurückgeben. Antworten


Leo Stern

28.04.2010, 16:34 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Ich glaube,Frau Kopatchinskaja ist bewusst geworden was es heisst, im Gepäck 5 Millionen Franken mitzuführen. Darum verstehe ich auch ihren Verzicht. Wäre sie von Beginn weg vom Ausleiher und von ihrem Mann besser beraten worden wäre das alles nicht passiert. Für mich sind sie schuld: man drückt einer jungen Frau nicht einfach so was in die Hände und hofft, alles kommt schon gut. Antworten


Alain Stampfli

28.04.2010, 16:31 Uhr
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Hier sieht man, wie kleinkariert viele von uns sind. Sehr peinlich! Antworten


Rolf Schütz

28.04.2010, 16:28 Uhr
Melden

und ich bleibe dabei: mit etwas gesundem menschenverstand wäre diese sache besser abgewickelt worden. alle die hier immer schreien "gleiches recht für alle": wir sprechen von einer wertvollen geige, die eine bekannte künstlerin für konzerte zur verfügung gestellt erhalten hat. und nicht von einem porsche für einen banker... Antworten


Roman Racine

28.04.2010, 16:28 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Ursula Jungo: Mit einem Carnet ATA und einer korrekten Deklaration am Zoll wäre die Einfuhr sicher kein Problem gewesen. Mit unserem Urheberrechtsgesetz, das die Kopie von Tonträgern verbietet und Zwangsabgaben auf Leermedien vorsieht, sind Künstler und ihr Management gegenüber allen anderen Berufsgruppen ohnehin schon bevorteilt. Antworten


Ursula Haass

28.04.2010, 16:24 Uhr
Melden

Soviel ich gehört habe, lebt die Künstlerin in Bern und ihr Ehemann war früher Nationalrat. Haben die beiden bis jetzt in den Wolken gelebt? Wie kann man nur so an der Realität vorbeigehen......Die Zollbehörde hat sich richtig verhalten! Antworten


Jonas Hofmann

28.04.2010, 16:23 Uhr
Melden

"Traumatisiert" ist ein ziemlich starkes Wort, wenn es bloss darum ging, den Behörden einige kritische Fragen zu beantworten, die man sich ja selbst eingehandelt hat. Als nächstes verlangt die Familie wohl Schadenersatz vom Schweizer Zoll, weil Frau Kopatchinskaja so "schrecklich" behandelt wurde. Ich bin froh, dass wir in einem Rechtsstaat leben, in dem alle vor dem Gesetz gleich sind. Antworten


Piero Schmid

28.04.2010, 16:22 Uhr
Melden

Wieder einmal mehr hat kleinkariertes Beamtentum über den gesunden Menschenverstand gesiegt. Wie traurig für die begabte Geigerin. Wie beschämend für das Ansehen der Schweiz. Antworten


Pedro Behr

28.04.2010, 16:12 Uhr
Melden

Ich stimme S. Fürer zu, die gute Frau bzw. ihr Management hätten sich vorher erkundigen sollen. Dass sie jetzt "traumatisiert" ist, ist total übertrieben und typisch Künstler. Antworten


Ursula Jungo

28.04.2010, 15:46 Uhr
Melden

Um ans Geld zu kommen,wird alles getan!Kultur,Leben usw. sind absolut nicht wichtig,am wichtigsten ist das Geld! Da geht man über Leichen,rottet den Mittelstand aus,nimmt Künstlern das Ersparte weg und lässt die Banken ihr Geld verschleudern:der Steuerzahler kommt für alles auf!Macht ja keinen Piep liebe Bürger,im Bundeshaus sitzen nicht die armen Schweizer!!! Antworten


Max Caster

28.04.2010, 15:36 Uhr
Melden

Der Zoll macht hier stur und bürokratisch auf: Nicht wissen schützt vor Strafe nicht. Antworten


peter ess

28.04.2010, 15:32 Uhr
Melden

'Traumatisiert' ist wohl das falsche Wort und in der Anwendung beschämend wenn an die Kriegsverletzten, Opfer häuslicher Gewalt gedacht wird. Dass die Zöllner Schwierigkeiten haben 'lieb und nett' mit Verdächtigen umzugehen kann sein. Es hätte schlimmer kommen können ... einen Grenzwächtler an einem 'grünen' Uebergang. Nachts !!! Ich wünsche schnelle und gute Genesung von diesem 'Trauma'. Antworten


Michael Trachsel

28.04.2010, 15:27 Uhr
Melden

Die gute Frau hat noch nie etwas von einem Spediteur oder Zollagenten gehört. Für solche Fälle gibt es Carnet-ATA oder Freipässe, die Kosten maximal 100.00 Franken!! Antworten


Sandra Fürer

28.04.2010, 15:21 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Wenn man mit millionenteuren Güter über die Grenze geht, ist es von Vorteil, sich VORHER zu erkundigen. Unsere Gesetze gelten für alle, auch für Berühmtheiten. Antworten



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