Kultur

Geil nach Macht und Mädchen

«Fight Club»-Regisseur David Fincher hat den Aufstieg von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg verfilmt. Das Porträt fällt wenig schmeichelhaft aus.

Wie man mit 26 Multimilliardär wird: Facebook-Film «The Social Network».


Schauspieler Jesse Eisenberg als Mark Zuckerberg.

Der echte Mark Zuckerberg.

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Es ist unmöglich, 500 Millionen Freunde anzuhäufen, ohne sich dabei nicht auch ein paar Feinde zu machen. Die Rede ist von Mark Zuckerberg, dem 26 Jahre alten Milliardär und Facebook-Gründer, der zu Filmehren kam respektive kommt: Im Oktober startet «The Social Network» von «Fight Club»-Regisseur David Fincher. Doch bereits jetzt dreht sich alles um den «Film des Jahres, der das letzte Jahrzehnt brillant porträtiert», wie das US-Magazin «Rolling Stone» schreibt.

Die Geschichte des Films spielt auf zwei Zeitebenen: Der Gründungszeit von Facebook und den späteren Prozessen. Denn Zuckerberg und seine Freunde gründeten das Portal an der Elite-Uni Harvard, um ihr Sozialleben ins Internet zu übertragen. Doch schnell wuchs Facebook über die Grenzen des Campus hinaus – und plötzlich ging es um Millionen von Dollar, später um Milliarden. Und Freundschaften, die in die Brüche gingen und vor Gericht neu verhandelt werden mussten.

Die zufälligen Milliardäre

Wie die «Financial Times Deutschland» schreibt, basiert der Film teils auf dem Buch «The Accidental Billionaires» von Ben Mezrich und auf Gerichtsunterlagen aus den Prozessen rund um Facebook. Dass Zuckerberg in dem Buch als ziemlich herzlos herüberkommt, könne auch daran liegen, dass Mezrich nicht mit ihm reden durfte. Regisseur David Fincher werde nicht müde zu betonen, dass der Film keine Dokumentation erzähle. Der Film sei zu grossen Teilen im Kopf der Drehbuchautoren entstanden.

Es ist ein Bild, das Zuckerberg selbst ganz und gar nicht gefallen dürfte. Facebook ging hinter den Kulissen massiv gegen die Verfilmung vor, schreibt die «New York Times». Mit wenig Erfolg. In den Ausschnitten, die im Internet kursieren, kommt Zuckerberg so herüber wie ihn Chris Hughes, einer der Facebook-Mitgründer, beschreibt: geil nach Macht und Mädels. Oder wie es Zuckerbergs erste Freundin im Film ausdrückt: «Mark, du wirst erfolgreich sein und reich werden. Aber stets wirst du denken, dass Mädchen dich nicht leiden können, weil du ein Streber bist. Aber das stimmt nicht: Sie können dich nicht leiden, weil du ein Arschloch bist.» (phz)

Erstellt: 01.09.2010, 15:04 Uhr

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4 Kommentare

Christoph Matti

20.10.2010, 08:03 Uhr
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Der Film diskutiert nicht darüber, ob FB sinnvoll ist oder nicht. Es belichtet den Macher und die menschlichen Konflikte hinter einem Projekt, das zu einem globalen Phänomen heranwuchs. Perfekt inszeniert und toll geschrieben. Antworten


Werner Stab

03.09.2010, 09:31 Uhr
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@ Rainer Duffner Das war bei den Mobiltelefonen auch mal so. Heute sind sie nicht mehr wegzudenken..... Antworten


Richard Hennig

01.09.2010, 23:01 Uhr
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Ich bin einverstanden mit Rainer Duffner, das reale Leben ist viel schöner, echte Freunde viel angenehmer. Wer nur noch mit FB Freunde findet, hat vermutlich viel Mühe echte Freundschaften zu schliessen. Und wer will schon dass Jeder über sein Privatleben alles erfährt.? Antworten


Rainer Duffner

01.09.2010, 17:56 Uhr
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Kein Mensch braucht FB - es ist überflüssig wie ein Kropf. Folglich brauch eigentlich auch keiner einen Film darüber. Antworten



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