Kultur

«Der Goalie bin ig» wird verfilmt

Von Marco Guetg. Aktualisiert am 22.08.2011

Der Dialektroman «Der Goalie bin ig» von Pedro Lenz wird von Sabine Boss («Ernstfall in Havanna») verfilmt.

Die Art, wie er seine Texte vorträgt, ist Kult: Dialekt-Autor Pedro Lenz.

Die Art, wie er seine Texte vorträgt, ist Kult: Dialekt-Autor Pedro Lenz.
Bild: Keystone

«Der Goalie bin ig»: Der Dialektroman von Pedro Lenz soll verfilmt werden.

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Wenn er mit seinem Roman «Der Goalie bin ig» zu einer Lesung lädt, füllt Pedro Lenz Säle. Das hat zum einen mit seiner Kunst des Vortragens zu tun. Sie ist Kult. Und natürlich mit der Geschichte, die Pedro Lenz zu erzählen hat.

In seinem «Goalie» berichtet er mit viel psychologischem Gespür und einem scharfen Blick für die Verhältnisse in der Provinz von der Geschichte eines Junkies, der aus einer Strafanstalt entlassen wird, in sein Dorf zurückkehrt und erfahren muss, dass er verraten worden ist. Mit der Nomination für den Buchpreis erhielt Lenz’ Ode an die Gescheiterten der Provinz letzten Herbst schliesslich auch noch eine höhere literarische Weihe.

Das Drehbuch ist verfasst

Nun soll «Der Goalie bin ig» verfilmt werden. Die Rechte dazu gesichert hat sich die Zürcher Produktionsfirma C-Films. Und auch das Drehbuch steht schon, wie Geschäftsführer Michael Steiger auf Anfrage bestätigt. Verfasst hat es in enger Zusammenarbeit mit dem Autor Pedro Lenz die von Fernsehen («Lüthi und Blanc») und Film («Ernstfall in Havanna») bekannte Drehbuchautorin und Regisseurin Sabine Boss. Sie wird auch für die Regie verantwortlich sein.

Der Grund dieser Doppelfunktion für Sabine Boss: Damit bot man der Regisseurin die Möglichkeit, sich schon beim Verfassen des Drehbuches Visualisierungen vorzustellen. Denn eine Verfilmung von «Der Goalie bin ig» hat durchaus Tücken. Einerseits berichtet der Titelheld streckenweise im inneren Monolog, andererseits hat dieser Dialektroman einen speziellen Sprachsound, der im Drehbuch zwingend weiterschwingen muss.

Goalie noch unbesetzt

Das Casting zu dieser 2,7-Millionen-Produktion, die teils in Spanien, teils in der Schweiz gedreht wird, sei auch schon durchgeführt worden, sagt Michael Steiner. Noch nicht definitiv entschieden ist hingegen, wer die Rolle des Goalies spielt. Und auch die Finanzierung ist noch nicht gesichert. Förderungsbeiträge gesprochen haben die Städte Zürich und Bern. Hängig seien zurzeit noch Gesuche bei den Kantonen Zürich und Bern.

Ein Entscheid werde auf Anfang September erwartet, sagt Steiger. Dann geht ein weiteres Gesuch an das Bundesamt für Kultur. Wenn alles reibungslos läuft, sollte die Finanzierung dieses vom Schweizer Fernsehen und der Berner Produzentin Theres Scherrer mitgetragenen Spielfilms bis Mitte Oktober gesichert sein. (Berner Zeitung)

Erstellt: 22.08.2011, 12:41 Uhr

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