Kultur

ESC-Ticker: Letzter Rang für Rossinelli

Von Jonas Schocher, Denise Jeitziner. Aktualisiert am 15.05.2011 229 Kommentare

Nach der Euphorie des Halbfinales landete die Schweiz auf dem hintersten Rang. An Anna Rossinellis Auftritt hat es jedoch nicht gelegen. Das Protokoll des Abends.

1/25 Leider nein: Anna Rossinelli und ihre Band landeten auf dem undankbaren letzten Rang. Die schlechtesten waren sie jedoch keinesfalls.
Bild: Keystone

   

(DerBund.ch/Newsnet)

  • Zusammenfassung  

    Enttäuschung für Schweiz und Deutschland

    Der nächste Eurovision Song Contest findet in Baku statt: Aserbaidschan hat den Grand Prix am Samstagabend in Düsseldorf gewonnen. Kein Glück brachte die Startnummer 13 der Baslerin Anna Rossinelli. Die Schweiz musste sich mit dem letzten Platz begnügen. Auch die grosse Favoritin Lena aus Deutschland enttäuschte. Sie landete auf dem 10. Schlussrang. Damit dürfte Stefan Raab alles andere als zufrieden sein.

    Für Aserbaidschan ist es der erste Sieg in der Grand-Prix- Geschichte. Entsprechend freute sich die Gruppe. Italien schaffte es nach 14-jähriger Eurovision-Pause mit einer Swingnummer gleich auf Platz zwei, der Teenieschwarm aus Schweden belegte Platz drei.

    Im Finale waren alle 43 diesjährigen Grand-Prix-Teilnehmer stimmberechtigt, also auch die Nationen, die bereits im Halbfinale ausgeschieden waren.

    Lesen Sie hier unten den gesamten Live-Ticker des gestrigen ESC-Finales.

  • 20.50 Uhr  

    Buchmacher sehen Rossinelli auf Rang 17

    Space-Heroes im Doppelpack, eine Kettenhemd-Domina, Riesen-Zwerghüte und Ganzkörper-Kondome: Am Final des Eurovision Song Contest in Düsseldorf bekommen Zuschauer einiges geboten.

    Auch Schlichtheit soll Trumpf sein. Wenn das mal kein gutes Zeichen für Anna Rossinelli ist. Die Buchmacher sagen ihr Rang 17 voraus. Vor dem Halbfinale war es noch Rang 22.

    Insgesamt 25 Nationen treten an. Zu den Favoriten gehören Dänemark, Irland, Finnland und natürlich Deutschland mit der Vorjahressiegerin Lena.

  • 20.55 Uhr  

    Anna Rossinelli und ihre Band sind als 13. an der Reihe. Hoffentlich bringt das kein Unglück.

  • 21.03 Uhr  

    Es geht los mit dem 56. Eurovision Song Contest. Die Halle in Düsseldorf tobt. Stefan Raab scheint ziemlich nervös zu sein.

  • 21.05 Uhr  

    Wow! Anke Engelke kann richtig gut singen! Sie performt zusammen mit Stefan Raab Lenas Siegessong von vergangenem Jahr. Klingt irgendwie fast besser als das Original.

  • 21.06 Uhr  

    Stefan Raab übernimmt alleine und singt weiter «Satellite». Klingt ziemlich fetzig, der Song. Er könnte eigentlich gleich selber mitmachen beim Song Contest. Ein paar «Points» gäbs bestimmt.

  • 21.09 Uhr  

    Jetzt ist auch noch Lena mit auf der Bühne, die Halle tobt noch mehr. Gratiswerbung für Deutschland. Ob man damit die Zuschauerinnen und Zuschauer in Europa beeinflussen kann?

  • 21.12 Uhr  

    Stefan Raab flirtet wieder mit seiner Moderatorenkollegin Judith Rakers und kassiert dafür einen Faustschlag von Anke Engelke. Sie liegt voll im Natalie-Portman-Trend und trägt ein Kleid aus Federn. Engelke, der rote Schwan.

  • 21.17 Uhr  

    Finnland

    Der natürliche Finne ist an der Reihe. Paradise Oskar nennt er sich, genau wie eine Astrid-Lindgren-Figur. Nur er, eine Gitarre und eine riesige Bühne. Sympathischer Auftritt. «Die männliche Nicole», findet Sven Epiney.

  • 21.21 Uhr  

    Bosnien-Herzegowina

    Und schon das erste ESC-Original des Abends, Dino Merlin, der Peter Reber aus Bosnien-Herzegowina. Ob der älteste ESC-Teilnehmer mit seinem karierten Jacket punkten kann? Die Töne trifft er nämlich nicht alle. Macht nichts, das Publikum klatscht freudig mit.

  • 21.25 Uhr  

    Dänemark

    Der erste Favorit ist dran: Dänemark. Eine gute Nummer, die rockige Ballade. Man merkt, dass vier Jungs Bühnenerfahrung haben. Der Sänger rennt einmal rund um die Bühne zum Publikum und wieder zurück. Die Frisur hält, die Stimme auch. Geglückter Auftritt.

  • 21.29 Uhr  

    Litauen

    Da, die erste Ballade aus Litauen. Evelina Saenko singt wie Barbra Streisand und macht sonderbare Bewegungen mit den Händen. Gehört das zur Choreographie? Nein, das ist wohl Gebärdensprache. Auch sie hält dem Druck stand. Das Niveau ist hoch bis jetzt.

  • 21.33 Uhr  

    Ungarn

    Die Barbie aus Ungarn ist dran. Was für Beine! Was für ein kurzes Kleid! Was für eine Sirene! Aber genau so hat sie es schon ins Finale geschafft. Die Zumutung für die Ohren daheim wachsen von Sekunde zu Sekunde.

  • 21.35 Uhr  

    Irland

    Die schrägsten Vögel des Abends sind an der Reihe, die zwei hyperaktiven Zwillinge aus Irland. Sie sehen aus, als seien sie einem Tim-Burton-Film entsprungen. Singen können die beiden überhaupt nicht. Ist aber auch schwierig bei dem Gehüpfe. «Da wirkt sogar Lady Gaga brav», findet Sven Epiney.

  • 21.41 Uhr  

    Schweden

    Schön die Hintergrundmusik hochschrauben, da fällt es weniger auf, dass der hübsche Schwede ein nicht ganz so starkes Stimmchen hat. Aber die Teenies werden bestimmt trotzdem für den Mädchenschwarm anrufen.

  • 21.46 Uhr  

    Estland

    Ist das Katie Perry? Nein, das ist die Estin Getter Jaani. Sie ist mit 18 Jahren die jüngste aller ESC-Kandidaten. Sympathisch, ihr Auftritt, aber ihre poppige Nummer wirds wohl dennoch nicht bis nach ganz vorne schaffen.

  • 21.49 Uhr  

    Griechenland

    Griechischer Eminem trifft griechischen Opernsänger. Der Rapper wummert irgendwas ins Mikrophon, während der Opernsänger und die leidenschaftlichen Tänzer die Nummer zu retten versuchen. Aber das reicht wohl nicht.

  • 21.53 Uhr  

    Russland

    Der russische Sänger könnte sowohl als David Hasselhoff, als auch als James Dean durchgehen. Singen tut er wie Jason Donovan. Beste Voraussetzungen für viele Anrufe vom weiblichen Publikum. Gut gemacht!

  • 21.57 Uhr  

    Frankreich

    Zeit für die grosse Dramatik! Frankreich schickt den «weltweit jüngsten Berufstenor» mit einem inbrünstigen Bolero ins Rennen. War er gestern zu lange im Ausgang? Seine Frisur ist ziemlich «Out-of-Bed»-Style. Aber diese Stimme! Wenn Opernsänger am ESC genauso punkten, wie bei all diesen Talentshows momentan, könnte Amauri Vassili ein heisser Anwärter auf den Sieg sein.

  • 21.59 Uhr  

    Italien

    Italien war seit 14 Jahren nicht mehr am ESC. Der Druck auf Raphael Gualazzi muss riesig sein. Er gibt alles, auch als Pianist. Klingt gut, der jazzige Song. Ob er aber viele Punkte am ESC einbringt? Ans Musikfestival in Sanremo würde er aber wunderbar passen.

  • 22.05 Uhr  

    Ausgerechnet vor Anna Rossinelli gibt es eine Pause. Tief durchatmen und Daumen drücken. Hopp Schwiiz!

  • 22.07 Uhr  

    Schweiz

    Absolut sympathisch, unsere Anna Rossinelli. Die Fahnen im Publikum werden freudig geschwungen. Sie wirkt allerdings etwas nervöser als beim Halbfinale und verhaut den einen oder anderen Ton. Macht aber gar nichts. Alles in allem: gelungener Auftritt.

  • 22.10 Uhr  

    England

    Ach, die ehemaligen Teenieschwärme aus England. Blue! Aussehen tun sie noch fast so gut wie damals. Aber irgendwie affig wirken die vier Jungs, äh pardon, Männer schon in ihren Anzügen mit Sicht auf rasierte Brust und aufgepumpten Bizeps. Der Song ist okay, aber nicht überragend. Blue hatte in ihren besten Jahren in 40 Ländern Nummer-1-Hits. Aber heute wirds wohl kaum für Rang 1 reichen.

  • 22.14 Uhr  

    Moldawien

    Die schräge Spasstruppe aus Moldawien ist dran. Ein bisschen Akrobatik auf dem Einrad, ein paar lustige Zwergenhüte, ein paar Trompeten. Viel mehr aber nicht.

  • 22.19 Uhr  

    Deutschland

    Lena macht auf lasziv und versucht es mit einem leicht irren Blick. Auch ihre Tänzerinnen auf der Bühne mit ihren silbrigen Neopren-Anzügen wirken schräg, genau wie das gewöhnungsbedürftige und gleichzeitig fesselnde Lied. Überzeugend war das nicht. Aber für Überraschungen ist der ESC immer gut. Immerhin: Der Song hat was.

  • 22.23 Uhr  

    Rumänien

    Eine flockige, nette, poppige Nummer aus Rumänien. Wirkt aber ein bisschen altmodisch, Outfits inklusive. Keine Konkurrenz für Anna Rossinelli.

  • 22.26 Uhr  

    Österreich

    Jetzt kommt die Mireille Mathieu aus Österreich: Nadine Beiler versucht es mit einer herzzerreissenden Ballade. Die angehende Juristin gewann mit 16 die Castingshow «Starmania». Ja, singen kann sie tatsächlich. Und wie!

  • 22.31 Uhr  

    Aserbaidschan

    Die Truppe aus Aserbaidschan soll zu den Favoriten gehören. Warum, bleibt ein wenig schleierhaft. Das Lied ist etwas langweilig. Vielleicht liegt es an der Sängerin, die mindestens so gut aussieht wie Jennifer Lopez.

  • 22.34 Uhr  

    Slowenien

    Was für eine Hammerstimme hat die 19-jährige Slowenin. Verständlich, wird sie hie und da mit der Sängerin Anastacia verglichen. Absolut überzeugender Auftritt. Heisser Anwärter auf den Sieg.

  • 22.38 Uhr  

    Island

    Ach, wie sympathisch, diese sechs Isländer in ihren identischen Outfits. Die Schwiegermütter daheim werden aufseufzen. Zugegeben, an der Grenze zum Schmalz, aber netter Auftritt.

  • 22.44 Uhr  

    Spanien

    Endlich wieder ein kurzes Röcklein! Die Spanierin freut sich, darf sie doch zum ersten Mal am ESC auftreten, denn Spanien war direkt fürs Finale qualifiziert. Ein bisschen wackeln wie Shakira, ein bisschen nett strahlen, ein bisschen die braunen Locken im Wind schütteln. Ein ganz klarer Steilpass für die männlichen Zuschauer. Stimmlich nicht schlecht, aber etwas langweilig, der Song. Die Spanierin muss auf die Männer hoffen.

  • 22.49 Uhr  

    Ukraine

    Was für ein Kitsch, was für eine Dramatik, der ukrainische Beitrag. Die schöne, blonde Sängerin (könnte glatt als Schwester von Schauspielerin Naomi Watts durchgehen) gibt alles und schreit beinahe. Ein typischer ESC-Song, die Menge tobt, die Ohren schmerzen.

  • 22.51 Uhr  

    Serbien

    Einmal Augen reiben. Sind wir in den Sechzigern? Nein, wir sind beim serbischen Beitrag. Fetziger Auftritt der süssen, platinblonden Sängerin. Aber das klappte im Halbfinale um einiges besser. Trotzdem: Auch Serbien zählt wohl zu den Favoriten.

  • 22.55 Uhr  

    Georgien

    Schon wieder eine Sirene, dieses Mal in brünett. Dazu noch ein böser Background-Sänger mit geschminkten Augen. Ganz schön energiegeladener Crossover-Song, fast ein wenig zu viel Energie. Aber jetzt haben wirs ja hinter uns. Das war die letzte Darbietung des Abends.

  • 23.04 Uhr  

    Nun ist Zeit für den Schnelldurchlauf. Für Lena gibt es den grössten Applaus, aber das war ja klar. Die ganze Halle ist auf ihrer Seite. Auch für England, Irland und Serbien gibt es scheinbar viel Zustimmung.

  • 23.08 Uhr  

    Und schon wieder ein Schnelldurchlauf. Man versucht offensichtlich, Zeit totzuschlagen. Guter Trick, das gibt Kohle. 80 Rappen kostet der Anruf aus der Schweiz. Leider dürfen wir aber nicht für Anna Rossinelli abstimmen.

  • 23.12 Uhr  

    Anke Engelke hat sich schon wieder umgezogen und sich vom roten Schwan ins knallenge Schwarze gezwängt.

  • 23.13 Uhr  

    Schluss mit Anrufen. Jetzt geht gar nichts mehr. Ausser Daumen drücken.

  • 23.15 Uhr  

    Werbepause. Die armen Juristen müssen nun die Stimmen auszählen.

  • 23.17 Uhr  

    Deutschland schickt Jan Delay auf die Bühne, der ein Lied vortragen darf. Ob Stefan Raab den Song geschrieben hat? Klingt jedenfalls so.

  • 23.19 Uhr  

    Jan Delay trägt dasselbe Jacket wie der Opa aus Bosnien-Herzegowina. Und die karierten Hosen gleich dazu.

  • 23.22 Uhr  

    Endlich, Jan Delay ist fertig mit seinem Medley. Der neue Jury-Chef aus Norwegen wird vorgestellt und darf sein Sätzchen sagen. Seine Kollegen seien eifrig am Auswerten. Aber weil es soooo viele Anrufer gegeben habe, dauere es noch ein Weilchen. War ja klar.

  • 23.25 Uhr  

    Stefan Raab nimmt Anke Engelke auf die Schulter. Ihre Mörderabsätze sind zu hoch für die Treppe. Immerhin kommt ihr Hintern so ziemlich gut zur Geltung.

  • 23.27 Uhr  

    So, jetzt gehts los mit den «Points»!

  • 23.28 Uhr  

    Die Russen dürfen als erste ran. Noch keine Punkte für die Schweiz.

  • 23.30 Uhr  

    Die Jennifer Lopez aus Aserbaidschan jubelt: 12 Punkte von Russland!

  • 23.31 Uhr  

    Bulgarien darf nun Punkte verteilen. England kriegt 12 Punkte, Anna Rossinelli ist immer noch bei Null.

  • 23.31 Uhr  

    Was für eine scharfe Blondine, die holländische Punkteverteilerin.

  • 23.31 Uhr  

    Sieben Länder haben noch keine Punkte. Die Schweizer sind leider auch dabei.

  • 23.32 Uhr  

    Schon wieder eine Bondine, dieses Mal aus Italien. Diese sieht aber leider nicht ganz so attraktiv aus, wie ihre Vorgängerin.

  • 23.32 Uhr  

    Die Boygroup Blue aus England ist immer noch ganz vorne. Und die Schweiz immer noch ganz hinten.

  • 23.33 Uhr  

    Zypern schiebt Griechenland 12 Punkte zu. Buh-Rufe aus dem Publikum.

  • 23.34 Uhr  

    Obs von der Ukraine Punkte für die Schweiz gibt?

  • 23.34 Uhr  

    Nein, leider nicht. Die Ukrainer belohnen ihre Nachbarn. 12 Punkte für Georgien.

  • 23.35 Uhr  

    Drei Länder haben noch keine Punkte: Finnland, Schweiz und Spanien. Das bleibt auch nach der Punktevergabe aus Finnland leider so.

  • 23.37 Uhr  

    Immer noch an der Spitze: Aserbaidschan, Schweden und Griechenland. Auch Norwegen verteilt freundlich Punkte an seine Nachbarn. Die Schweiz gehört entsprechend nicht dazu.

  • 23.38 Uhr  

    Auch die deutsche Favoritin Lena ist ziemlich abgeschlagen mit erst 18 Punkten. Dem Publikum im Saal gefällt das überhaupt nicht. Buh-Rufe sind zu hören.

  • 23.39 Uhr  

    Da! Michelle Hunziker! Ach nein, das ist die Punktevergeberin aus Island.

  • 23.40 Uhr  

    Die Schweden haben sich an die Spitze geschoben.

  • 23.41 Uhr  

    Endlich! 4 Punkte für die Schweiz! Danke Slowakei.

  • 23.42 Uhr  

    Zehn weitere Punkte für Anna Rossinelli! England war so nett.

  • 23.43 Uhr  

    Die Schweden ziehen vorne weg, die durchgeknallten Iren holen aber auf.

  • 23.44 Uhr  

    Jetzt aber! Unser Nachbar Österreich. Das muss doch Punkte geben für die Schweiz.

  • 23.45 Uhr  

    Lena kriegt 10 Punkte vom Nachbarn, die Schweiz geht leer aus.

  • 23.46 Uhr  

    Anke Engelke versucht in der Zwischenzeit, ihre durchtrainierten, Solarium gebräunten Oberarme möglichst gut in Szene zu setzen. Madonna dürfte ganz schön neidisch sein.

  • 23.47 Uhr  

    Der schwedische Punkteverteiler belohnt die verrückten Zwillinge aus Irland.

  • 23.48 Uhr  

    Der Möchtegern-Orlando Bloom aus San Marino hätte wohl auch gerne mitgemacht und singt zuerst ein Liedlein, bevor er seine Punkte verrät.

  • 23.49 Uhr  

    Der Unmut in der Halle steigt. Und das alles bloss, weil Italien 12 Punkte gekriegt hat. Lenas Fans werden wohl langsam ungeduldig. Dürfte wohl schwierig werden mit der Titelverteidigung.

  • 23.50 Uhr  

    Die Hoffnung ruht auf unserem deutschen Nachbarn. Ein paar Punkte wären doch jetzt nett. Aber nein, der andere Nachbar aus Österreich kriegt die Höchstpunktzahl, nicht wir.

  • 23.51 Uhr  

    Was für ein rassiger Feger aus Aserbaidschan. Wer achtet da noch auf die Punkte?

  • 23.52 Uhr  

    Slowenien ist dran und singt den Stefan-Raab-ESC-Song von anno dazumal. Lustiges Kerlchen.

  • 23.53 Uhr  

    Der schwedische Teenieschwarm ist immer noch an der Spitze.

  • 23.55 Uhr  

    Das müssen wohl die vielen verliebten Mädchen sein. Am Song jedenfalls kann es kaum gelegen haben.

  • 23.56 Uhr  

    Das dürfte Ärger geben in Deutschland. Die Türkei speist Lena mit ein paar wenigen Punkten ab.

  • 23.58 Uhr  

    Unser Wettergirl Cécile Bähler ist dran. 12 Punkte für Bosnien-Herzegowina.

  • 23.59 Uhr  

    Aserbaidschan, Ukraine und Schweden ziehen davon.

  • 24.00 Uhr  

    Sven Epiney hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. «Erst die Hälfte der Punkte sind vergeben», versucht er uns Mut zu machen. Klappt nicht so ganz.

  • 00.01 Uhr  

    Die Schweiz rutscht auf den zweitletzten Rang ab. Das hat Anna Rossinelli nicht verdient.

  • 00.02 Uhr  

    Von Serbien gibts fünf Pünktlein für die Schweiz. Immerhin.

  • 00.03 Uhr  

    Sven Epiney könnte seinen Beruf an den Nagel hängen und als Orakel arbeiten. Er trifft mit seinen Prognosen für die 12 Punkte fast immer ins Schwarze! «Nachbarschaftshilfe» sei Dank...

  • 00.04 Uhr  

    Anke Engelke strahlt und strahlt. Ihr Lächeln wirkt ein bisschen eingefroren, genau wie die Stimmung auf den schweizerischen Sofas.

  • 00.06 Uhr  

    «Wir könnten noch ein bisschen daran arbeiten», sagt Epiney und meint damit die Nachbarschaftspflege. Was bei allen anderen Ländern zu klappen scheint, will bei der Schweiz nicht so recht. Weder von Deutschland, noch von Österreich, noch von Italien, noch von Frankreich gab es 12 Punkte für die Schweiz.

  • 00.07 Uhr  

    Italien holt auf, es gibt 10 Punkte von Malta. An der Spitze jedoch zieht Aserbaidschan davon. Der Jennifer-Lopez-Verschnitt von Sängerin ist völlig aus dem Häuschen.

  • 00.08 Uhr  

    Immerhin wird Epiney heute Nacht etwas zu feiern haben. Aserbaidschan ist im selben Hotel einquartiert, wie er.

  • 00.09 Uhr  

    Schweden arbeitet sich wieder auf den Bronze-Platz vor. Der Mädchenschwarm freut sich.

  • 00.10 Uhr  

    Anna Rossinelli ist auf den letzten Zwischenrang abgefallen. Das ist bitter.

  • 00.12 Uhr  

    Sven Epiney versucht, die Spannung aufrecht zu erhalten. «Rein rechnerisch ist noch alles möglich», versichert er. Ist ja gut. Das Glas ist halbvoll.

  • 00.13 Uhr  

    Endlich wieder ein lustiger Punktevergabe-Typ, der mit Sturmfrisur aus Pappe ein bisschen Pfeffer in die langfädige Punktevergabe zu bringen versucht. Ein weiterer irischer Spassvogel.

  • 00.15 Uhr  

    Das schwedische Bubi hat noch nicht aufgegeben. 12 Punkte. Ob es noch reicht für die Spitzenposition?

  • 00.16 Uhr  

    Schon wieder 12 Punkte für Schweden! Rein rechnerisch ist noch alles möglich.

  • 00.17 Uhr  

    Nur noch drei Länder dürfen Punkte vergeben...

  • 00.18 Uhr  

    Sven Epiney muss sich entscheiden: Entweder Hotel wechseln oder eine schlaflose Nacht. Seine Hotelnachbarn aus Aserbaidschan stehen als Sieger fest.

  • 00.19 Uhr  

    Nun darf noch Al Bundys Tochter, Kelly aus Lettland, Punkte vergeben. Sie versucht sich bei den Deutschen einzuschmeicheln und schenkt 8 Punkte an Lena. Reicht aber nicht für eine Spitzenplatzierung.

  • 00.21 Uhr  

    Riesen Jubel aus Aserbaidschan. Der Hahn im Korb wird von seinen Frauen geknutscht und geherzt. Dafür hat es sich doch schon gelohnt.

  • 00.22 Uhr  

    Die Truppe ist völlig aus dem Häuschen. Lena übergibt ihren Nachfolgern den Pokal und gibt sich als faire Verliererin. Jetzt ist sie endlich frei! Tschüss Stefan Raab.

  • 00.23 Uhr  

    «Ich bin der glücklichste Mann der Welt», schreit der Sänger aus Aserbaidschan ins Mikrofon.

  • 00.24 Uhr  

    Jetzt bekommen wir nochmals den Siegersong zu hören. Warum haben die genau gewonnen? Das Lied ist immer noch langweilig, die Töne sind immer noch falsch. Grosses Fragezeichen.

  • 00.25 Uhr  

    Die Wege des ESC sind manchmal unergründlich.

  • 00.28 Uhr  

    Der Eurovision Song Contest 2011 ist zu Ende und damit auch der Live-Ticker.

  • Zusammenfassung  

    Der nächste Eurovision Song Contest findet in Baku statt: Aserbaidschan hat den Grand Prix am Samstagabend in Düsseldorf gewonnen. Kein Glück brachte am Finale die Startnummer 13 der Baslerin Anna Rossinelli. Sie belegte mit ihrem Song «In Love for a While» den letzten Rang.

    Die letzte Schweizer Finalteilnahme liegt fünf Jahre zurück. 2006 kam die multinationale Formation six4one auf Platz 17. Denselben Rang hatten die Buchmacher auch Rossinelli vorausgesagt.

    Für Aserbaidschan ist es der erste Sieg in der Grand-Prix- Geschichte. Italien kam nach 14-jähriger Eurovision-Pause mit einer Swingnummer auf Platz zwei, Schweden belegte Platz drei.

    Anleihen bei Pop-Balladen

    Für Aserbaidschan holte das Duo Ell und Nikki den Titel mit seinem gefühlvollen Liebeslied «Running Scared». Der Song mit Anleihen bei westlichen Pop-Balladen geht unter die Haut. Im Finale waren alle 43 diesjährigen Grand-Prix-Teilnehmer stimmberechtigt, also auch die Nationen, die bereits im Halbfinale ausgeschieden waren.

    Bei den Vorhersagen hatten Ell und Nikki keine Rolle gespielt, dort galten vor allem das irische Zwillingsduo Jedward und der Franzose Amaury Vassili als Favoriten. Diese beiden konnten aber zu keinem Zeitpunkt im Rennen um den ersten Platz mitmischen.

    Bei der Punktevergabe durch die 43 ESC-Teilnehmerländer konnte vor allem Schweden lange mithalten, das sich nur ganz zum Schluss von Italien den zweiten Platz wegschnappen liess. Die deutsch Titelverteidigerin Lena kam mit ihrem Song «Taken By a Stranger» auf den zehnten Platz.

    Überraschend war dieses Jahr - selbst für eingefleischte Grand- Prix-Experten und -Fans - die allgemein hohe Qualität der musikalischen Beiträge: Kaum schräge Stimmen, dafür aber auch wenig Folkloristisches.

    Es dominierte Pop westlicher Machart mit maximal angedeuteten ethnischen Nuancen. Immerhin reichte die Palette von Gothic-Rock aus Georgien über Italo-Jazz-Piano, korsische Oper und Euro-Pop aus Ungarn bis zu spanischer Fiesta-Musik.

    Insgesamt 25 Länder traten im Finale gegeneinander an. Geschätzte 120 Millionen Fernsehzuschauer in 55 Ländern verfolgten die weltgrösste Musikshow. In der Arena in Düsseldorf selbst sassen 36'000 Menschen. (sda)

Erstellt: 14.05.2011, 20:47 Uhr

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229 Kommentare

Muller Hans

15.05.2011, 02:23 Uhr
Melden 103 Empfehlung

Warum machen wir hier überhaupt noch mit? Diese absolute Geldverschwendung und praktizierter Sadomasochismus . . . . . . Antworten


Rene R. Meier

15.05.2011, 09:37 Uhr
Melden 78 Empfehlung

Kann man so naiv sein, zu glauben, dass man mit "na na na - na na na" einen Preis gewinnt ? Antworten



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