Marco Rimas Groll gegen das Schweizer Fernsehen
Von Rico Bandle. Aktualisiert am 19.04.2010 51 Kommentare
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Das Gespräch zwischen den zwei Komiker-Schwergewichten Viktor Giacobbo und Marco Rima verlief gestern herzlich, ja zahm: Keine Sticheleien, keine Scherze auf Kosten des Anderen. Schonten sich die beiden, um nach dem öffentlich ausgetragenen Konflikt von vor einem Jahr ihr Einvernehmen zu beweisen? Rima sagte damals in einer Radiosendung, Giacobbo stehe für einen Klüngel, der jene Art von Komik ignoriere, der nahe bei den Leuten sei. Von gegenseitiger Schonung will Rima aber nichts wissen: «Ich bereue, was ich damals gesagt habe und habe mich auch mit Viktor ausgesprochen. Viktor und ich kennen uns schon sehr lange und sind einander ziemlich ähnlich. Mit jemandem, mit dem man befreundet ist, ist es immer besonders schwierig, ein Interview zu führen.»
Also keine Aussöhnung am Bildschirm? «Nein gar nicht», sagt Marco Rima entschlossen, die Sache sei Vergangenheit. Der Konflikt von vor einem Jahr sei auch vor der Sendung kein Thema mehr gewesen. «Aber mir ist meine Aussage noch immer peinlich, das war ein Fauxpas», so Rima.
Gestern war Rima als Ersatz für Barbara Schöneberger in der Sendung, die aufgrund der Flugsperre nicht anreisen konnte. Rima wäre für eine Sendung am 9. Mai vorgesehen gewesen. «Viktor traf mich zufällig in einer Beiz in Winterthur und fragte mich, ob ich in die Sendung kommen wolle. So ging das.»
«Ich will jetzt endlich wissen, wo das Problem liegt»
Sein Groll habe nichts mit Viktor Giacobbo oder der Sendung «Giacobbo/Müller» zu tun, sehr wohl aber mit anderen Gefässen des Schweizer Fernsehens. «In Sendungen wie ‹Kulturplatz›, ‹10vor10› oder der ‹Tagesschau› habe ich seit 18 Jahren nicht mehr stattgefunden. Ich sehe nicht ein, weshalb man über andere populäre Produktionen regelmässig berichtet, aber nie über eines meiner Filme oder meiner Bühnenprogramme.»
Rima trifft die Ignoranz des Fernsehens vor allem auch darum, weil er in der Regel ohne Subventionen produziert. In sein neues Bühneprogramm, «Die Patienten», investiere er rund fünf Millionen Franken, da ist er auf Publicity angewiesen. Er werde sich mit den entsprechenden Abteilungen aussprechen. «Die sollen mir endlich sagen, wo das Problem liegt.»
(DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 19.04.2010, 13:06 Uhr
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51 Kommentare
5 Millionen will er in die Produktion von Patienten gesteckt haben?? Was Lire? Also wenn so eine kleine Produktion, die im Provinz Dorf Cham auf einer kleinen Bühne in einem Saal, den man getrost als Gemeindesaal betiteln kann, 5 Millionen kosten soll, dann frage ich mich, in was wurde das Geld investiert? Das glaubt der begnadete Selbstdarsteller doch selber nicht. Antworten
Marco Rima will wissen, wo das Problem ist? Das Problem ist, dass ein öffentlich-rechtlicher Sender einem, der sich mit nicht viel mehr als einer einzigen Grimasse und ein paar angefaulten Witzchen zum Komiker erhebt, nicht dauernd publikumswirksame Plattformen zur besten Sendestunde bieten kann. Antworten
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