Kultur
Diskussion
TV-Kritik: «Ich bereue es nicht, gepokert zu haben»
Stargast der gestrigen «Club»-Runde zum Thema Spielsucht war Pop-Dandy Dieter Meier. Er spielte seine Rolle dann allerdings etwas anders, als es die Sendemacher vorgesehen hatten. Mehr...
Von Linus Schöpfer.
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21 Kommentare
Geschicklichkeits- und Glücksspiele unterscheiden sich nicht wesentlich voneinander. Klar braucht man bei Poker auch Geschick, allerdings sind die meisten Spieler, die um viel Geld spielen, in etwa auf der gleichen Stufe. So entscheidet ja dann doch wieder das Glück (wobei ein Teil des Einsatzes auch an die "Bank" wegfällt). Gegen Spielsucht muss endlich ernsthaft etwas unternommen werden. Antworten
Beim Fussball geht es um (objektive) sportliche Fähigkeiten. Bei Poker oder Backgammon hat man aber als intelligenter Mensch sehr schnell die Grenze des Möglichen erreicht. Mehr als Wahrscheinlichkeiten richtig ausrechnen kann man nicht tun und dann kann man unter Gleichgesinnten auch gleich Tschau Sepp spielen. Ausserdem macht Sport gesund und Spielsucht krank und pleite.
Demzufolge ist Fussball also auch ein Glücksspiel. Denken Sie bitte einmal darüber nach.
Die Sendung war schlecht vorbereitet, kein klares Konzept über den Kern der Sendung. Getoppt wurde das ganze Debakel nur noch durch eine unfähige Moderatorin Karin Frei.
Personelle Konsequenzen bei Moderation und Redaktion wären absolut notwendig.
Leider hat auch Dieter Meiers Auftritt die Sendung nicht retten können.
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Für Dieter Meier, der mit einem goldenen Löffel geboren wurde, war das Pokerspiel ein Hobby, wie für andere Leute Töpfern. Die einzigen glaubwürdigen Teilnehmer waren der Coiffeur, der durch Fleiss zu einem vermögenden Unternehmer worden war und anschliessend brutal abstürzte und der Psychiater Mario Gmür, der fundiert Auskunft geben konnte. Hätte man zum Thema Drogensucht auch Dealer eingeladen? Antworten
Dieter Meier kann man ruhig wieder einladen, aber nicht weil er Ramba-Zamba macht, das braucht es wirklich nicht, wenn es um Erkenntnisgewinn gehen soll. Aber ein Derwisch war ja bei weitem nicht. Dass Karin Frei so gebasht wird, kann ich nicht nachvollziehen, sie hat den Job soweit ganz OK gemacht. Die Moderatoren sollen sich ja nicht produzieren, sondern den Gesprächsfluss lenken. Antworten
Karin Frey sollte sich nie - nie- wieder, neben den best aussehenden Mann setzen. Das wertet diesen unsäglich auf. Die beiden sahen aus wie ein Ehepaar.
Zudem hat Kaiser nicht die ganze Wahrheit gesagt. Es war sicher sehr schwierig interessante Kandidaten zu finden.
SF setzt wirklich alles dran um ehemalige Top Sendungen in den Abgrund zu ziehen. Sei es mit der Moderatorin, oder mit den Themen. Bald wird man uns an der Stelle wieder irgend eine Kopie einer Sendung aus dem Privat Fernsehen vorsetzen. Vielleicht wieder mal eine Koch-Show mit dem National Liebling Sven Epiney! Wenn wir viel Glück haben suchen wir dann für einen Bauern eine Frau! Auch mit Epiney. Antworten
Genauso gut könnten Sie sich wünschen, es würden zukünftig Schauspieler eingeladen, die jeweils ein Problem darstellen -oder wie im Club gestern: darin posieren. So wie bei dieser TV-Richterin. Gut möglich, dass das dann unterhaltsamer wird.
Und Meier war doch nur betupft, weil Frei ihn solange nicht dran nahm:). Das hat man also wirklich gemerkt.
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Nur so zur Info, Herr Fischer. Die Medien sind - wenn schon - die vierte Macht im Staate. Drei Mächte gibt es schon! Aber danke für Ihren qualifizierten Beitrag. Einen schönen Tag.
Frei macht es nicht schlecht. Gestern lag es wirklich an den Gästen, bzw. der Redaktion, die diese einlud: 5 Langweiler + ein Darsteller.
Meier ist nichts anderes als ein selbstverliebtes, janusgesichtiges, verfilztes und scharf kalkulierendes Herrensöhnchen, das gerne Wasser predigt und selbst Wein trinkt. Solche braucht es wirklich nicht. Die Sendung braucht weinger dandyhaften Schein und mehr gelebte Autenthiziät. Antworten
Wein trinken ja, aber Wasser predigen hat der bestimmt nicht nötig!
Viel lieber schaue ich eine solche Diskussion, als die üblich langweiligen Runden, wo jeder brav in seiner Rolle bleibt und die Schlussfolgerungen bereits im Vorfeld definiert werden.
Vor vielen Jahren war ich als Caddy einmal im Dienst von Herr Meier (Jello). Damals schon hat er von seiner Zeit als Pokerspieler berichtet. Ich war sehr beeindruckt, und heute verstehe ich die Materie besser als damals, bin aber nicht sicher, ob Poker nicht doch etwas gar nochgejubelt und als reines Geschicklichkeitsspiel bewertet wurde gestern. Hold'em Poker ist extrem glücks-gesteuert. Antworten
Poker ist ganz klar ein Geschicklichkeitsspiel. Es geht dabei (hauptsächlich)um Wahrscheinlichkeiten und das Gesetz der grossen Zahlen. Soll heissen, wenn genügend lange gespielt wird gewinnt immer der bessere Spieler und nicht der Glücklichere.
eben genau nicht. bei texas hold'em gibt es gemeinschaftskarten auf dem tisch, die für alle sichtbar sind. das minimiert den glücksfaktor enorm. WENN SCHON sind alle anderen pokerarten ein glücksspiel, aber nicht hold'em.
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