Kultur

Matthias Aebischer will in die Politik

Aktualisiert am 19.01.2011 10 Kommentare

Der Fernsehmoderator Matthias Aebischer muss nach 18 Jahren das Schweizer Fernsehen verlassen, weil er für den Nationalrat kandidieren will.

Nach 18 Jahren beim Schweizer Fernsehen steigt Matthias Aebischer in die Politik ein.

Nach 18 Jahren beim Schweizer Fernsehen steigt Matthias Aebischer in die Politik ein.
Bild: SF

«Die Chance, für die SP des Kantons Bern in den Wahlkampf zu steigen, ist einmalig», wird Matthias Aebischer in einer Medienmitteilung des Schweizer Fernsehens zitiert. Er freue sich sehr. Leicht gefallen sei ihm die Entscheidung jedoch nicht. «Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge».

«Ein Kind von Politikern»

Matthias Aebischer hatte jedoch keine Wahl, denn Politisieren und für SF moderieren – beides zusammen geht nicht. Mitarbeitende beim Schweizer Radio und Fernsehen, die in ihrer Funktion publizistisch tätig sind, dürfen zwar einer politischen Partei angehören, in dieser Funktion aber nicht aktiv werden. Dem 43-Jährigen blieb also nur die Kündigung. Statt wie bisher Sendungen wie die «Tagesschau», den «Kassensturz» oder den «Club» zu moderieren, wird Aebischer im kommenden Herbst für die SP bei den Nationalratswahlen kandidieren. «Mit Matthias Aebischer verlässt uns ein langjähriger Mitarbeiter, was ich sehr bedaure», wird Thomas Schäppi, Redaktionsleiter der Tagesschau in der Medienmitteilung zitiert.

In den vergangenen Wochen habe er den Kontakt zur Berner SP vertieft, um seinen Chancen auszuloten, sagte Aebischer gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Die Partei ermögliche es auch Quereinsteigern, sich aufstellen zu lassen. Aebischer kam früh mit Politik in Berührung. «Ich bin ein Kind von Politikern», sagte der ehemalige Primarlehrer, der vor seinem Einstieg bei SF für zwei Radiostationen gearbeitet hatte. Seine Eltern politisierten in der bernischen Gemeinde Schwarzenburg für die SP. Für ihn komme deshalb keine andere Partei in Frage, sagte Aebischer, selber dreifacher Vater. «Die SP hat für mich die edelsten Anliegen.»

Chancen nur mit viertem Sitz

Die Berner SP hat im Nationalrat gegenwärtig sechs Sitze. Drei davon gehören Frauen, nebst Fraktionschefin Ursula Wyss vertreten Evi Allemann und Margret Kiener Nellen die Partei in der Grossen Kammer. Auf männlicher Seite nehmen André Daguet und Hans Stöckli die Sitze ein. Zudem möchte neu auch der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät auf eidgenössischer Ebene politisieren. Aebischer rechnet sich deshalb nur Chancen auf eine Wahl aus, wenn es der Partei gelingt, einen vierten Sitz zu erobern.

(dj/sda)

Erstellt: 19.01.2011, 13:24 Uhr

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10 Kommentare

Lukas Felber

19.01.2011, 20:09 Uhr
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"Die SP hat für mich die edelsten Anliegen". Darunter versteht er wohl u.a. das Anliegen der SP, der arbeitenden Bevölkerung das Geld aus der Tasche zu ziehen, um den Sozialstaat, das SF und (scheinbare) Sozialfälle zu finanzieren. Da er noch nie im Wettbewerb sondern nur beim Staat gearbeitet hat, weiss er auch nicht, was es heisst, richtig zu arbeiten. Für mich ist so eine Person unwählbar. Antworten


alfred bleuler

19.01.2011, 18:20 Uhr
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ich finde, frau wyss gehört in den ständerat, somit hätte es platz für aebischer und tschäppät ---- zu bedenken ist aber auch der popularitätsbonus für tschäppät als ständerat. ---- schliesslich war / ist er doch ein guter und beliebter stadtpräsident ------- viel glück herr aebischer und herr tschäppät Antworten



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