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Bei der Emmy-Show in Los Angeles hat die Entscheidung des übertragenden Fernsehsenders Fox für Aufsehen erregt, einen Witz über die Verwicklung seines Mutterkonzerns News Corp in einen britischen Medienskandal zu streichen. Es handelte sich um einen aufgezeichneten Comedy-Beitrag des Schauspielers Alec Baldwin, der sich als fiktiver Präsident einer Fernsehakademie in einem Telefonat darüber Sorgen machte, dass jemand das Gespräch mithöre. Baldwin reagierte über Twitter mit deftigen Worten auf die Absetzung. «Das ist bescheuert weil ich denke, es hätte sie besser aussehen lassen», twitterte er.
Fox erklärte, es betrachte den Scherz als unangemessen, da das Unternehmen diese Sache sehr ernst nehme. Der Skandal hatte News-Corp-Besitzer Rupert Murdoch veranlasst, seine Londoner Boulevardzeitung «News of the World» einzustellen.
Baldwin durch Nimoy ersetzt
Baldwin nahm an der Gala zur Verleihung der US-Fernsehpreise wegen einer anderen Verpflichtung nicht teil: Er war Gast auf der Geburtstagsfeier von Tony Bennett in New York. Er twitterte: «Wenn ich in einen Skandal verwickelt wäre, in dem ich die Telefone der Familien von unschuldigen Verbrechensopfern nur des Profits wegen hacke, dann würde ich das auch weghaben wollen.»
Der Produzent der Emmy-Übertragung von Fox, Mark Burnett, trug die Entwicklung mit Fassung: «Das ist ein Nonstop-Drama, aber alles ist gut», sagte er. Die Comedy-Einspielung wurde in letzter Minute mit einem Beitrag von Leonard Nimoy ersetzt.
Emmy-Regen für «Modern Family»
Die US-Serie «Mad Men» hat bei den Emmy- Awards zum vierten Mal die Auszeichnung als beste Drama-Serie gewonnen. Die Filmstaffel um durchgeknallte Mitarbeiter einer Werbeagentur in den 60er Jahren setzte sich am Sonntag bei der Preisverleihung in Los Angeles gegen die mitfavorisierte Serie «Broadway Empire» durch, deren Regisseur Martin Scorsese den Emmy für die beste Regie erhielt.
Beste Comedy wurde «Modern Family», die zudem vier weitere Emmys für die besten Nebendarsteller - Ty Burrell und Julie Bowen - sowie Regie (Michael Spiller) und Drehbuch (Steven Levitan und Jeffrey Richman) abräumte. (kpn/sda)
Erstellt: 19.09.2011, 06:53 Uhr
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