César-Sieger «Séraphine» unter Plagiats-Verdacht
Lief in Frankreich mit grossem Erfolg: «Séraphine».
Der Streifen erzählt das Leben der einflussreichen naiven Malerin Séraphine Louis de Senlis (1864-1942). Vircondelet schrieb 1984 eine Doktorarbeit über die Künstlerin und veröffentlichte zwei Jahre später beim Verlag Albin Michel die Biografie «Séraphine de Senlis».
Der Anwalt des Historikers, Christophe Bigot, betonte, dass in der Biografie «erstmals das öffentliche und geheime Leben» der Künstlerin aufgedeckt worden sei. Laut Klage seien zahlreiche Passagen des Spielfilms eine «Reproduktion» der 1986 in dem Buch veröffentlichten Inhalte. Der Film hatte im vergangenen Februar unter anderen auch einen César für das «Originaldrehbuch» erhalten.
Der Film, den sich in Frankreich 800'000 Kinogänger angesehen haben, erhielt auch den César für den besten Film. Hauptdarstellerin Yolande Moreau gewann den «französischen Oscar» als beste Schauspielerin. Der Streifen wurde auch für die beste Musik, die beste Kamera, die beste Ausstattung und die besten Kostüme ausgezeichnet. (sda)
Erstellt: 20.09.2009, 22:00 Uhr




