Kultur

Der beste Schweizer Film 2011

Aktualisiert am 20.12.2011 2 Kommentare

Der dieses Jahr erstmals vergebene Preis der Schweizer Filmkritik für den besten Schweizer Film geht an den Dokumentarfilm «Vol Spécial» des Lausanners Fernand Melgar.

1/5 Geordry, 26, ist einer der Protagonisten im Film «Vol spécial», der ab heute im Kino Riffraff läuft. Er wurde im März 2010 nach Kamerun ausgeschafft, wo die Behörden über seinen Asylantrag in der Schweiz Bescheid wissen. Geordry wird verhaftet und gefoltert. Heute hält er sich in Yaoundé versteckt.

   

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«Vol Spécial» berichtet von Menschen, denen der Aufenthalt in der Schweiz verwehrt bleibt, die ausgeschafft werden sollen. Damit knüpft Melgar an den Erfolg von «La Forteresse» an. Mit diesem Film über den Alltag im Asylzentrum Vallorbe gewann der Westschweizer 2008 in Locarno in der Nebensparte Cineasti del presenti.

Der Preis der Schweizer Filmkritik ist nicht dotiert, weil der Schweizerische Verband der Filmjournalistinnen und Filmjournalisten (SVFJ) keinen Sponsor gefunden hat, wie SVFJ-Präsident Christian Jungen am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. Anstelle von Geld erhalte Fernand Melgar ein Zertifikat.

Zum besten Internationalen Film wählten die 130 SVFJ-Mitglieder aus allen Sprachregionen der Schweiz den Spielfilm «Black Swan» des US-Amerikaners Darren Aronofsky. Ihm wird das Zertifikat per Post zugestellt.

Der neue Preis soll im nächsten Jahr wieder vergeben werden. Dann, so hofft Jungen, wird er mit einem «Frankenbetrag» dotiert sein. Die Suche nach einem Sponsor gehe weiter. (sda)

Erstellt: 20.12.2011, 13:38 Uhr

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2 Kommentare

Erich Meier

20.12.2011, 14:49 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

Wenn ein Film mit solch einseitigem Inhalt prämiert wird, so sagt das (fast) nichts über den Film aus, dafür umso mehr über die Voreingenommenheit der Jury. Kein Wunder finden sich keine Sponsoren aus der Wirtschaft. Wer möchte sich schon auf solche Art politisch exponieren ? Antworten


peter scholl

20.12.2011, 20:37 Uhr
Melden 1 Empfehlung 0

...typisch! Auch die SVFJ-Journis können nicht über ihren Schatten springen. Jungs und Girls im Kino geht es um Entertainment und ganz nicht um Sozibelehrungen. Der Film ist zwar (auf Amateurniveau) gut gemacht aber reine Propaganda und schrammt am Problem voll vorbei. Und Black Swan ist im Fall fehlbesetzt und nicht einmal Top Fifty-Qualität. Ich empfehle euch den Stellenwechsel nach Nordkorea! Antworten



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