Kultur

Grosser Zuspruch für Xavier Kollers «Dällebach Kari»

Aktualisiert am 20.01.2012 1 Kommentar

Gestern wurden die 47. Solothurner Filmtage mit einer vielversprechenden Premiere Xavier Kollers eingeläutet. Nils Althaus überzeugt in der Hauptrolle.

Vielversprechendes Schweizer Kino: «Eine wen iig, dr Dällebach Kari» von Oscarpreisträger Xavier Koller. (Quelle: Youtube)


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Die beste Rolle seiner Karriere: Nils Althaus. (Bild: Keystone)

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Regisseur Xavier Koller hat nach eigenen Angaben gezögert, ob er seinen Film «Eine wen iig, dr Dällebach Kari», der erst im März in die Kinos kommt, bereits an den Solothurner Filmtagen zeigen soll. Dass er es tat, dürfte sich für ihn als günstig erweisen.

Die Uraufführung stiess am Donnerstagabend in Solothurn auf sehr grossen Zuspruch. Die Geschichte des humorvollen Berner Coiffeurs mit der Hasenscharte, der schweizweit Kultstatus geniesst, ist per se Filmstoff mit Kassenschlager-Potenzial. Koller macht daraus ein anrührendes und hervorragend besetztes Liebesdrama.

Schauspieler überzeugen

Für Nils Althaus, der den jungen Dällebach spielt, ist es wohl die beste Rolle seiner Karriere. Carla Juri glänzt als Fabrikantentochter Annemarie Geiser - und einen anderen gealterten Dällebach Kari als Hanspeter Müller-Drossaart, der die Rolle schon im Musical verkörpert hat, kann man sich kaum mehr vorstellen.

Der Film erzählt die Geschichte von einer Liebe, die nicht sein darf und einem alten Mann, der voller Wehmut auf sein Leben zurückblickt: Stoff für grosses Drama. Auffallend sind - bei auch relevanten Unterschieden - inhaltliche und atmosphärische Parallelen zum aktuellen Film «Der Verdingbub».

Wie der Kassenschlager 2011 handelt «Eine wen iig, dr Dällebach Kari» von einem Jungen mit Handicap, der in einem Bern der Vergangenheit (bei Dällebach allerdings die Stadt, nicht der ländlich geprägte Kanton) um sein Glück und seine Zukunft ringt. Falls sich das Publikum auch 2012 auf eine Geschichte dieser Art einlassen möchte, ist Kollers neuem Film Erfolg gewiss.

(omue/sda)

Erstellt: 20.01.2012, 08:43 Uhr

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1 Kommentar

Ralf Spitz

26.02.2012, 17:07 Uhr
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Dällenbach wurde zu Lebzeiten ausgelacht und gehänselt und jetzt dieses Getue. Mag es nicht mehr hören. Gleiches geschieht heute, ohne dass man sich viel Gedanken darüber macht oder es runterspielt (... sei nicht so empfindlich....). Es wäre gescheiter, wenn unsere Eltern sich diesem Problem mehr widmen und ihre Kinder rücksichtsvoller erziehen würden Antworten



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