Kultur

Filmfestival in Freiburg ist eröffnet

Am Samstag ist das 24. Internationale Filmfestival Freiburg gestartet. Bis zum 20. März werden mehr als 80 Filme, darunter 13 im Wettbewerb, gezeigt.

Zur Eröffnungsfeier am Samstag Abend wurde Jean-Frédéric Jauslin, Direktor des Bundesamtes für Kultur, erwartet. Gezeigt wird «Los viajes del Viento» des Kolumbianers Ciro Guerra. Er handelt von einem Wandermusiker, der seinem früheren Lehrer sein «Teufels- Akkordeon» zurückgeben will, weil es seine Ehe zerstört hat.

Filme aus Südamerika sind dieses Jahr besonders stark vertreten auf dem Internationale Filmfestival (Fiff) . Das lateinamerikanische Kino strotze derzeit vor Vitalität, sagt Fiff-Direktor Edouard Waintrop. Aus Kolumbien und Mexiko kommen je zwei Filme. Sie konkurrieren unter anderem mit Beiträgen aus Argentinien und Costa Rica um den Regard d'Or. Dazu kommen Filme aus Ägypten, Palästina, den Philippinen und Vietnam.

75'000 Franken Preisgeld

Mit der Wahl von «El secreto de sus Ojos» des Argentiniers Juan José Campanella - er läuft wie der Eröffnungsfilm hors concours - als Abschlussfilm hat Waintrop ein besonders gutes Händchen bewiesen: Der Film, in dem sich ein pensionierter Funktionär an einen Mord während der Militärdiktatur erinnert, gewann den Oscar für den besten fremdsprachigen Film.

Neben dem mit 30'000 Franken dotierten Hauptpreis werden in Freiburg weitere Auszeichnungen in Gesamthöhe von 45'000 Franken vergeben. In der Jury sitzen die deutsche Schauspielerin Hanna Schygulla, die iranische Regisseurin Rakhshan Bani-Etemad, der Regisseur Igor Minaiev aus der Ukraine und die Journalisten Michel Ciment aus Frankreich und Patrick Ferla aus der Schweiz.

Werke aus Russland und Afrika

Sechs thematische Panoramen, ein Forum rund um Fernsehserien aus dem Nahen Osten und drei Kurzfilmprogramme vervollständigen das diesjährige Programm. Als Premiere ist dem russischen Filmschaffen eine eigene Sektion mit 19 Beiträgen gewidmet. Im Alten Bahnhof von Freiburg werden ausserdem russische Speisen und Tranksame angeboten.

Afrika ist im Vergleich zu früher etwas weniger stark vertreten auf dem Fiff. Im Panorama «Moi, un Noir» werden aber zehn auf dem Schwarzen Kontinent gedrehte Filme des französischen Cinéasten Jean Rouch (1917-2004) gezeigt, dem Pionier des ethnografischen Films und des Cinémas Vérité.

Das Festival rechnet mit einem ähnlich hohen Besucheransturm wie im Vorjahr, als 30'000 Eintritte verzeichnet werden konnten. (raa/sda/)

Erstellt: 13.03.2010, 20:22 Uhr

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