Tag 13: Der Zauber gerät ausser Kontrolle
Von Ane Hebeisen. Aktualisiert am 26.01.2012
Die Aktion, die den Bach aus dem Lot brachte: Vincent Raven an Tag 12. (Bild: RTL)
Artikel zum Thema
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- Tag 9: Trauriger Dschungel
- Tag 8: Raven bleibt im Rennen
- Tag 7: «Riech! Riech mich!»
- Tag 6: Der handlesende «Toblerone-Taliban»
- Tag 5: Vincent und die starken Frauen
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Am Tag 12 hat man es genau gesehen, aber wohl nicht so ganz genau verstanden. Unser Bümplizer Rüpel-Magier hatte sich vor dem Camp-Bächlein (das nach den anhaltenden Regenfällen bereits zu einem veritablen Camp-Flüsschen angeschwollen war) aufgebaut, irgendetwas mit seiner tiefen Magier-Stimme gemurmelt, und seitdem ist aus dem Flüsschen ein Strom geworden. Vincent Raven hat ganz offensichtlich den Bach verhext und muss wohl für das ganze Schlamassel verantwortlich gemacht werden, in dem die Urwaldbewohner nun sitzen.
Alles ist nass, der Dschungelboogie stand zwischenzeitlich kurz vor dem Abbruch, das Camp ist von der Aussenwelt abgeschnitten, alle sind aufgelöst, die Haut wird schrumpelig und Brigitte Nielsen fürchtet sogar den Tod.
Ja, irgendwie ist etwas nicht mehr ganz in Ordnung, mit der magischen Kraft unseres transzendentalen Bümplizer Sohnes. Offenbar wollte er den Fluss bloss besänftigen, damit er Brigitte und die anderen nicht tot macht, erreicht hat er das pure Gegenteil. Kurz darauf bündelte er seine übersinnlichen Energien scheinbar auch noch in Richtung RTL-Zuseherschaft, damit sie ihn auch ja aus der Sendung wählen. Und was ist passiert?
Getroffen hat es unseren brasilianischen Kugelkopf Ailton, der sich nun in der bitterlichen Situation wiederfindet, zwar abgewählt und befreit zu sein, wegen der Wasserfluten dann aber doch nicht aus dem Urwald ins Hotel transferieren zu können. Nein, der Sankt Vincent ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Nichts ist mehr übrig vom einst leicht geheimnisvollen und geisterhaften Zauberpriester im schwarzen Ledermantel.
Seit er bei einer Dschungelprüfung an Tag 7 in einen stinkenden Teich geplumpst ist, scheint etwas kaputt gegangen zu sein. Dass er zuvor – was ihm weit herum sehr übel genommen wurde – ein paar frauenskeptische Äusserungen getätigt hatte, möge man ihm in einem Umfeld entschuldigen, in dem ihn ein dauernacktes Model, vier beziehungsversehrte Hysterikerinnen und eine überdrehte Kindfrau den ganzen Tag stiefelsinnig machen. Doch seither haben sich doch so einige weitere charakterliche Ungünstigkeiten bemerkbar gemacht.
Auch am Tag 13 ist unser Kleinstadt-Neurotiker wieder ziemlich mulmig aus der Haut gefahren. Bloss weil ihn seine Urwald-Freunde zu einer spontanen Robot-Dance-Einlage zu überreden trachteten. Er sei hier schliesslich nicht im Kindergarten, brauste er auf, und als die anderen nicht aufhörten, ihn zu hänseln, begann er prompt, den Dschungel-Sunnyboy Rocco verbal zu attackieren: «Ich war schon Schauspieler, lange bevor du auf der Welt warst. Ich habe schon in Theaterstücken mitgespielt, als du im Universum noch nicht einmal geplant warst.» Nun geht in Bern das Rätseln los, auf welcher Bühne er wohl seine grosse Schauspielkarriere lanciert haben könnte. Effinger? Musical-Theater? Oder doch eher im Narrenpack Keller?
(DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 26.01.2012, 06:41 Uhr
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