«In der heutigen Welt ist ‹Wetten, dass...?› fehl am Platz»
Aktualisiert am 08.11.2011 8 Kommentare
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Kurt Felix zur Situation bei «Wetten, dass...?»:
«Gottschalk ist der letzte grosse Samstagabendkisten-Transporteur. Nicht ersetzbar. Wer ihm in derselben Art nachfolgen will, ist ein telegener Selbstmörder. Kerkeling hingegen hätte die Show auf eine andere Schiene bringen können. Er hat leider abgesagt. Das ist für den Sender und die Zuschauer sehr schade. Ich habe aber eine interessante Idee: Jedes der drei Eurovision-Länder (D, A, CH) schickt einen eigenen Moderator. Michelle Hunziker ist für die Schweiz schon gesetzt. Die drei Noderatoren bringen ihre Wetten mit und spielen diese gegen die anderen aus. In einem heiteren Wettbewerb. Das Sendekonzept müsste angepasst und gestrafft werden. Ideenreiche TV-Profis schaffen das in einem Tag in einer Klausur auf dem Bürgenstock. Das ist doch alles nicht so schwer.» (Bild: Keystone )
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Im Dezember moderiert Thomas Gottschalk zum letzten Mal «Wetten, dass...?». Das ZDF hatte als Nachfolger auf Hape Kerkeling gesetzt, doch dieser sagte nun ab. Ob damit das Schicksal der legendären Sendung besiegelt ist, sehen die Leser unterschiedlich. Bert Hermann etwa nimmts gelassen: «Viele Grosse sind am Samstagabend erfolgreich gewesen und gegangen. Wir werden auch Gottschalk überleben.» Gleichzeitig räumt er ein, dass es Änderungen brauche.
Doch genau dies ist die grosse Frage: Kann «Wetten, dass...?» ohne Gottschalk funktionieren? Kann man die Sendung jemand anderem überstülpen? «Nein», sagt Leserin Corina Wettstein. ««Wetten, dass...?» ist auf Gottschalk zugeschnitten. Er kennt viele Prominente persönlich. Wer weiss, ob die auch noch kommen, wenn ein Raab oder ein Kai Pflaume die Show moderiert.» Auch Mats Walser ist dieser Meinung: «‹Wetten, dass...?› ist Gottschalk und Gottschalk hört auf - also hört auf mit ‹Wetten, dass...?›». Kein Gottschalk-Verschnitt bringe die Sendung auf ein Niveau, das aushaltbar sei.
Walser spricht damit einen Punkt an, den viele Leser aufgegriffen haben: Das Konzept der Sendung, das veraltet sei. Die Wetten seien zunehmend peinlich und die Talkrunde eine Selbstbeweihräucherung der anwesenden Stars. Nicole Meier findet: «Die Sendung hat ihren Zenit schon längst überschritten, von daher die einzig logische Konsequenz: Einstellen! Anstelle von ‹Wetten, dass...?› sollte man der Barbara Schöneberger eine Samstagabendkiste geben.»
Neue Ideen für eine Samstagabendkiste
Ähnlich sieht es Robert Herz: «Die Sendung war gut, ihre Zeit ist aber abgelaufen. ‹Spiel ohne Grenzen› hat man ja auch mal beenden müssen. Man sollte eher jemanden suchen, der eine neue Idee hat für eine Samstagabendkiste, die in die heutige Zeit passt.» Womit wir beim Thema Samstagabendunterhaltung wären. Hier sehen viele Leser schwarz. Es sei heute wegen Internet und dem riesigen TV-Senderangebot fast unmöglich, ein gemischtes Publikum an eine Sendung zu binden. Leser Fabio Benutto dazu: «In der heutigen Welt ist ‹Wetten, dass...?› einfach fehl am Platz. Die jungen Leute lassen sich durch diese Art von Fernsehshows eh nicht mehr vor den Bildschirm locken.»
Am jetzigen Sendekonzept mit einem neuen Moderatoren festzuhalten, ist nur für ganz wenige Leser, wie etwa Markus Stoffels, ein Thema: «Es ist Quatsch zu denken, die Serie funktioniere mit einem neuen Moderatoren nicht. Sie hat den Wechsel von Frank Elstner zu Gottschalk schliesslich auch verkraftet.»
Erstellt: 08.11.2011, 10:37 Uhr
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8 Kommentare
Die jungen Leute lassen sich von keiner FernseheShow am Samstagabend vor den Fernseher locken. Zudem,... warum sollte eine Sendung mit originell ausgetüftelten Beiträgen veraltet sein. Und sollte es veraltet sein...sind vielleicht "ältere Leute keine Zuschauer ?
Dies ist denke ich nur eine Ausrede, weil rhetorisch Keiner das drauf hat wie Gottschalk, um " Wetten dass" zu moderieren !
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Warum nicht den Jauch, den Epiney der Deutschen? Mich bringt eh nichts und niemand mehr dazu dieses Schaulaufen der Promis anzuschauen. Mit Elstner verabschiedete auch ich mich und ich bin heute erst ein Mittdreissiger. Aber der Samstagabend wird ja auch nicht nach den Bedürfnissen der Jungen gestaltet, siehe öffentliche Sender der und um die Schweiz. Antworten
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