Kultur
Diskussion
Wie die Tea Party Nordkorea besiegt
Im Actionfilm «Red Dawn» befreien ein paar patriotische Jugendliche die USA aus den Händen kommunistischer Invasoren. Amerikas Rechte freuts – obwohl die Filmproduzenten vor China einknicken mussten. Mehr...
Von Thomas Ley.
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21 Kommentare
Den Hass schürende Hetzpropagandafilme sind leider eine üble weltweite Tradition, seit es das Kino gibt. Die Frage ist doch die: Warum gibts immer noch Leute, die an der Kinokasse Geld ausgeben und ihre kostbare Freizeit opfern, um sich diese unsagbar dummen Machwerke anzutun? Antworten
Bin ich der einzige der mit diesen Fanatikern zusehends Mühe hat? Je mehr ich von der Tea-Party lese (und ich gehe schwer davon aus, dass unsere angeblich "linken" Medien halbwegs fair berichten) desto weniger Verständnis habe ich für diese Brüder. Ich nehme sie gar immer öfters als Bedrohung war. Ich möchte jedenfalls nicht durch ein US Hinterwälderbezirk fahren und eine Panne haben... Antworten
Der TA propagiert schon wieder einen Bumm-Bumm-Film, während er auf der anderen Seite die moralische Entrüstung gegen die Massaker in den USA schürt. Slavoj Zizek nennt das den Herrensignifikanten, der den Diskurs beherrschen muss, damit die Demokratie immer mehr entpolitisiert wird. Das ist letztlich die Absicht derjenigen, die die Omnipräsenz des Entertainments fördern. Antworten
Die Tea Party ist sicher ultrareaktionär, aber im Gegensatz zu den Reps ist sie durchaus für Kürzungen beim Militärhaushalt. Bei dem Artikel stimmt so einiges nicht.
Signifikant ist ebenso, dass in Reihen solcher TeaParty-Predigteinheiten Jünger darauf hingewiesen werden, die Finger vom Realismus zu lassen (Politsendungen, aufklärerische Musikstücke, Zeitungen), weil darin nicht mit deren Welt hausiert wird. Demokratie existiert in diesen Reihen nicht, denn entweder gehörste dazu oder eben nicht. Schwarz/weiss denken wird Mainstream; war noch nie demokratisch!
Wer es als politische Kraft schafft, dass selbst erwerbslose Menschen in den USA gegen Obamas Gesundheitsreform sind, ja sie sogar als "Machwerk des Kommunismus" verteufelt, der hat keine "feuchten Träume". Eine solche politische Kraft ist brandgefährlich für eine eh schon gespaltene Gesellschaft, giesst sie mit ihrer menschenverachtenden Ideologie noch mehr Benzin ins Feuer. Antworten
Ich täte sie früher, bei den Religionskriegen ansiedeln. Auch heuer werden Fanatiker herangezüchtet. Progressive bzw. Freigeister werden nach (immerhin) versuchter Aufklärung nur noch abhauen können. Die Symbolik wird zwar eine andere sein: Kreationistisches (um ein Beispiel zu nennen) wird verideologisiert. Anbei "Relideologie" bereits handfest auszumachen ist beim Phänomen "Wahre Eidgenossen"...
Eigentlich ist die Tea-Party auf dem gleichen Weg wie 1933 Europa... Zumindest sehe ich das so. Ich glaube nicht das es so endet, natürlich nicht, dafür sind die Menschen heute zu gut vernetzt. Aber die Ideologie hinter der Tea-Party ist gleich fanatisch und gefährlich...
Nichts Neues. Besucht inkognito mal 'ne Freikirche von solchen Tea-Party-Freaks. Euch werden die Haare zu Berge stehen was da an Hetze propagiert wird. Paranoid: Überall ist denen ihr Teufel wirksam bzw. zu sehen - nur aber bei denen selber, oder um sie rum, nicht...! Dieses Zeugs ist Gift; Finger davon lassen bliebe äusserst geraten. Antworten
Da bin ich anderer Meinung, der Film ist Kult.
Alleine schon die Schauspieler: Patrick Swayze und Jennifer Grey lange vor Dirty Dancing und ein unbekannter Charlie Sheen.
Zudem kommen die Kubaner im Original am Ende menschlich rüber. Aber zugegeben ich war damals ein Teeny.
Genau wie bei Kuba wird mit NK ein Lebenslanges Feindbild aufrechterhalten um sich so ein ganzes Lebenlang definieren zu können. Fällt Kuba oder NK eines Tages weg und wird gleich wie alles andere fällt auch der Lebensinhalt der Rechten weg... dann wäre endlich mal Ruhe und Einsamkeit. "Heroische Akte" würden der Vergangenheit angehören, Teetrinken und die NRA würde ihr Fundament verlieren Antworten
Apropos "feuchter Traum der Tea-Party": Wie sagte doch schon - um beim Genre zu bleiben - Aladeen von Wadiya (Achtung: ein Araber!) alias Sacha Baron Cohen (Achtung: ein Jude!), als er im Film "The Dictator" amerikanischen Boden betrat mit trockenem britischem Humor? "America! The birthplace of AIDS!" Antworten
@T. Hatziisaak: Auch ein Brite darf sich mal irren.
Wenn im Film tatsächlich China die USA angreifen würden, wäre dies die beste Voraussetzung für einen Publikumserfolg in der Volksrepublik, wo der Nationalismus noch ausgeprägter ist als in den USA. Nur: dann müsste das Ende des Films anders aussehen. Die Filmemacher sind nicht vor China eingeknickt, sondern vor dem Geld. Antworten
Durch die Zündung einer Atombombe in grosser Höhe kann ein elektromagnetischen Puls (EMP) ausgelöst werden. Es ist bittere Realität, dass ein solcher EMP jegliche Elektronik ausschalten würde, was heute ziemlich jedes Auto (und wohl auch alle Bezinzapfsäulen), Radios, Fernseher, Computer, etc. lahm legen würde. Deshalb schützen moderne Armeen ihre Waffen, Technik und Daten gegen solchen Angriffe. Antworten
@Sprecher
Natürlich gibt es den NEMP. Aber das ist schon lange bekannt. Sogar unsere "beste Armee der Welt" nutzt primär NEMP geschütztes Material. Und wenn sogar unsere Armee schon so weit ist, dann sind es die USA schon lange. Darum ist der Film unrealistisch. Kein NEMP der Welt deaktiviert die US Armee. Dafür haben die Fritzlis der Waffenlobby schon gesorgt und Milliarden abkassiert ;-)
Korrekterweise müsste es NEMP heissen, also "nuklearer elektromagnetischer Impuls". Nicht aufwändig geschützte Elektronik (Stichwort "faradayscher Käfig") wird innert Nanosekunden zerstört. Die Flankensteilheit eines NEMP ist gegenüber eines LEMP ("Lightning Electromagnetic Pulse"->Blitz) extrem hoch. Analoge Radios machen diese durch Blitze erzeugte Störungen schön hörbar, ebenso Funkgeräte.
Das Schöne am Kapitalismus ist doch, dass auch die härtesten hard-core-Rechten einknicken, wenn gedroht wird, den Geldhahn zu schliessen (statt Chinesen nun Nordkoreaner). Ansonsten gut (allerdings erstaunlich), dass im Bericht ein Michael Moore-Machwerk korrekterweise als "Polemik" und nicht wie früher als "Dokumentarfilm" bezeichnet wird. Antworten
Man sollte einen Klamauk-Film auch nicht allzu ernst nehmen.
Ein "EMP" (elektromagnetischer (Im)puls) kann zwar in einem gewissen Umkreis schon viel Unheil anrichten, aber sicher nicht so.
(Deshalb werden schon seit einiger Zeit wichtige elektronische Dokumente "EMP"-sicher aufbewahrt).
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