Kultur

Das ist die neue SRF-Crew – nur einer fehlt noch

Der Verwaltungsrat der SRG hat das Team zusammengestellt, das die deutschsprachigen Radio- und Fernsehprogramme in ein neues Zeitalter führen soll. Zudem wurde ein neues Millionen-Sparpaket beschlossen.

1/6 Chefredaktor TV: Diego Yanez.
SF

   

Auf Antrag des Regionalvorstands der SRG Deutschschweiz wählte der Verwaltungsrat Diego Yanez zum neuen Chefredaktor TV und Lis Borner zur Chefredaktorin Radio. Leiter der Abteilung Programme wird Hansruedi Schoch, die Kultur verantwortet Nathalie Wappler, Sportchef wird Urs Leutert.

Die neue Crew wird zusammen mit «Superdirektor» Rudolf Matter Anfang nächsten Jahres die Konvergenz-Ära einläuten. Der damalige Radio-DRS-Chefredaktor war im Juni zum Direktor des neuen Unternehmens Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) gewählt worden.

Und wer wird Unterhaltungschef?

Doch wer tritt eigentlich in die Fussstapfen von Gabriela Amgarten? Diese Frage wurde heute nicht beantwortet. Geht es nach Rudolf Matter, soll der Radiomann Christoph Gebel neuer Unterhaltungs-Chef werden. Wie die «SonntagsZeitung» schreibt, können viele Fernsehleute nicht nachvollziehen, dass mit Gebel ein Radio-Mann die Nachfolge von Amgarten antreten soll. «Gerade die teure und damit risikoreiche TV-Unterhaltung verlangt Fernseherfahrung», sagt ein Kadermann in der «SonntagsZeitung».

Für ihn ist die Gebel-Nomination ein Affront. Gebels Wahl stand aber heute noch nicht an. Zum einen sei das Verfahren noch nicht abgeschlossen, zum anderen gebe es noch einen externen Kandidaten. Doch Gebel ist klarer Favorit von Rudolf Matter, schreibt die «SonntagsZeitung» weiter.

Unter einem Dach

Die neue Geschäftsleitung unter Führung von Rudolf Matter übernimmt das Ruder am 1. Januar 2011. Ab diesem Tag gibt es weder Schweizer Fernsehen SF noch Radio DRS, sondern nur noch Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Für Radio und Fernsehen gibt es aber immer noch zwei separate Chefredaktionen.

Ebenfalls am Montag hat der Verwaltungsrat ein weiteres Sparpaket in der Höhe von 20 Millionen Franken beschlossen. Umgesetzt werden sollen die Einsparungen bei den Löhnen, durch Kürzungen in verschiedenen Bereichen und einen Abbau bei Events und Medienpartnerschaften.

Ziel sind Einsparungen von 58 Millionen Franken. Diesen Betrag hat die SRG als machbar errechnet. Bereits umgesetzt werden Sparpakete von über 100 Millionen Franken pro Jahr. Einen Programmabbau soll es nicht geben.

Erfahrenes Team

Um dieses vom Bundesrat formulierte Ziel umzusetzen, hat der Verwaltungsrat ein Team von erfahrenen SRG-Mitarbeitern ausgesucht. Der 44-jährige Hansruedi Schoch, der auch Stellvertreter des SRF- Direktors wird, ist seit Oktober 2009 Chefredaktor des Schweizer Fernsehens.

Dort arbeitet er seit 16 Jahren, unter anderem als Reporter und Produzent von «Tagesschau» und «10vor10». Von 2003 bis 2009 war er stellvertretender Chefredaktor des Schweizer Fernsehens.

Die neue Kultur-Chefin, die 42-jährige Nathalie Wappler, arbeitet seit 2005 für das Schweizer Fernsehen: Zuerst als Redaktorin und Produzentin des Magazins «Kulturplatz», seit Anfang 2008 als Redaktionsleiterin «Sternstunden». Urs Leutert, der im SRF den Sport übernimmt, leitet die Abteilung Sport seit 1991 beim Schweizer Fernsehen.

Auch der neue TV-Chefredaktor Diego Yanez ist ein erfahrener Fernsehmacher: Der 52-Jährige arbeitet seit 22 Jahren beim Schweizer Fernsehen, seit 2007 als Nachrichtenchef und stellvertretender Chefredaktor.

Die 50-jährige Lis Borner, die Chefredaktorin Radio wird, ist seit 2007 stellvertretende Chefredaktorin Information von Schweizer Radio DRS. Als solche ist sie verantwortlich für die Morgenprimetime und leitet DRS 4 News. Sie startete 1991 beim «Echo der Zeit». (bru/sda/)

Erstellt: 30.08.2010, 18:54 Uhr

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4 Kommentare

Roland Vetsch

31.08.2010, 09:22 Uhr
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Unglaublich, wie das Geld für neue Namen aus dem Fenster geworfen wird. Vor nicht allzu langer Zeit machte dies doch schon Fr. Deltenre. Kostete Millionen! Jetzt wieder ein neuer Chef - also neuer Name. Wie lange? Beim nächsten muss wieder alles geändert werden. Auch so kann man auf einer Position Spuren hinterlassen... Antworten


nicole meier

31.08.2010, 08:21 Uhr
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Egal wer, welche Postition hat, das Programm wird eh nicht besser. Antworten


hans meier

31.08.2010, 07:27 Uhr
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Ja, super. Erst vor kurzem hat SF meine Billag-Gebühren mit beiden Händen aus dem Fenster geschmissen und ein neues Logo eingeführt. Das hat ja nicht wirklich lange gehalten. Soll doch deren Studio von IKEA eingerichtet werden! Antworten


Urs P. Mueller-Moore

30.08.2010, 19:52 Uhr
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Das ausgewaehlte Team scheint erfahren und ausgeglichen zu sein. Wuensche allen viel Erfolg und hoffe sehr, dass die Konzessions-Beitraege weiter sinken. Sparen kann SFDRS auf jeden Fall noch mehr. Antworten



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