Schlechtes Zeugnis für Schweizer Medien
Aktualisiert am 13.08.2010 77 Kommentare
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... und eine Erwiderung von Hanspeter Lebrument, Präsident des Verbandes Schweizer Presse (Quelle: SF/Tagesschau).
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«Jahrbuch 2010 Qualität der Medien, Schweiz - Suisse - Svizzera», Herausgegeben vom fög - Forschungsbereich Öffentlichkeit und Gesellschaft/Universität Zürich im Auftrag der Stiftung Öffentlichkeit und Gesellschaft. 373 Seiten, 174 Grafiken. 98 Franken.
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Schuld an der Medienkrise seien vor allem die Gratiskultur im Internet und bei Pendlerzeitungen sowie der Spardruck auf den Redaktionen. Anstatt ausgewogen über politische Debatten zu berichten, beherrschten Formfragen die Mediendiskurse, schreiben die Wissenschaftler der Universität Zürich in der am Freitag in Bern veröffentlichten Studie. Die Informationsmedien vernachlässigten ihre Funktion, die Bürgerinnen und Bürger über das politische Geschehen aufzuklären.
Ein gutes Beispiel sei die Minarettinitiative vom vergangenen Herbst: Obwohl die Mehrheit der Schweizer Parteien gegen das Minarettverbot waren, beherrschten die Befürworter die mediale Debatte. «PR-Aktionen wie das Minarettplakat erreichten intensive mediale Berichterstattung», heisst es im erstmals erschienen Jahrbuch.
Online-Portale «qualitätsschwach»
Ein Ende der negativen Entwicklung ist gemäss den Forschern des Bereichs Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich nicht in Sicht. Die publizistische Versorgung durch qualitätsschwache Medien im Internet und der gedruckten Presse werde weiter zunehmen. Denn vor allem jüngere Mediennutzer zwischen 15 und 34 Jahren seien mit der «Gratiskultur» gross geworden. Online-Portale passten sich «den Mustern der Themenbewirtschaftung der Gratis- und Boulevardzeitungen an».
Finanziert und gefördert wird das Jahrbuch «Qualität der Medien» durch die gemeinnützige Stiftung «Öffentlichkeit und Gesellschaft». Zum Stiftungsrat gehören unter anderem der Soziologe Kurt Imhof, die Aargauer Ständerätin Christine Egerszegi oder der ehemalige Bundesratsspecher Oswald Sigg. (rb/sda/)
Erstellt: 13.08.2010, 12:00 Uhr
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77 Kommentare
Die öffentliche Diskussion soll durch die einzig richtige Expertenmeinung bestimmt werden. Über andere und somit falsche Meinungen soll nicht mehr berichtet werden, und diese damit totgeschwiegen werden. Online Kommentare sollen ausschliesslich durch Experten geprüft und freigegeben werden. Eine schöne heile Welt für den Herrn Professor Ihmhof und seine Experten, aber nein danke ich verzichte. Antworten
Da sind nicht nur die "Gratis- und Boulevardzeitungen- und Medien schuld, auch die Journis, die sich als intellektuell bezeichen, aber grössten Teils auch politisch im linken Lager sitzen. Die schreiben so schön, dass das Volk alles so unkritisch annimmt und keine eigene Meinung macht. Man denke nur mal das Staat-Radio- und Fernsehen (SR+SF) Da muss man sich nicht verwundern, diese Medienritik. Antworten
würde es für die medien vom herrn professor bestnoten hageln, wäre das langweilig und unglaubwürdig. die medien könnten sich ja theoretisch nicht mehr verbessern, sie hätten keinen ansporn mehr, würden selbstgefällig und evtl. auf den lorbeeren (hagelkörnern) ausruhen wollen. Antworten
Da ist die Presse nicht ganz alleine schuld.Wenn es Positives zu berichten gibt, wird es vermutlich kaum oder gar nicht gelesen.Die Leute lesen doch viel lieber über Folter, Kriege usw. Das Angebot richtet sich nach der Nachfrrage.Aber daür können die Medien nichts.Hingegen ist es ein Faux pas, wenn sich Meldungen in den Medien einnisten, welche gar keine sind;dies gibt es auch! Antworten
Herr Wolfensberger:Sie sind offenbar ein Soziologie Student.Ich muss nicht an eine Vorlesung von Herr Imhof.Man hört ihn ja zu oft am Fernsehen und kennt seine zynische,überhebliche Art.Ich bin auch ein Intellektueller und kenne den Stellenwert der Soziologie.Gerade dieser Bericht belegt wieder einmal, dass Soziologie Mühe hat mit der Wissenschaftlichkeit.Unsere Presse ist gut und in keiner Krise! Antworten
Onlineportale kostenpflichtig machen oder zumindest mit Zeitungsabo koppeln. Dadurch wären wieder mehr Mittel für fundierte Recherchen und objektive Berichterstattungen verfügbar. Wer Wert auf qalitätsschwache Inhalte und Gratiskultur legt, kann sich die leicht Beschaffen - alle die, die eine gute Berichterstattung wünschen sollten auch bereit sein, die Umtriebe dafür zu berappen. Antworten
Wie immer bei einer Kritik, so ist nicht jeder damit einverstanden. Jedoch dies ist auch ohne Studie wenigstens mir klar, dass Informationen via Internet und auch Gratisanzeiger den Tageszeitungen schaden. Warum? Zum einen weniger Werbung und zum anderen weniger Leser/Innen wegen dem Geld. Und hat man 2 Tagezeitungen, z.B. die BAZ und die bz, auch da kann man die gleichen Texte hie und da lesen. Antworten
Der Mann verwechselt die Meinung der Parteien mit der Meinung der Stimmbürger (Minarettinitiative). Die Meinung kann kongruent sein, muss es aber nicht. Denselben Fall hat die CH mittlerweile bei der Personenfreizügigkeit. Parteien und Stimmbürger haben unterschiedliche Meinungen. Die Berichterstattung der Medien ist grundsätzlich links, was bisher leider auch politischen Schaden angerichtet hat. Antworten
Der jounalistische Niedergang ist nicht bloss auf Spardruck der Redaktionen zurückzuführen. Oft fehlt es heutigen Journalisten an Neugier, Fakten sauber zu recherchieren, an der Fähigkeit, selber zu denken, statt nachzuplappern - und verblüffen sie durch bedenklichen Mangel an Allgemeinwissen und Unfähigkeit, Wesentliches zu erkennen. Atemlos, lärmig und somit überflüssig. War mal anders! Antworten
Die kritisierten Medien sind wenigstens eigenfinanziert! Viel schlimmer ist die Situation bei SF & DRS - somit durch uns finanzierten Medien. Die schneiden in der Studie besser ab. Aber mit welchem Vorsprung? DRS3 hat die Qualität eines Privatradios, bei SF hächeln Sendungen wie 10v10 oder Arena Quoten nach. Bei den staatlichen müssen wir ansetzen, hier haben wir mindestens den politischen Hebel. Antworten
Herr Professor Imhof, ich bin ganz ihrer Meinung, vielen Dank.(Ipc) (Ipc=Imhof proofed comment: nicht Imhof geprüfte Kommentare sind potenziell falsch, gefährlich und können Irrlehren verbreiten. Bitte schützen Sie sich davor und lesen ausschliesslich Imhof geprüfte Kommentare, nur echt mit diesem Imhof proofed Gütesiegel) Antworten
Dass die Presse oft reisserisch berichtet - speziell bei den Schlagzeilen - ist lange bekannt. Sie berichtet oft nur einen Teil des Ganzen, so kann man den wirklichen Sachverhalt nicht erkennen. Daran sollten sie arbeiten und auch bitte am Sprachniveau... Andererseits muss man ja nicht alles glauben oder lesen was da geschrieben steht. Es liegt an einem selbst welche Presse man bevorzugt. Antworten
Es stimmt, die Qualität der (Online-)Medien nimmt ab. Heute z.B. kann man in jedem Online-Medium lesen, dass unsere Ex-Bundesräte 2,6 Millionen Rente kassieren. Zumeist steht das so im Titel, und wenn man nur diesen liest, könnte man meinen, dass JEDER Ex-Bundesrat 2,6 Mio. kassiert.. Blickniveau halt. Antworten
Die letzten Wortmeldungen bestätigen zweierlei: Kurt Imhof liegt richtig und die Medien vermitteln jenes Bild, das diese Leute mögen. Unsere Erziehung, Bildung und Entwicklung liegen seit Jahrzehnten im argen, und die Folgen werden spätere Generationen spüren. Wenn im Ausland nicht über die Schweiz gesprochen wird, kann das ebenso bedeuten, dass es dort ähnlich aussieht wie hier. Antworten
Ich lade alle KritikerInnen von Kurt Imhof einmal dazu ein, eine seiner Vorlesungen an der Universität zu besuchen. Sie werden feststellen, dass der Mann genial ist und es versteht Massenkommunikationsprozesse zu analysieren wie kein zweiter. Antworten
Unsere Journalisten wollen kritisch sein. Das wäre OK, aber zu viele meinen, kritisch sein, heisse, den anderen und vor allem die Regierung herunter zu machen. Ich möchte mehr positive Kritik sehen. Besonders, wenn die Schweiz international unter Druck steht, sollte die Presse hinter der eigenen Regierung stehen, so wie es in anderen Ländern selbstverständlich ist. Antworten
Der Forscher Imhof übersieht dass viele Schweizer dank ihrer weiten und tiefen Sprachkenntnisse ihre Informationen, auch über die Schweiz, auf der ganzen Welt einholen können.Ab Internet kann er sich früher informieren. Es gibt da eine Quelle, die ich jedem empfehlen kann, der andere Wahrheiten sucht: theDailyBell.com(kommt aus der Schweiz, hochklassig) Antworten
Die Qualität der Online-News-Portale sind ausserordentlich schwach, Artikel werden ohne Ueberarbeitung übernommen und ins Netz gestellt. Reisserische Titel und Artikel ziehen viele "Klicks" auf sich, was zu höheren Werbeeinnahmen führt... Die Ueberschwemmung mit seichten Artikeln kann und will man halt nicht stoppen und führen zu purem Populismus... Antworten
Nur eines haben diese Professoren nicht gesagt. Alle wesentlichen Gruppen haben ihre Tageszeitung, nur die grösste Gruppe, die Mitte-Rechts hat keine ihr geneigte TZ.Das ist unausgewogen, milde gesagt.Das Staatsfernsehen Marke Links wird jetzt auch noch mehr auf Linie gebracht mit Weck, der sich 49mal negativ über die SVP geäussert. Der Scheinadlige. Antworten
Kurt Imhof und die Stiftung «Öffentlichkeit und Gesellschaft haben die Niederlage anlässlich der Minarettinitiative immer noch nicht verarbeitet. Herr Imhof, ich sage ihnen was; jene Abstimmung war vor allem ein Misstrauensvotum an unsere Regierung und deren sich wiederholenden falschen Aussagen. Das Tüpfchen auf dem "i" war dann noch die Interpretation von Longchamp und seinen Weisheiten. Antworten
Eher Kleinigkeiten! Gefährlicher erscheinen mir die andauernden, unterschwelligen Beeinflussungsversuche von Lesern in Sachen - Wirtschaft & Finanzen - durch den Tamediakonzern. Speziell die Verniedlichungs- & Verschleiererungsstrategie in Sachen Wallstreet, lassen sich scheinbar nur noch durch die bestehenden Verflechtungen mit gewissen international agierenden Finanzanbietern erklären. Antworten
Frau Bister:Ich reise viel in der Welt herum und kenne die öffentliche Meinung über die CH.Muss leider als erstes feststellen,dass in vielen Ländern vor allem ausserhalb Europas wenig Menschen die CH kennen,also haben sie auch keine Meinung über die CH! Zweitens haben wir bei den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Eliten (sogar in arab. Ländern) allgem. einen sehr guten Ruf.Also keine Angst! Antworten
Falls Herr Imhof und onsorten e simmer noch nicht begriffen haben: Wir brauchen weder ihn und seine besserwisserischen Kommentare noch die link-grünen Medien, um uns eine Meinung zu bilden. Ich finde es ein Gütezeichen, dass in der Schweiz noch immer so abgestimmt wird, wie es NICHT in der Zeitung steht und wie die da oben es gerne hätten. Antworten
Diese Problematik betrifft leider auch zunehmend das Ansehen der Schweiz im Rest der Welt: weil anti-ausländische Ressentiments gerade "mainstream" und damit wohl Auflagen fördernd sind, springen viele Medien auf diesen Trend und verstärken ihn als Multiplikatoren zusätzlich, bis hin zur Wahrnehmung jenseits der Grenzen. Das ist ganz schlecht für Image, Tourismus und internationale Beziehungen. Antworten
Herr Thoma: Man sollte niemals etwas blind unterschreiben.Dass die Printmedien weniger Geld haben,hat mit dem Konsumverhalten der Bevölkerung zu tun.Sie wollen doch nicht eine staatlich finanzierte Presse.Übrigens haben die interssierten Bürger genug Informationsquellen in einem Kleinstaat und auch über Radio und TV.Mr.Besserwisser,Herr Imhof,möchte natürlich die Volksmeinung selbst manipulieren Antworten
@Prof Kurt Imhof meinen sie etwa das die Medien nicht links genug berichten? Als Hintergrundinformation sollte das Tagi gerne noch schreiben das sie selbst den Linke angehören. Somit fehlt es ihnen an objektivität. Gibt es den keine neutrale Stelle welche eine solche Beurteilung machen könnte? Antworten
@Henry Berger: Sie lesen eindeutig die falschen Blogs, wenn Ihre Aussage tatsächlich das Bild wiederspiegelt, welches Sie vom Internet im Allgemeinen und Blogs im Speziellen haben. Allgemein ist interessant, dass eine Gratismentalität kritisiert wird, weil niemand bereit ist, für schlechte und auch noch sinkende Qualität etwas zu bezahlen... Antworten
Leider kann man auch diese Plattform hier von der Kritik nicht ausnehmen. Was die News-Netz-Redaktion bietet, ist (im Gegensatz zu den Printausgaben der angeschlossenen Zeitungen) intellektuell meist wenig ansprechend. Gelegentlich sind die Online-Artikel (in From wie auch Inhalt) sogar duerftig bis primitv zu nennen. Schade, hat die CH in diesem Bereich nichts vernuenftiges anzubieten. Antworten
Nachgelassen hat meiner Meinung nach auch der Tagi. Die Berichte erscheinen willkürlich -wo ist die journalistische Linie? Dann hat auch die journalistische Qualität stark nachgelassen, den Berichten fehlen Tiefen. Kritische Beiträge wie dieser hier sind - zumindest im Titel - in indirekte Rede gestellt, Texte über Populisten häufig nicht. Katastrophal: Die einseitige »Bring-uns-Kultur« der Medien Antworten
Bestes Beispiel für Aussagen der Uni Zürich ist dieser Artikel, den man mit gleichem Text auch im Bund, Tagi, BAZ + allen anderen zur Tamedia-Gruppe gehörenden Online-Portalen lesen kann. Es ist auch vermuten, dass es sich eigentlich um einen SDA-Text handelt, dem der Redaktor noch schnell das Kürzel "rb" voran gesetzt hat. Und dass alle einander abschreiben, ist auch nicht eine neue Erkenntnis. Antworten
Wir sind uns wohl alle einig, dass qualitativ hochwertiger Journalismus nicht gratis zu haben ist. Jetzt schauen wir alle in den Spiegel und fragen uns, wieviel Geld wir denn für journalistische Erzeugnisse ausgeben... ich wette die meisten gar nichts (20min und Co sowie Internet sei dank). Noch Fragen? Antworten
Lieber Tagi! Was soll ich denn mit diesem Artikel anfangen ausser dass ich darin meinem eigene Meinung bestätigt sehe oder eben nicht. Informieren sie die Leser doch auf welchem Weg die "Forscher" zu ihren "Ergebnissen" gelangt sind. Dann kann ich auch beurteilen, ob die Ergebnisse was taugen oder nicht. Antworten
Das stimmt schon. Was mich schon lange stört ist das Sensationsgeile. Das wird dann so lange ausgequetscht, bis man nichts mehr davon hören möchte. Die Medien überfluten einem mit Nachrichten, die nicht wirklich wichtig sind. Viel handelt auch nur noch um Stars und möchtegern Stars. Ob im Fernsehen oder auch in den bezahlten Tageszeitungen. Antworten
ich hoffe doch, dass der bericht auch in den sich selbst so nennenden redaktionen der serioesen tageszeitungen gelesen wird. Das niveau einer baz, tagi, weltwoche etc. wird staendig tiefer, keine berichte mehr ohne massive einfaerbung. Gut gibt es die alternaiven. Da kann man sich wenigstens aus der vielfalt der gratisanbieter eine eigene meinung bilden Antworten
@Prof Kurt Imhof meinen sie etwa das die Medien nicht links genug berichten? Als Hintergrundinformation sollte das Tagi gerne noch schreiben das sie selbst den Linke angehören. Somit fehlt es ihnen an objektivität. Gibt es den keine neutrale Stelle welche eine solche Beurteilung machen könnte? Antworten
Medien sind zusehends werbeabhängig und buhlen um diesen Kuchen. So degenerieren viele Produkte, inkl. Fernsehsender, zu Sprachrohren von Grosskonzernen oder bevorzugen zumindest deren von PR-Ideologen verfassten Meinungen in Wirtschaft und Politik. Der harte Alltag in der Realität wird dabei immer mehr unter den Tisch gewischt. Der Unmut der Betroffenen steigt, Gewalt nimmt zu.... Antworten
erstaunlich diesen artikel hier zu finden... ich glaube es hat nichts mit spardruck zu tun, sondern mit der auflagenstärke. wir leben in zeiten da muss eine headline knallen sonst wird der artikel nicht gelesen. aber an dieser entwicklung sind die medien mitschuldig auch die aus dem hause ringier. ob dieser kommentar hier erscheint?? Antworten
Mediendemokratie - Scheindemokratie. Wo ist hier der Unterschied? Das schweizerische Mehrparteiensystem existiert doch nur in den Medien. Grundsätzlich politisieren zwei Lager: die Sozialisten und die Korrupten. Und die SVP. Das sind die korrupten Sozialisten. Und alle Verlagshäuser erhalten zwischenzeitlich staatliche Subventionen. Mediendemokratie?!!? Lachhaft. Antworten
Die Entwicklung ist bedauerlich, ist aber nicht nur die Schuld der Gratiskultur. Die Medien werden nur noch verwaltet und vom Konsumenten als Einheitsbrei wahrgenommen. Kleinigkeiten werden als Primeur gepuscht, Wichtiges verschwiegen oder schöngeredet. Dazu kommt die Konzentration auf wenige Verlage. Nur die Weltwoche beleuchtet Themen noch kontrovers und von einer unbekannten, neuen Seite. Antworten
es fehtl an der medienvielfalt. hintergründe fehlen immer wie mehr. die zusammenhänge werden kaum mehr aufgezeigt. dies gilt nicht nur für die politischen themen, ebenso im wirtschaft und kultur. leider überleben oftmals kleine titel kaum. deswegen liegt es auch an den lesern, die kleinen zu lesen. vor kurzer zeit beim aeschbi über punkt magazin gesehen/-gehört und lese nun begeistert. Antworten
die medien unterhalten mehr, als zu informieren. das gilt nicht nur für zeitungen, in denen man wenigstens ab und zu noch interessantes liest, sondern noch viel stärker für die sogenannten informationssendungen des schweizer fernsehens, teilweise auch des drs-radios. täglicher intellektueller tiefpunkt bildet leider die tagesschau, deren seichtheit und inkompetenz kaum noch unterboten werden kann! Antworten
Auch ein Poblem ist der Umgang mit den Online- Kommentaren. Bei einer Wochenzeitung wie beispielsweise der Zeit, sind die Kommentare oft eine Bereicherung. Wenn aber bei einer Tageszeitung jede Schlägerei, jeder Ueberfall und jeder interkulturelle Badetuchstreit im Eglisee-Fraueli kommentiert werden kann, dann wird eine Pseudoöffentlichkeit geschaffen die zunehmend hysterisch wird. Antworten
Die neuen Medien sind bidirektional geworden. Es gibt Blogs über politische Themen, die lange Zeit unter dem Tisch gehalten wurden. Wichtig sind dabei selbständig denkende und mündige Bürger. Aber es ist auch ein Glück, dass die veröffentlichte Meinung nicht mehr so leicht zu lenken ist. Wie gelenkte Demokratie aussieht, kann man in der EU betrachten. Direkte Demokratie ist ein gutes Gegenmittel. Antworten
Ein grosses Manko unserer Medienlandschaft ist die MeinungsVIELFALT. Vorherrschend ist ein einheitlicher linker Mainstream. Man vergleiche mal die Meldungen von "Tagi", "Bund", BZ und BaZ. Grösstenteils Wort für Wort die selben Meldungen, die selben Fotos, ja sogar die selben Leserkommentare! Antworten
Auch die Lekture dieses Artikels zeigt, wie schlecht es um den Journalismus in der Schweiz steht. Der erste Absatz ist mehrheitlich markiert, kopiert und eingefügt. Der zweite steht zusammenhanglos in der Gegend herum, dabei könnte gerade hier das Versagen erklärt werden usw. usw. Wie dem auch sei, der Titel könnte es treffender nicht sagen. Antworten
@ Megyessy Dass die Weltwoche ähnliche Ansichten hat wie die SVP trifft zu - was ist dagegen einzuwenden? Zeitungen stehen immer einer politischen Richtung nahe. Die NZZ steht dem Gedankengut der FDP nahe, die WOZ demjenigen der SP. Was Sie hier als Gefahr darstellen, ist das Normalste der Welt - oder darf man als Zeitung nicht mit einer Partei einig sein? Gefährlich ist nur die Gleichschaltung. Antworten
Qualität und Quote gehen nicht zusammen. Dann: Politiker und Journalisten dürfen nur das vor- und nachbeten, was ein paar wenige gumenschliche (G)Eiferer als politisch korrekt deklarieren. Und das beisst sich halt mit der Volksmeinung und dem Volkswillen (Minarette, EU, EWR etc.). So lange sich Politiker und Medien gemeinsam in einem linksideologischen Weltbild suhlen, bleibt Medienqualität tief. Antworten
Eigentlich spielt es ja keine Rolle, ob nun die Qualität der Medien schlechter wird oder nicht. Das Hauptproblem besteht wohl eher darin, dass die Mainstrem Medien unter Kontrolle der grossen Konzerne stehen und somit nur eine gefilterte Weltsicht vermitteln dürfen. Das Internet stellt zur Zeit noch Möglichkeiten bereit an ungefilterte Informationen zu kommen. Nutzt die Chancen!!! Antworten
Wenn eine Abstimmung aus Sicht des Qualitäts-Instituts "in die Hose" geht, dann sind vielleicht nicht die Medien schuld und die Bürger dumm. Zwar wälzen nicht alle Jugendlichen dicke Bücher über Gesellschaftsphilosophie und moderne Mediensoziologie. Aber sie haben ein politisches Bewusstsein und eine eigene, mit Argumenten unterlegte Meinung. Allen Unkenrufen zum Trotz funktioniert Demokratie! Antworten
Dass die Befürworter der Minarett-Initiative die Medien beherrscht haben sollen, tönt für mich nach Verschwörungstheorie. Die Wirklichkeit ist, dass die Berichterstattung über den Islam und die von ihm ausgehenden Gefahren beschönigend und wirklichkeitsfremd geführt wird. Es grenzt an ein Wunder, dass das Schweizervolk unter solchen Umständen per Urnenabstimmung Minarette verboten hat. Antworten
Das Problem ist, dass die Konzern-Medien zu Propaganda-Werkzeugen verkommen sind und wegen dem Internet kein Monopol mehr über die Meinungsbildung besitzen. Immer mehr Menschen durchschauen die ideologische Hofberichterstattung der Massenmedien und wenden sich angewidert ab. Es entscheidet zum Glück noch der Bürger selber, was für ihn Qualitätschwach ist und wo er sich informieren will. Antworten
Die Feststellung des medialen Outputs und der politischen Folgen stimmt. Aber Ursache ist nicht die Gratiskultur gewisser Medien sondern die Bezahlkultur der gesamten restlichen Wirtschaft. Wachstums- und Profitstreben widerspricht diametral dem gesellschaftlichen Bedarf. Genauso bei den Medien: profitabel sind nur inhaltslose Medien oder solche, die nur Reiche sich leisten können. Antworten
Ich teile absolut die Meinung von Herr Haber. Herr Imhof gefällt es als linker Soziologe natürlich nicht, wenn das Volk nicht so abstimmt wie der Mainstream der sog. Intellektuellen es wünscht.Dann sucht man nach Gründen und stellt die These eines schlechten Journalismus in den Raum. Eine Wette:mehr Qualität im Journalismus aber nur, wenn das geschrieben wird, was diese selbsternannte Elite will!! Antworten
Klar, durch die Flächendeckende Unterwanderung unserer Medien durch die Rot-Grüne Koalition, hat sich eine schleichende "Verprawdisierung" der Medienlandschaft eingeschlichen. Kritische Stimmen werden im Vornherein als brauner Sumpf abgestempelt. Dank dem Antirassismusgesetz funktioniert das auch prächtig. Antworten
@ Thomas Haber: Praktisch, dieses Internet und die Blogs: Alles ist so schön kurz und zugespitzt, da müssen Sie ja niemals einen langen, schwierigen Artikel lesen - gell? Bitte keine weitere Minarett-Diskussion. Ich stelle z.B. fest, dass die Romandie in der Deutsch-Schweizer Medien-Berichterstattung kaum mehr vorkommt, wäre halt "langweilig". Antworten
Unter vielen Meldungen steht z.B. das Kürzel "ots". Die wenigsten kennen das. Es steht für Original Text Service und bedeutet, dass PR-motivierte Meldungen als Nachrichten publiziert werden. Oftmals passiert dies als Dankeschön für die Buchung einer teuren Anzeige. Antworten
Gratuliere den Experten von Herzen. Habe nur über die Medien Kontakt mit der Heimat. Man möchte glauben, die Schweiz sei ein skrupelloser Schurkenstaat, regiert von Weicheiern, die dauernd zerstritten sind, ohne Linie, dauernd versagend und total überfordert. Eine Mittepolitik existiert nicht und die beiden Pole links und rechts driften stündlich auseinander.... den Medien zufolge natürlich... Antworten
Dass nicht mehr alles stimmt sehen ja zum Teil sogar die Medien ein (siehe z.B. Artikel zu Frau Riklin). Wahrgenommen wird nicht, wer seriös arbeitet, sondern wer am lautesten schreit, egal welcher Unsinn verbreitet wird. Man kommt auch nicht umhin, eine gewisse Gleichschaltung wahrzunehmen: Agenturmeldungen werden oft mehr oder weniger 1:1 weiterverbreitet. Nicht nur in Gratiszeitungen. Antworten
Stimme zu! Berichte z.B. des Bundesrates werden nur noch wiedergegeben, nicht mehr hinterfragt. Auch die EU-Debatte ist ein gutes Beispiel - wer weiss, dass ein Beitritt auch das Ausländerstimmrecht bringt, wer hat schon mal ernsthaft etwas über die Auswirkungen für die direkte Demokratie gelesen, stimmts, das mit der Personenfreizügigkeit v.a "gut Ausgebildete" kommen? Antworten
Alle Medien waren GEGEN die Minarettinitiative, inkl. Boulevardmedien. Für linke Soziologen ist es offenbar ein Problem, dass das Thema überhaupt erwähnt wird. Totschweigen wäre ihm lieber, wie mit allen Problemen rund um das Thema Minarett. Zum Glück gibt's Internet und Blogs. Antworten
Das ist schon richtig, das die Qualität der Medien sehr nachgelasen hat. Voralem durch Kosteneinsparung werden teilweise Berichte oder Schlagzeilen von anderen abgeschrieben oder nicht mehr richtig recheriet. Auch werden zu viele Nachrichten von den grossen wie Reuters ohne grosse überprüfung ubernommen uns stellen sich dann nachhinein ganz ander dar. Antworten








Barbara Grunder
Ausgewogene Berichterstattung gibts nicht.Wir haben jetzt schon einen Einheitsbrei, der kaum zu überbieten ist.Viele Artikel,Berichterstattungen sind doch einfach langweilig, und vielfach völlig unnötig. Antworten